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Halbzeit bei Online-Beteiligung zum Zukunftsplan: Szenario „Drei neue Stadtteile“ liegt vorn

Pressemitteilung vom 29.08.2018 - Stadt und Politik

Neun Tage nach dem Start der zweiten Online-Beteiligung zum Zukunftsplan (Flächennutzungsplan) haben bereits 417 Rostockerinnen und Rostocker für eines der drei Zukunftsszenarien gestimmt. Mit 174 Stimmen liegt zurzeit das Szenario „Drei neue Stadtteile“ vorn. Noch bis zum 9. September 2018 können auf www.zukunftsplan-rostock.de die Szenarien diskutiert und favorisiert werden.

Bis heute (29. August 2018) haben bereits 417 Rostockerinnen und Rostocker eines der drei Zukunftsszenarien favorisiert. Die größte Zustimmung gibt es zurzeit mit 174 Stimmen (41,7 %) für das Szenario „Drei neue Stadtteile“. Die Variante sieht vor, die gesamte neue Wohnbebauung in drei neuen Stadtteilen mit bis zu 20.000 Wohnungen in Biestow, Evershagen und Lichtenhagen zu bündeln.

100 Bürgerinnen und Bürger (24,0 %) favorisieren das Szenario „Viele kleine neue Baugebiete“, bei dem der künftige Wohnungsneubau auf viele kleinere Bauflächen verteilt wird und vorhandene Wohngebiete ergänzt. 96 votierten (23,3 %) für den Bau eines großen neuen Stadtteils, ergänzt um kleinere Baugebiete. 46 Teilnehmenden (11,0 %) gefiel keines der drei Szenarien.

„Wir freuen uns über die große Resonanz auf das Beteiligungsangebot und die sachliche Debatte über die Vor- und Nachteile der drei Planungsalternativen“, sagt Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft. Noch bis zum 9. September 2018 können die Szenarien auf www.zukunftsplan-rostock.de gesichtet, kommentiert und favorisiert werden.

Parallel zur zweiten Online-Beteiligung ist das Mitmach-Mobil heute (Mittwoch, 29. August 2018) in der Zeit von 16 bis 20 Uhr in der Kröpeliner Straße bzw. am Universitätsplatz sowie am Sonntag, 2. September 2018, in der Stadthalle bei der Veranstaltung „BeneFIT 2018“ vor Ort.

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung werden in einem Zukunfts-Workshop am Sonnabend, 29. September 2018, von 13 bis 18 Uhr in der Nikolaikirche vorgestellt und vertiefend diskutiert. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: Per E-Mail an info@zukunftsplan-rostock.de oder unter Tel. 040 430947 55.

Hintergrund

Was ist der Anlass für den Stadtdialog?
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist der zentrale Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort in Mecklenburg-Vorpommern. Laut aktuellen Prognosen wird die Zahl der Bewohner in den nächsten 20 Jahren weiter um mindestens 25.000 Menschen ansteigen. Es werden neue Bau- und Freiflächen für unterschiedlichste Bedürfnisse erforderlich, um den Bedarf von zukünftig rund 230.000 Einwohnerinnen und Einwohnern befriedigen zu können. Für das zu erwartende Wachstum wird die Stadt den neuen Flächennutzungsplan (FNP) ausarbeiten. Der Plan legt fest, welche Flächen künftig für Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie sowie für Wissenschaft und Forschung aber auch für Freizeit- und Erholung, städtisches Grün und Verkehrswege bereitgestellt werden.

Was ist ein Flächennutzungsplan?
Der Flächennutzungsplan (FNP) legt für das gesamte Gebiet von Rostock in groben Zügen die künftige Nutzung fest: Wo wird gewohnt? Wo ist welches Gewerbe? Wo sind welche Infrastrukturen? Welche Flächen werden künftig nicht baulich genutzt? Der FNP ist wichtig: Auf seiner Grundlage entstehen alle rechtsverbindlichen Bebauungspläne der Stadt.

Was passiert mit den Beiträgen aus dem Beteiligungsprozess?
Alle Beiträge (Online-Beteiligung, Mitmach-Tour, Veranstaltungen) werden gesichert und auf der Website öffentlich dokumentiert. Nach dem abschließenden Forum werden die Ergebnisse der Beteiligung in einer Broschüre zusammengefasst, die als Entscheidungshilfe an die Rostocker Politik übermittelt wird.

Wie geht es nach dem ERGEBNIS-FORUM weiter?
Mit dem Ergebnis-Forum endet diese Phase des Stadtdialoges. Anschließend wird ab 2019 zunächst mit der Erarbeitung des Vorentwurfs des Flächennutzungsplans begonnen. Dieser wird dann in weiteren Beteiligungsverfahren wieder öffentlich diskutiert.