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Fußgängerampel mit neuer Steuerung „ROT-Dunkel“ in der Langen Straße auf der Höhe Breite Straße in Betrieb genommen

Pressemitteilung vom 06.09.2018 - Wirtschaft und Verkehr

Senator Holger Matthäus hat heute eine erste neue Lichtsignalanlage mit ROT-Dunkel-Schaltung gemeinsam mit dem Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) Jan Bleis in der Langen Straße, Höhe Breite Straße in Betrieb genommen.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beabsichtigt, Fußgängerquerungen über Straßenbahngleise mit der Signalisierung „ROT-Dunkel“ neu zu sichern. Das bisher praktizierte „Gelb blinken“ bzw. „Springlicht“ soll damit entfallen. Aus Beobachtungen und dem Unfallgeschehen im Bereich von Gleisquerungen musste festgestellt werden, dass die Akzeptanz der Gelbblinken-Schaltung als Warnsignal für die Fußgängerinnen und Fußgänger über die Gleise nicht ausreichend ist. Besonders gefährlich wird es in Bereichen, wo die Taktfolge der Straßenbahnen sehr eng ist, das Verkehrsaufkommen der Fußgänger sehr hoch ist und die Straßenbahnen um Kurven fahren.

Mit der Überarbeitung der aktuell gültigen Richtlinien wurden weitere Signalisierungs­möglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger über die Gleise zulässig. Mit dem Sperrsignal „ROT“ für Fußgänger über die Gleise wird die Akzeptanz erhöht und somit die Verkehrssicherheit wesentlich verbessert. Jedes Kind lernt als erstes, dass es bei „ROT“ stehen bleiben muss. Die fachlichen Beweggründe wurden ausführlich mit allen Beteiligten, darunter die RSAG, abgestimmt. Das Unternehmen konnte das Anliegen ausdrücklich mittragen.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock verbindet die Einführung der zulässigen ROT-Dunkel-Signalisierung für Fußgänger über die Gleise mit der Erwartung, dass den gleis­querenden Verkehrsteilnehmern eindeutigere Verhaltensregelungen vorgegeben und Situationen mit Gefahrenpotenzial vermieden werden. 

Die Bauzeit dieser ersten Ampelanlage mit Rot-Dunkel-Schaltung betrug rund zwei Monate. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme inklusive Demontage der Altanlage sowie die Maßnahmen für Blinde und Sehbehinderte umfassten rund 120.000 Euro.