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Stand: 10.08.2022, 18:11:55 Uhr

30 Jahre rassistische Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen

Die Ausschreitungen am Sonnenblumenhaus im August 1992 waren ein Pogrom. Es hatte weitreichende Auswirkungen auf die Politik der Bundesrepublik Deutschland und auf das Selbstverständnis, die Außenwirkung und die Zivilgesellschaft Rostocks.

30 Jahre danach haben sich eine Reihe von Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft mit der Stadtverwaltung zusammengefunden, um mit verschiedensten Formaten und Aktivitäten an das Pogrom von 1992 zu erinnern, Leerstellen zu benennen und Potenziale aufzuzeigen. 

Gedenken - Aufklären - Gestalten

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen ist Teil unserer Stadtgeschichte. Neben der drängenden Frage nach den Umständen, die rassistische Hetze und Gewalt ermöglichen, haben wir uns auch immer wieder mit dem Schicksal und der Perspektive der Opfer befasst.

Das heutige Lichtenhagen ist anders als vor 30 Jahren, viele Menschen unterschiedlicher Herkunft gestalten gemeinsam und respektvoll voreinander unser gesellschaftliches Leben. Dennoch müssen wir als Stadtgesellschaft aus den dramatischen Ereignissen von 1992 auch in Zukunft die Verpflichtung übernehmen, an die Tage des August vor 30 Jahren mahnend zu erinnern.

Für uns und alle nachfolgenden Generationen bleibt die wichtige Aufgabe, Rassismus und Hetze gegen nationale, religiöse oder ethnische Minderheiten zu verurteilen. Dieser Teil unserer Geschichte darf sich nie wiederholen. Ich danke allen, die sich tagtäglich mit Mut zur Menschlichkeit dafür einsetzen.

Dr. Chris von Wrycz Rekowski
Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters

Wir danken:

Arbeitsstelle politische Bildung am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock, Bunt statt braun e.V., Diên Hông. Gemeinsam unter einem Dach e.V., Evangelische Akademie der Nordkirche, Evangelisch-Lutherische Innenstadtgemeinde Rostock, Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern, Historisches Institut der Universität Rostock/Professur für Didaktik der Geschichte, Kirchgemeinde Lichtenhagen „St. Thomas“, Kolping Begegnungszentrum Lichtenhagen, Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Ro-Cine e.V, Soziale Bildung e.V., Societät maritim e.V.

 

Veranstaltungen

Im Rahmen des Gedenkens an 30 Jahre Lichtenhagen finden zahlreiche Veranstaltungen in Rostock statt. Einige sollen im Folgenden vorgestellt werden. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte den Veranstaltungskalender hier

10.08. von 16-19 Uhr

Treffpunkt: Bushaltestelle S-Bahn Lichtenhagen

An die rassistische Gewalt im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert seit 2017 das Denkmal „Gestern Heute Morgen“. Entlang der sechs Gedenkorte setzen wir uns mit den Perspektiven und dem Handeln der historischen Akteur*innen auseinander; diskutieren, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat. Wir beschäftigen uns uns mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur und kommen darüber ins Gespräch, wie ein angemessener gesellschaftlicher Umgang mit dem Ereignis aussehen sollte. Der Stadtrundgang ist interaktiv gestaltet und bezieht historische Originaldokumente ein.

Veranstalter: Soziale Bildung e.V.

weitere Informationen finden Sie hier

Eröffnung 15.08. 16-20 Uhr Lichtenhäger Brink

Spaziergang durch die Ausstellung 16.08. 17:30-18:30 Uhr Lichtenhäger Brink 

Der Fotograf Nico Baumgarten reist regelmäßig nach Rostock – aber nicht, um hier schöne Bilder von Meer und Strand zu machen. Er interessiert sich für die Plattenbausiedlungen aus der DDR. Obwohl in diesen Stadtteilen ein Großteil der Einwohner*innen Rostocks lebt, stehen sie kaum im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch in Zeiten von Wohnungsmangel, hohen Mietpreisen und Klimakrise gewinnen die Großwohnsiedlungen wieder an Bedeutung.

In Rostock-Lichtenhagen hat Nico Baumgarten die unterschiedlichsten Leute getroffen. Aus diesen Begegnungen entstanden Porträts und Aufnahmen von besonderen Orten, die keine typischen Postkartenmotive sind. Zu sehen sind die Fotos auf dem Lichtenhäger Brink – eine denkmalgeschützte Fußgängerzone, die in den 1970er Jahren als Kernstück des Wohngebiets geschaffen wurde. Die Ausstellung erfüllt auch den Wunsch vieler Menschen aus Lichtenhagen, den Brink wieder stärker zu beleben.

30 Jahre nach den rassistischen Anschlägen auf Migrant*innen und Gastarbeiter*innen in Lichtenhagen, ist der Stadtteil noch immer dafür bekannt. Fotos der Angriffe auf das „Sonnenblumenhaus“ sind in vielen Köpfen. Nico Baumgartens Fotografien sind der Versuch, neue Bilder von Lichtenhagen zu erzeugen. Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit zu vergessen. Sondern es geht um die Frage, wie die Zukunft in diesem Stadtteil gestaltet werden kann.

weitere Informationen finden Sie hier

23.08. 19-21 Uhr Aula der Universität Rostock

„Wer nicht rassistisch sein möchte, muss sich mit Rassismus auseinandersetzen, darüber sprechen und aktiv werden. Niemand muss sich rechtfertigen, dass er oder sie rassistisch denkt und handelt, sondern nur, wenn sie oder er nichts daran ändert.“, so Aladin El-Mafaalani.
Seine Veröffentlichung „Wozu Rassismus“ aus dem Jahr 2021 lädt zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen Rassismus ein.

Wie sind Diskurse darüber möglich und welche Herausforderungen liegen darin?
Welche pädagogischen und gesellschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten lassen sich 30 Jahre nach den gewalttätigen und rassistischen Ereignissen von Rostock-Lichtenhagen ableiten? Sie sind Anlass und Aufforderung zugleich, sich mit dem Rassismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Veranstalter: Evangelische Akademie der Nordkirche mit ihren Regionalzentren für demogratische Kultur 

Veranstaltungsort:   Aula der Universität Rostock, Universitätsplatz 1, 18055 Rostock

weitere Informationen finden Sie hier 

24.08.2022 19Uhr vor dem Rathaus (an der Stele "Politik" der Künstlergruppe "Schaum")

Die Idee zum gemeinschaftlichen Singen hatte der Verein Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach e. V . im Rahmen der Erinnerungsarbeit an 30. Jahre Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Mit dem Chor soll Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung gezeigt und eine Botschaft für Vielfalt in Rostock, ganz nach dem Motto "Vielfalt verstehen - Vielfalt leben - Vielfalt stärken", gesendet werden.
Der Chor aus Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und persönlichen Hintergründen trifft sich seit Mai 2022 und hat unter Anleitung des Regisseurs und Choreographen Stephan Brauer ein eigenes Repertoire entwickelt und einstudiert.

Am 24.08.2022 hat der Chor für Vielfalt seine Premiere und gestaltet damit den Auftakt für die nachfolgende Talkrunde "Diskriminierung und Rassismus aus postmigrantischer Sicht" im Rathaus.  Die Liedbotschaften des Begegnungschors sollen durch den Auftritt vor dem Rathaus als Impuls für das Publikum dienen und es dazu anregen, sich den musikalisch zum Ausdruck gebrachten Fragen und Themen zuzuwenden. Bei diesem Auftritt öffnet sich unser Chor für das Publikum, welches herzlich dazu eingeladen ist unsere Lieder mitzusingen.

Veranstalterin: Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach e. V 

weitere Informationen: Chor für Vielfalt

24.08.2022 ab 19:30 Uhr in der Rathaushalle

Wie erleben Menschen Alltagsrassismus und Diskriminierung in Rostock und MV heute? Welche Erfahrungen machen Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Polizei, Medien und Zivilgesellschaft mit Formen von Rassismus? Wie stark sind sie sensibilisiert und wie reagieren sie? Wie wirken Gedenken und Erinnerungsarbeit zum Pogrom von Rostock-Lichtenhagen heute? Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. die Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jana Michael, der Rostocker Polizeidirektor Achim Segebarth, die Journalistin Nhi Le und Vertreter*innen der Landes- und Kommunalpolitik. Es moderieren Mitglieder der Initiative Postmigrantisches Radio.

Veranstalterin: Diên Hông. Gemeinsam unter einem Dach e.V.

25.08.2022 Stadthalle Foyer

Eine Reihe von Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft haben sich mit der Stadtverwaltung zusammengefunden, um Veranstaltungen mit vielfältigen Formaten anzubieten. Am Vormittag sind Schulklassen eingeladen, sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit historischen und aktuellen Fragen auseinanderzusetzen, die mit den Ereignissen im August 1992 in Verbindung stehen. Es finden Filmvorführungen, Ausstellungen und Workshops ausschließlich für angemeldete Schulklassen statt. Die Angebote sind bereits ausgebucht. 

Von 12.30 Uhr bis 18 Uhr können die Ausstellungen im Foyer von allen Interessierten erkundet werden.

 

Kurzinformationen zu den Ausstellungen: 

1.  „Vietnamesische Rostocker*innen“

Die Ausstellung des Vereins Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach zeigt Erinnerungen aus ca. 30 Jahren, illustriert mit Fotografien und anderen Zeitdokumenten. Gehen Sie auf Spurensuche, um das Erleben von Fremdsein und von Diskriminierung, aber auch von Akzeptanz besser zu verstehen.

weitere Informationen finden Sie hier 

 2. „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Die bilderreiche Ausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Es wird unter anderem auch auf die Biographie des in Rostock ermoderten Mehmt Turgut eingegangen. 

weitere Informationen finden Sie hier

 3. „Von Menschen, Ansichten und Gesetzen. Rostock-Lichtenhagen – Mitten unter uns“

Die Ausstellung beleuchtet die rassistische Gewalt in Rostock-Lichtenhagen 1992 aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei werden 12 Schautafeln durch weiteres Quellenmaterial ergänzt.

weitere Informationen finden Sie hier

 4. „Rechtsextremismus bekämpfen, Demokratie stärken“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung MV informiert alltagsnah mit der Ausstellung über die Demokratie und deren Bedrohungen. Ein interaktiver Medientisch lädt zur Vertiefung ein. 

weitere Informationen finden Sie hier 

5. „Rostock-Lichtenhagen im August 1992 - Fotografien von Martin Langer“

Martin Langer fotografierte im Auftrag des SPIEGEL Magazin drei Tage im August 1992 in Rostock. Die Schwarzweißaufnahmen, die teilweise um die Welt gingen, dokumentieren jenseits der rassistischen Gewalt auch Formen des Protestes und Menschen, die sich gegen Rassismus positionierten.

weitere Informationen finden Sie hier 

6. „BROTHERLAND“

Martina Zaninelli und Thomas Jacobs haben ehemalige Vertragsarbeiter*innen aus Angola, Mosambik und Vietnam in verschiedenen Bundesländern interviewt und porträtiert als auch Deutsche interviewt, die in den in den 1990er-Jahren in Hoyerswerda, Eberswalde und Rostock gelebt haben. BROTHERLAND gibt in Form von Bild und Audiobeiträgen Einblicke in das gesellschaftliche Ambiente, in der die rassistischen Angriffe stattgefunden haben und von einer breiten Masse legitimiert wurden.

 weitere Informationen finden Sie hier 

7. "Grenzerfahrungen- Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet" 

PRO ASYL, die katholische Friedensbewegung pax christi und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) beleuchten mit der Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie die EU gegen Schutzsuchende aufrüstet“ und den dazu herausgegebenen Begleitmaterialien das Zusammenspiel und die Funktionsweise der aktuellen Politik der Abschottung und Aufrüstung an den EU-Außengrenzen, ihre brutalen Folgen für Schutzsuchende sowie die Profiteur*innen des Grenzgeschäfts.

weitere Informationen finden Sie hier

14 Uhr, Filmvorführung im Saal 2

„Wir sind jung, wir sind stark.“

Spielfilm, BRD 2015, 128 min, FSK 12, empf. ab 14

Rostock 1992. Stefan hat sich schon lange von seinem Vater, einem SPD-Politiker abgewandt. Er hängt mit seiner Clique herum, darunter ein Rechtsradikaler, der die Gruppe in Schach hält. Die Vietnamesin Lien hat nach der Wende einen Job gefunden und will im Gegensatz zu ihrem Bruder und dessen schwangerer Frau in Deutschland bleiben. Am Abend des 24. August führt eine Mischung aus Langeweile, Aggressionen und rechten Parolen zum Pogrom.

14 Uhr Start der nordkirchenweiten Bustour „Menschenrechte auf der Flucht“

Offizieller Start der Bustour der Flüchtlingsbeauftragten der evang.-luth. Nordkirche „Menschenrechte auf der Flucht“ mit Bischof Jeremias

Um 14.00 Uhr findet der offizielle Start dieser Tour vor der Stadthalle Rostock in Anwesenheit des Sprengelbischofs Tilman Jeremias statt. Die Info- und Aktions-Bustour „Menschenrechte auf der Flucht“ der Flüchtlingsbeauftragten durch die Kirchenkreise der Nordkirche möchte mit Kirchengemeinden, lokalen und regionalen Akteur*innen ins Gespräch kommen, und für relevante Themen sensibilisieren und vernetzen. Der zeitliche Rahmen ergibt sich durch den 30. Jahrestag der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen am 25. August über die interkulturellen Wochen bis zum „Tag des Flüchtlings“ am 30. September.

25.08.2022  13-16:45 Uhr Stadthalle Saal 3

Am 25.08.2022 wird im Rahmen des Gedenkens an die rassistischen Ausschreitungen in Lichtenhagen vor 30 Jahren ein wissenschaftliches Kolloquium stattfinden. In Zusammenarbeit der Universität Rostock, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern wird unter dem Motto „Kommunale Erinnerung- Kommunale Verantwortung“ der Umgang mit rassistischer Gewalt in den 1990er Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dabei werden auch Erfahrungen aus anderen Städten in der Veranstaltung aufgegriffen.  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. 

Um eine vorherige Anmeldung bis 22.08.2022 unter post@boell-mv.de wird gebeten.

27.08. von 10-18 Uhr Stadtteil- und Begegnungszentrum Kolping in Lichtenhagen

In der Friedensandacht werden Themen wie Rassismus, Toleranz und Nachbarschaft aufgegriffen und musikalisch untermalt. Nach der etwa 30-minütigen Andacht sind alle Teilnehmer*innen und weitere Interessierte zu einem Come Together und Gedankenaustausch ins Begegnungscafé eingeladen. Bei einem kleinen Imbiss können wir miteinander ins Gespräch kommen. Das Café sowie der Kinder- und Jugendtreff sind bis 18 Uhr geöffnet.  Unterstützt wird die Veranstaltung durch den Seniorenbeirat Lichtenhagen.

Stadtteil-und Begegnungszentrum Kolping

Eutiner Str.20

18109 Rostock

21.09.2022, 10Uhr im Ateliertheater für Schulen
21.09.2022, 20 Uhr im Ateliertheater
Szenische Lesung des dokumentarischen Theaterstücks von Dan Thy Nguyen
Der Theatertext "Sonnenblumenhaus" dokumentiert basierend auf Zeitzeug*innenaussagen das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen vor 30 Jahren. Das Stück verarbeitet die Perspektive der Überlebenden und gibt ihrer Version der Geschichte, ihren Lebenserfahrungen und Träumen eine Stimme. Aus transkribierten Interviews erarbeitete Autor und Regisseur Dan Thy Nguyen das Theaterstück, welches 2014 uraufgeführt und ein Jahr später als Hörspiel veröffentlicht wurde.

Im Anschluss findet ein Nachgespräch statt.
Szenische Einrichtung: Dan Thy Nguyen
Es lesen Schauspieler*innen des Volkstheaters Rostock
weitere Informationen und Tickets finden Sie hier 

Rückschau zum Gedenken: Kunstwettbewerb Erinnern und Mahnen an Rostock-Lichtenhagen 1992

Auf Initiative der Arbeitsgruppe Gedenken der Rostocker Bürgerschaft lobte die Hansestadt Rostock im Juli 2016 einen Kunstwettbewerb für ein dezentrales Erinnern an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 aus.

Zu dem nicht offenen Kunstwettbewerb wurden elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen. Aus elf Wettbewerbsbeiträgen empfahlen die Mitglieder des Preisgerichts im November 2016 den Vorschlag der Künstlergruppe SCHAUM (Alexandra Lotz, Tim Kellner) zur Realisierung.

Das Kunstwerk „Gestern Heute Morgen“ umfasst fünf Figuren aus Laaser Marmor, deren individuelle Gestaltung jeweils einen Aspekt des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen 1992 aufgreift.

Entsprechend der Aufgabenstellung hat die Künstlergruppe fünf Standorte für das mehrteilige Kunstwerk vorgeschlagen: das Rathaus, das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, die Polizei- und Kriminalpolizeiinspektion in der Ulmenstraße, den Sitz der Ostsee-Zeitung und den ehemaligen Standort des Jugend Alternativ Zentrums (JAZ) in der August-Bebel-Straße. Als sechstes Element des Kunstwerkes entsteht ein Kunstbuch für Kinder.

Für die Realisierung des Kunstwerkes „Gestern Heute Morgen“ stellte die Hansestadt Rostock 145.000 Euro zur Verfügung. Die Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern förderte das Wettbewerbsverfahren mit 50.000 Euro.

ohne Titel – aus der Serie „Hinter den Platten liegt der Strand“

Pressemitteilung vom 12.08.2022

„Hinter den Platten liegt der Strand“

Vom 15. August bis zum 15. Oktober 2022 zeigt das Rostocker Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen eine Fotoausstellung über den Stadtteil Lichtenhagen auf dem Lichtenhäger Brink. Der Berliner Fotograf Nico Baumgarten hat diese Bilder während zahlreicher Besuche angefertigt. Mehr

Staatsbesuch von Frank-Walter Steinmeier im Rostocker Rathaus am 8.8.2019

Pressemitteilung vom 11.08.2022

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht Rostock

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht am Donnerstag, 25. August 2022, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Begrüßt wird das Staatsoberhaupt am Sonnenblumenhaus von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, von Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück und von Senator Steffen Bockhahn als Zweitem Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Mehr

Flyer "Gedenken - Aufklären - Gestalten"

Pressemitteilung vom 02.08.2022

Rostock erinnert an das Pogrom vor 30 Jahren

Zahlreiche Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen erinnern in Rostock in diesem Monat an die rassistischen Ausschreitungen vor 30 Jahren im Stadtteil Lichtenhagen. „Das Pogrom ist Teil unserer Stadtgeschichte“, unterstreicht Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Mehr