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Wohngeld

Sie können Wohngeld als Zuschuss zu Ihren Wohnkosten  erhalten, wenn Sie über ein geringes Einkommen verfügen. Das gilt auch, wenn Sie Eigentümer von selbstgenutztem Wohnraum sind.

Die Höhe Ihres Wohngeldanspruchs berechnet Ihre örtlich zuständige Wohngeldbehörde. Sie können Ihren Wohngeldanspruch auch unverbindlich im Wohngeldrechner prüfen: https://wohngeld-mv.de/Rechner/

Wohngeld wird in jedem Einzelfall gesondert – auf der Basis der sog. Wohngeldformel – berechnet. Bei der Berechnung wird die tatsächliche Miete bis zu einem Höchstbetrag bezuschusst. Die Höchstbeträge richten sich nach dem örtlichen Mietenniveau, den sog. Mietenstufen.

Spezielle Hinweise für - kreisfreie Stadt Rostock, Hansestadt

Ausgeschlossen sind auch Haushaltsmitglieder, die bei der gemeinsamen Ermittlung ihres Bedarfs/ ihrer Leistung  worden sind. Auf Haushalte, zu denen ausschließlich Personen gehören, die dem Grunde nach Anspruch auf BAföG, BAB oder Ausbildungsgeld nach SGB III haben, ist das Wohngeldgesetz nicht anzuwenden. Dies gilt auch dann, wenn der Höhe nach keine Leistungen erbracht werden.

Schlagworte: Wohngeld, Mietzuschuss, Lastenzuschuss, Heimkosten, Miete, Belastung, Wohnkosten

Dem ausgefüllten Antragsformular müssen Sie noch folgende Nachweise beifügen:

Aktuelle Nachweise zur Miete bzw. Belastung, insbesondere:

  • Mietvertrag
  • ggf. aktuelle Betriebskostenabrechnung
  • bei Eigentümern: Nachweise zu den bestehenden Darlehen, die für den Erwerb, Bau oder die Modernisierung des Eigenheims bzw. der Eigentumswohnung aufgenommen wurden
  • bei Eigentümern: aktueller Grundsteuerbescheid

Aktuelle Nachweise zum Einkommen aller Haushaltsmitglieder, z.B.:

  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen der letzten Monate
  • aktueller Rentenbescheid
  • aktueller Bescheid über den Bezug von anderen Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss, Krankengeld)
  • Nachweis für Unterhaltszahlungen
  • Nachweis über Zinsen und andere Kapitalerträge (z.B. bei Sparkonten, Festgeld, Tagesgeld, Bausparverträgen, Fonds); insbesondere Steuerbescheinigungen

Sonstige Nachweise (falls vorhanden):

  • Schwerbehindertenausweis und Bescheid über Leistungen der Pflegeversicherung
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Zusätzlich bei Eigentümern:

  • Kaufvertrag
  • Wohnflächenberechnung

 

Zusätzlich zu aktuellen Nachweisen zum Einkommen aller Haushaltsmitglieder:

  • Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers und letzte Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Nachweise über die gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen (z. B. Vaterschaftsanerkennung, Unterhaltstitel, Kopie Zahlungsbeleg)

 

Um Wohngeld zu erhalten, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer örtlich zuständigen Wohngeldbehörde stellen.

Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können, hängt von drei Faktoren ab:

  • dem Gesamteinkommen Ihres Haushalts,
  • der Anzahl der Personen, die in Ihrem Haushalt leben,
  • Ihrer monatlichen Miete bzw. bei Eigentümern der monatlichen Belastung.

Starre Einkommensgrenzen gibt es nicht.

Sie sind vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn Sie Transferleistungen (andere Sozialleistungen) bekommen, in denen Wohnkosten bereits enthalten sind, z.B.:

  • Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) oder
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Ebenfalls keinen Wohngeldanspruch haben allein lebende Studierende und Auszubildende, die dem Grunde nach einen Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) haben; auch dann, wenn BAföG oder BAB wegen zu hohem Einkommen der Eltern abgelehnt wurde.

Einzelheiten erfragen Sie bitte bei Ihrer örtlich zuständigen Wohngeldbehörde.

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Soweit der Wohnraum von keinem bei der Wohngeldberechnung berücksichtigten Haushaltsmitglied mehr genutzt wird (z. B. Auszug), entfällt der Anspruch auf Wohngeld ab dem nächsten  Ersten.

keine

Wohngeld erhalten Sie nur auf Antrag.

Den Antrag auf Wohngeld müssen Sie bei der örtlich zuständigen Wohngeldbehörde stellen. Nach der Bearbeitung des Antrags erlässt die Wohngeldbehörde einen Bescheid.

Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Um eine Unterbrechung laufender Wohngeldleistungen zu vermeiden, sollten Sie zwei Monate vor Beendigung des laufenden Bewilligungszeitraums einen Antrag auf Weiterleistung von Wohngeld stellen. Dabei werden die Voraussetzungen für Ihren Anspruch erneut geprüft.

Wohngeld wird in der Regel vom Ersten des Monats geleistet, in dem der Antrag gestellt wird.

Haben sich Ihre finanzielle Situation oder Ihre Lebensumstände im Bewilligungszeitraum verschlechtert bzw. verändert, können Sie jederzeit eine Erhöhung des Wohngeldes beantragen.

Haben sich Ihre finanzielle Situation oder Ihre Lebensumstände im Bewilligungszeitraum verbessert bzw. verändert, kann es zu einer Verringerung des Wohngeldes kommen.

Sie sind verpflichtet, alle Änderungen, die zu einer Verringerung des Wohngeldes führen können, der Wohngeldbehörde unverzüglich mitzuteilen.

Um die rechtswidrige Inanspruchnahme von Wohngeld zu vermeiden oder aufzudecken, darf die Wohngeldbehörde die Haushaltsmitglieder regelmäßig durch einen sog. Datenabgleich überprüfen.

Kinder aus Familien, die Wohngeld beziehen, können Leistungen für Bildung und Teilhabe erhalten. Zuständig für diese Leistungen sind die Landkreise und kreisfreien Städte.