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Rostock ist „Clever mobil" für den Klimaschutz

Mit „Clever mobil" - einem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt - wird der Klimaschutz in Rostock jetzt noch weiter auf Touren gebracht. Zwei neue Projektmitarbeiter, die seit dem 1. November 2017 die Stabsstelle Mobilitätsmanagement beim Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus verstärken, sollen das „Mobilitätsmanagementkonzept für die Hansestadt und Region Rostock" und den Rostocker „Aktionsplan zur Förderung der Elektromobilität" umsetzen. Dabei koordinieren sie unter Leitung des Rostocker Mobilitätskoordinators Steffen Nozon Maßnahmen in der Stadtverwaltung, in der Hanse- und Universitätsstadt und der Region.

Zu den zahlreichen Themen, die Claudia Kruse als neue Klimaschutzmanagerin für kommunales Mobilitätsmanagement bearbeitet, gehört beispielsweise eine Internet-Plattform, die Mobilitätsofferten anbieten wird. Motorisierter Pendlerverkehr soll zu Gunsten von Mitfahrbörsen, Park & Ride sowie Bike & Ride reduziert werden. Verkehrsvielfalt, Nahmobilität innerhalb der Stadt und Sharing-Angebote sollen ausgebaut werden. Ein Pilot-Mobilitätspunkt wird Angebote bündeln. Die traditionellen Kampagnen „Rostock steigt auf", „Stadtradeln" und der „Klimaaktionstag" werden weiter geführt. Ein Imagefilm, ein Fahrradstadtplan, Neubürgermarketing sowie Broschüren und Faltblätter sollen attraktiv werben.

Julian Müller, Klimaschutzmanager für betriebliches Mobilitätsmanagement und e-Mobilitätslotse, wird sich Alternativen zum aktuellen Mobilitätsverhalten in der Stadtverwaltung und in Rostocker Unternehmen widmen. Durch einen kleineren Fuhrpark, mehr Elektromobilität sowie alternativen Verkehrsmitteln zu Pkw-Fahrten soll Treibhausgasemission gemindert werden. Darüber hinaus geht es um angenehmere und gesündere Bedingungen für die Fahrten zum Arbeitsplatz und die dienstliche Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Elektromobilität.

Grünes Licht für innovative Mobilität in Rostock hatte die Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt bereits 2016 mit dem „Mobilitätsmanagementkonzept für die Hansestadt und Region Rostock" und dem „Aktionsplan zur Förderung der Elektromobilität" gegeben. Beide Konzepte wurden inzwischen in den im Dezember 2017 beschlossenen „Mobilitätsplan Zukunft" integriert und sind damit wesentliche Bausteine des Rostocker Verkehrsentwicklungsplanes.

Die „Clever mobil"-Förderung des Bundesumweltministeriums (BMUB) läuft zwei Jahre innerhalb der Nationalen Klimaschutzinitiative bis zum 31. Oktober 2019 mit einem Budget von über 280.000 Euro. Über 250.000 Euro steuert das BMUB bei. Der Eigenanteil der Hanse- und Universitätsstadt Rostock liegt bei 28.200 Euro.

Im Rahmen des Fördermittelvorhabens "Mobilitätsmanagementkonzept für die Hansestadt und den Landkreis Rostock zur Verbesserung der Stadt‐Umland‐Verkehre" lud die Hansestadt Rostock zu einer Informationsveranstaltung "Clever mobil ‐ intelligente Car‐ und Bike‐Sharing‐Systeme im Gesamtkontext der städtischen und betrieblichen Mobilität" ein.

Im Fokus dieser halbtägigen Veranstaltung standen die Vorstellung von intelligenten Mobilitätslösungen, die sich bereits in der Praxis bewährt haben, sowie innovative Mobilitätsangebote, die Prozesse vereinfachen, die Gesundheit fördern und Emissionen und Kosten reduzieren. In dem „Markt der Möglichkeiten“ brachten wir Mobilitätsdienstleister und Mobilitätsnutzer zusammen und haben so neue Kooperationen gefördert.“
Eine kurze Zusammenfassung zur Veranstaltung, sowie die Präsentationen finden Sie unter Downloads.

Abschlussveranstaltung zum Projekt am 23. Juni 2016

In der Veranstaltung in der IHK zu Rostock wurden die Ergebnisse von eineinhalb Jahren Arbeit durch die beratenden Firmen SIGNON (vormals Hamburg Consult), IVAS und EcoLibro vorgestellt. Aber auch projektbeteiligte Unternehmen wie die RSAG, der Landkreis Rostock und Projekt RK kamen zu Wort und in Podiumsdiskussionen wurden die Ergebnisse mit den ca. 50 TeilnehmerInnen erörtert.
Eine Kurzzusammenfassung und die einzelnen Vorträge finden Sie als pdf unten unter Downloads.

Aussicht (application/pdf/pdf 154.2 KB)

Betriebliches MM (application/pdf/pdf 1.7 MB)

Impulsvortrag projektrk betriebliche Mobilitaet (application/pdf/pdf 3.0 MB)

Impulsvortrag RSAG (application/pdf/pdf 1.6 MB)

Klimapotenzial (application/pdf/pdf 413.7 KB)

Rahmenkonzept (application/pdf/pdf 220.1 KB)

TK1 Mobilitaetszentrale (application/pdf/pdf 557.1 KB)

TK2 Stadtplanung (application/pdf/pdf 1.2 MB)

TK3 Pendlerverkehre (application/pdf/pdf 405.9 KB)

TK4 Warnemuende emobil (application/pdf/pdf 1.2 MB)

Veranstaltungszusammenfassung (application/pdf/pdf 7.7 MB)

cities.multimodal

Das gemeinsame Ziel: Städte verändern – Vom Auto zur nachhaltigen Stadtmobilität

Das Projekt möchte es den Menschen im Ostseeraum einfacher machen, das Zufußgehen, Radfahren,  öffentlichen Nahverkehr und Carsharing als umweltfreundliche Alternative zum Autofahren zu nutzen. In Zusammenarbeit der Städte, NGOs und ExpertInnen werden niedrigschwellige Lösungsansätze für eine multimodale Mobilität entwickelt, die  auch auf andere Städte im Ostseeraum übertragen werden können. Das Projekt legt dabei den Fokus auf dichte innerstädtische Gebiete, die sehr gute Möglichkeiten für nachhaltige Mobilität bieten.

Gefördert wird das Projekt durch das EU-Programm Interreg Baltic Sea Region. Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat die Projektleitung inne und plant gemeinsam mit 15 weiteren Partnern aus dem Ostseeraum die Umsetzung zahlreicher Aktivitäten bis zum Jahr 2020.

Ziele und Maßnahmen
Einerseits soll im Rahmen des Projektes das Mobilitätsangebot verbessert werden, andererseits geht es auch darum, das Verhalten der Menschen zu verändern und somit die Nachfrage nach Alternativen zum Auto zu erhöhen.
Folgendes soll geplant und umgesetzt werden:

Entwicklung MULTIMODALER STADTQUARTIERE – Infrastruktur bereitstellen
Die Partnerstädte wählen einen Stadtteil für ihre Aktivitäten und passen das Konzept des nachhaltigen Mobilitätsplans (SUMP) für diesen Stadtteil an, um so die folgenden Maßnahmen planen und umsetzten zu können:
MULTIMODALE VERKNÜPFUNGSPUNKTE zielen darauf ab, nachhaltige Verkehrsmittel in den Städten sichtbarer und deren Verknüpfung einfacher zu machen. Rostock plant den Bau von 1-3 Mobilitätspunkten als multimodale Verknüpfungspunkte von Carsharing, Bikesharing und öffentlichem Nahverkehr in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV). Damit sollen Alternativen zum Autobesitz insbesondere  in verdichteten Stadtgebieten wie der KTV angeboten werden. Durch KAMPAGNEN  und temporäre Aktionen soll weiterhin das Bewusstsein für die Vorteile multimodaler Reisen und nachhaltiger Verkehrsmittel gestärkt werden. Ein PLANERHANDBUCH als wichtigstes Projektergebnis soll eine Implementierung ähnlicher Maßnahmen auch in anderen Städten außerhalb des Projektkonsortiums ermöglichen.

MOBILITÄTSMANAGEMENT – Verhalten verändern
Die Projektpartner entwickeln Mobilitätsmanagementkonzepte und –maßnahmen, um das Mobilitätsverhalten von Menschen hin zur Wahl nachhaltiger Lösungen zu beeinflussen. Pendler, Eltern-Taxis und sowie der Ziel- und Quellverkehr an Wohngebieten zählen zu den größten Verkehrsverursachern. Aus diesem Grund sind die Zielgruppen für geplante Mobilitätsmanagement-Maßnahmen SCHULEN und KINDERGÄRTEN sowie-, UNTERNEHMEN und INNENSTADTINVESTORINNEN. Durch konkrete Maßnahmen sollen Ziel- und Quellverkehre reduziert und alternative Lösungen (z.B. Mobilitätspunkte an Wohnstandorten) angeboten werden. In Rostock ist eine enge Kooperation mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft WIRO zur Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für das Neubauvorhaben Werftdreieck, als auch die Zusammenarbeit mit den Kitas und Schulen der KTV geplant. Der wichtigste Output wird ein WERKZEUGKASTEN FÜR DAS MOBILITÄTSMANAGEMENT sein, der ermöglichen soll, dass erfolgreich umgesetzte Maßnahmen auch auf andere Städte im Ostseeraum und Europa übertragen werden können.

Während der Entwicklung, Planung, Durchführung und Bewertung der Maßnahmen werden die Rostocker Bürgerinnen und Bürger aktiv über verschiedenste Formate beteiligt.

Rahmendaten
Programm: Interreg Baltic Sea Region 2014-2020
Priorität 3.5.: Städtische Mobilität
Partner: 16 aus 8 EU-Staaten + Russland
Lead Partner: Hansestadt Rostock
Dauer: 36 Monate (1.10.2017 – 30.9.2020)
Budget: 3,8 Million EUR (davon 2,9 Mio EUR ERDF)

Projektleitung: Steffen Nozon, Mobilitätskoordinator und Leiter der Stabsstelle Mobilitätsmanagement der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Projektkoordinatorin: Lisa Wiechmann, Mitarbeiterin der Stabsstelle Mobilitätsmanagement

www.cities-multimodal.eu

Kontaktadressen

Stabstelle Mobiltätsmanagement
Lisa Wiechmann
Projektverantwortliche
Holbeinplatz 14, 18069 Rostock
Zimmer: 556
Telefon: 0381 381-7354
Telefax: 0381 381-6003
E-Mail: senden