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Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819)

Schon zu Lebzeiten wurde der preußische Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher als Volksheld gefeiert, nannte man ihn liebevoll "oll Vadder Blücher" oder mit Respekt "Marschall Vorwärts". Am 16. Dezember 1742 als Sohn eines Rittmeisters in Rostock geboren, begründete das jüngste von neun Geschwistern auf dem Schlachtfeld seinen Ruhm.


Seine militärische Karriere begann mit dem Siebenjährigen Krieg noch in schwedischen Diensten, setzte sich nach seiner Gefangennahme 1760 im preußischen Heer fort. Nach einer Episode als Landwirt und Gutsbesitzer trat er als 45jähriger Major wieder in die Armee ein. Er erlebte die Niederlage bei Jena und Auerstädt mit und plädierte für weitreichende Reformen in der preußischen Armee.


Legendäre Siege über die napoleonischen Truppen zu Zeiten der Befreiungskriege machten den Oberbefehlshaber der Schlesischen Armee zum Volkshelden. Die Schlacht an der Katzbach, sein bedeutender Beitrag in der Völkerschlacht bei Leipzig, der Sieg über Napoleon bei La Rothiere und schließlich 1815 die Entscheidung bei Waterloo sind untrennbar mit dem Namen Blücher verbunden. Seine Armeeführung war vorbildlich. Blüchers Vitalität und Mut inspirierte seine Soldaten. Der volkstümlichste Feldherr der Befreiungskriege wurde auf seinen Reisen durch Deutschland, Schweden und England begeistert gefeiert.


Auch seine Geburtsstadt ehrte ihn schon zu Lebzeiten mit einem Denkmal im Herzen der Stadt. Nicht jeder weiß, dass Rostocks Stadtväter dieses von Johann Gottfried Schadow geschaffene Kunstwerk eher unfreiwillig in Auftrag geben mußten. Schuld war eine nicht ganz ernst gemeinte Zeitungsnotiz.


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