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Denkmalpflege

Aufgaben der Denkmalpflege

Aufgabe von Denkmalschutz und Denkmalpflege auf Grundlage des Denkmalschutzgesetzes Mecklenburg-Vorpommern ist, die Denkmale als Quelle der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung einzuwirken insbesondere:

  • Beratung von Eigentümern, Bauherren und Planern zu Denkmalen, Denkmalbereichen sowie Grabungsschutzgebieten
  • Prüfung von Anträgen und Erteilung von denkmalrechtlichen Genehmigungen, Bauherranfragen, Bauanträgen, Planungen, Modernisierungs- und Instandhaltungsgutachten zur Städtebauförderung
  • Begleitung von Restaurierungsarbeiten
  • Ordnungsbehördliche Maßnahmen
  • Herstellung des Einvernehmens mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege
  • Führen der Denkmalliste

Denkmalbegriffe

Denkmale im Sinne dieses Gesetzes sind Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, geschichtliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.

Baudenkmale sind Denkmale, die aus baulichen Anlagen oder Teilen baulicher Anlagen bestehen. Ebenso zu behandeln sind Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen sowie andere von Menschen gestaltete Landschaftsteile, wenn sie die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllen. Historische Ausstattungsstücke sind wie Baudenkmale zu behandeln, sofern sie mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert bilden.

Denkmalbereiche sind Gruppen baulicher Anlagen, die aus den in Absatz 1 genannten Gründen erhaltenswert sind, unabhängig davon, ob die einzelnen baulichen Anlagen für sich Baudenkmale sind. Denkmalbereiche können Stadtgrundrisse, Stadt-, Ortsbilder und -silhouetten, Stadtteile und -viertel, Siedlungen, Gehöftgruppen, Straßenzüge, bauliche Gesamtanlagen, Produktionsstätten und Einzelbauten sein sowie deren engere Umgebung, sofern sie für deren Erscheinungsbild bedeutend sind. Mit dem Denkmalbereich wird das äußere Erscheinungsbild geschützt.

Bodendenkmale sind bewegliche oder unbewegliche Denkmale, die sich im Boden, in Mooren sowie in Gewässern befinden oder befanden.