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Stand: 28.04.2022, 12:04:39 Uhr

In der heutigen Zeit werden mögliche Schadens- und Katastrophenereignisse immer komplexer und erfordern mitunter die Warnung der Bevölkerung vor unterschiedlichsten Gefahren. Als Beispiel seien hier Naturereignisse wie Sturmfluten, Hochwasser, Großbrände, Unwetter oder aber Bombenfunde und Gefahrgutunfälle zu nennen.

Zur Warnung und Information seiner Einwohner greift die Hanse- und Universitätsstadt Rostock in Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten auf verschiedene Warnmittel zurück. Das zugrundeliegende System der Warnung und die zugehörigen Bausteine werden auf dieser Internetseite beschrieben. Zudem erhalten Sie hier Links zu weiterführenden Informationsquellen, beispielsweise dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Rostocker Warntag! DIN A3-Plakat

Nächster Rostocker Warntag!: 01.10.2022

Im Ernstfall muss die Technik funktionieren und jeder Handgriff sitzen! Aus diesem Grund findet am ersten Samstag des April und Oktober um 11:00 Uhr der Rostocker Warntag statt.  Neben der Funktionsüberprüfung der Sirenenanlagen im Stadtgebiet soll die Warnung als solches beprobt werden. Hierzu wird durch das Brandschutz- und Rettungsamt eine entsprechende Warnmeldung über das MoWaS an die Warnmultiplikatoren übersendet. Die dazugehörigen Informationen und Handlungsanweisungen erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit bei den beteiligten Medien und Kommunikationsmitteln.

In zeitlichen Abständen werden die Warntöne „Warnung“, „Feuer“ und „Entwarnung“ abgespielt.

Nutzen Sie den Rostocker Warntag um sich mit den verschiedensten Warnmitteln vertraut zu machen und für den Ernstfall gerüstet zu sein! Weiterführende Informationen zu verschiedenen Warnmultiplikatoren erhalten Sie auf dieser Seite.

Aktuelles: Ausbau des Sirenennetzes begonnen!

Im Jahr 2020 wurde durch die Installation von 14 Sirenen verteilt über das ganze Stadtgebiet ein wichtiger Schritt zur Warnung der Bevölkerung getan.
Im Rahmen einer Erprobung im gleichen Jahr wurden durch die Hanse- und Universitätsstadt verbliebende Lücken identifiziert. Zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus der Rostocker Bevölkerung wird diesen durch die Errichtung von acht neuen Anlagen begegnet, sodass eine Erreichbarkeit von über 90 Prozent der Bevölkerung gewährleistet werden kann.

Neue Standorte sind unter anderem die Stadtbereiche Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Warnemünde, Brinckmansdorf sowie Toitenwinkel.

Die Hanse- und Universitätsstadt erwartet den Abschluss der Baumaßnahmen noch im Jahr 2022.

Aktuelles: Cell-Brodcasting als neues Mittel zur Warnung der Bevölkerung!


Seit dem Jahr 2020 arbeitet der Bund an der Implentierung und Nutzung von Cell-Brodcasting zur Warnung der Bevölkerung.
Die Umsetzung der Maßnahme wurde im August 2021 durch eine Formulierungshilfe zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes auf den Weg gebracht.

Das neue Warnmittel soll die bestehende Warninfrastrutkur - Sirenen, Rundfunk, Apps - voraussichtlich ab Ende 2022 vollumfänglich unterstützen.

Was ist und wie funktioniert Cell-Brodcasting?


Das System ermöglicht die Zustellung von Warnmeldungen über die vorhandene Mobilfunkinfrastruktur an alle betroffenen Mobilfunkendgeräte in einem betroffenen Gebiet.
Die kleinste Einheit stellt dabei die Reichweite einer Funkzelle dar. Das Endgerät registriert sich automatisch in der lokalen Funkzelle zur Herstellung eines Netzempfanges.
Infolgedessen kann der Benutzer mittels dem Endgerät telefonieren und Nachrichten versenden. Cell-Brodcasting macht sich diese Technologie in umgekehrter Reihenfolge zu Nutze.

Der zentrale Verteiler versendet so Warnmeldungen an alle registrierten Endgeräte der Funkzelle. Betroffene in einem Schadensereignis bzw. -region kriegen schnell und flächendeckend ohne vorherige Installation von Warnapps oder Ähnlichem eine anonyme Warnmeldung übersandt. Hier besteht der entscheidende Unterschied zu einer Warnung mittels SMS. Die Warnung über den SMS-Service erfodert eine individuelle Empfängeradresse (Rufnummer) und stellt je Adresse einen eignen Vorgang dar. Es kommt zur Überlastung des Netzes und dem "Silvestereffekt".

Viele Fragen und Antworten zum Cell-Brodcasting wurden durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter dem nachfolgenden Link beantwortet:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: FAQ - Cell Broadcast