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32. Rostocker Aktionswoche Sucht und Prävention

Pressemitteilung vom 17.08.2026 - Umwelt und Gesellschaft

Das Gesundheitsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und weitere Akteure in der Stadt laden auch in diesem Jahr zur Aktionswoche Sucht und Prävention vom 7. bis 11. September 2026 ein, um über aktuelle Entwicklungen im Bereich Sucht zu informieren und Zugänge zu Hilfsangeboten zu zeigen. Die Woche beleuchtet zentrale Themen wie den Umgang mit Sucht in der Familie, körperliche Schäden durch Suchtmittelkonsum sowie Strategien zur Deeskalation im Kontakt mit stark berauschten Personen und im Umgang mit problematischen Gaming oder Glücksspielsucht. Die Aktionswoche lädt Fachleute, Betroffene, Bürgerinnen und Bürger ein, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich über aktuelle Themen zu informieren.

„Die Aktionswoche zeigt, wie vielfältig die Präventionslandschaft in Rostock ist. Sie macht deutlich, dass Sucht viele Gesichter hat und in allen gesellschaftlichen Schichten Thema ist“, sagt der für das Gesundheitsamt in Rostock zuständige Senator Steffen Bockhahn und erklärt weiter: „Mit der Aktionswoche wollen wir zeigen, dass Hilfe für jede und jeden erreichbar ist und neue Zugangswege geschaffen werden.“

Wie in jedem Jahr beteiligen sich alle Suchtberatungsstellen in Rostock mit eigenen Informationsveranstaltungen während der Suchtwoche. Auch das traditionelle Kegeltunier der Selbsthilfegruppen wird Teil der diesjährigen Suchtwoche sein.

Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock veranstaltet am Dienstag, 8. September 2026, ihr 19. Suchtsymposium. Expertinnen und Experten sprechen über sichere und respektvolle Deeskalation im Umgang mit stark berauschten Patientinnen und Patienten, über die gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Suchterkrankungen sowie über philosophische Perspektiven auf Willensfreiheit und Abhängigkeit.

Besonders im Fokus des Fachtags am Mittwoch, 9. September 2026, steht in diesem Jahr die künstliche Intelligenz (KI) in der Suchtberatung. Es soll gemeinsam diskutiert werden, wie KI‑gestützte Systeme Beratungsstellen entlasten, neue niedrigschwellige Zugänge schaffen und Hilfesuchenden zielgerichtet und zügig passende Angebote finden können. Gleichzeitig wird es Raum geben, Fragen zu Datenschutz, ethischen Grenzen und der Rolle menschlicher Expertise zu beleuchtet. Ein Höhepunkt des Fachtags wird um 19 Uhr der Filmabend „Innenwelten“ mit Kurzfilmen, die Menschen mit gelebter Sucht‑ und Genesungserfahrung porträtieren. Im Anschluss an die Vorführungen findet eine moderierte Diskussion mit Filmschaffenden, Protagonistinnen und Protagonisten sowie Fachleuten statt.