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Ausstellung „Kulturgeschichte der Windkraft in Deutschland“ im Rathaus

Pressemitteilung vom 28.05.2026 - Kultur, Freizeit, Sport


Archivmeldung:

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Der beschriebene Sachverhalt sowie Kontaktdaten und Zeitangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Vom 1. bis 12. Juni 2026 ist in der Rostocker Rathaushalle die Ausstellung „Kulturgeschichte der Windkraft in Deutschland“ zu sehen. Die Schau lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Entwicklung der Windkraft über mehr als 500 Jahre nachzuvollziehen – von historischen Windmühlen bis zu modernen Offshore-Windparks in der Ostsee. Sie kann montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr kostenfrei besucht werden. Auch zur Eröffnung am Montag, 1. Juni 2026, um 15.30 Uhr sind Gäste herzlich willkommen.

Die Wanderausstellung des Mühlenvereins Mecklenburg-Vorpommern e. V. wurde gemeinsam mit dem Stadtarchiv Rostock um regionale Inhalte ergänzt und zeigt eindrucksvoll, wie eng die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns mit der Nutzung von Windenergie verbunden ist.

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger betont: „Die Ausstellung verbindet Technik-, Kultur- und Regionalgeschichte auf anschauliche Weise. Sie zeigt, wie aus einer jahrhundertealten Tradition eine Schlüsseltechnologie für unsere Zukunft geworden ist. Regenerative Energien sind für uns auch im 21. Jahrhundert ein wichtiger Standortfaktor der wirtschaftlichen Entwicklung in unserer Region.“

Historische Windmühlen waren über Jahrhunderte zentrale Orte des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Heute prägen moderne Windenergieanlagen das Land und die Ostsee als Symbol einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Ausstellung schlägt dabei den Bogen von den Anfängen der Windnutzung bis zur heutigen Bedeutung der Windenergiebranche für Mecklenburg-Vorpommern.

Windenergienutzung und maritime Industrie sind kennzeichnend für Mecklenburg-Vorpommern. Die Windenergienutzung ist ein wichtiger wirtschaftlicher und beschäftigungspolitischer Wachstumskern. Aktuell produzieren 1.829 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 3.931 MW (Stand: 31.12.2026)) in dem nordöstlichen Bundesland grünen, nachhaltigen elektrischen Strom. In der deutschen Ostsee liefern die fünf Windparks EnBW Baltic 1 und 2, Wikinger, Arkona, Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle – mit insgesamt 309 Anlagen – und einer Gesamtleistung von 1.831 MW - Strom für über 1.000.000 Haushalte. Ein weiterer Offshore Windpark wie Windanker ist in der konkreten Umsetzung. Die Fertigung von Komponenten und der Service für die mehr als 2.100 Windenergieanlagen sorgen lokal für viele Dauerarbeitsplätze im Land. Gleichwohl sind weitere Investitionen notwendig, wenn das nordöstliche Bundesland einen Anteil von 6,5 Prozent an der nationalen Stromerzeugung bereitstellen will.

Begleitet wird die Ausstellung vom WindEnergy Network e. V. (WEN), dem führenden Branchennetzwerk der Windenergie in Nordostdeutschland. Mit aktuell über 90 Mitgliedsunternehmen versteht sich der Verein als Plattform der gesamten Wertschöpfungskette der Branche. Er setzt sich durch aktive Gremienarbeit, Vernetzung, Bündelung von Informationen und Know-how für deren Stärkung und eine Verbesserung von Rahmenbedingungen ein.