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Die Neptunwerft 1990 bis heute

Meldung vom 31.03.2026


Archivmeldung:

Bitte beachten Sie, diese Meldung stammt aus dem Pressearchiv !
Der beschriebene Sachverhalt sowie Kontaktdaten und Zeitangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Vortrag am 9. April auf dem Traditionsschiff im IGA Park Rostock

Das Schifffahrtsmuseum Rostock widmet sich erneut der Geschichte der Neptunwerft und lädt am 9. April um 16 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel "Die Neptunwerft von 1990 bis heute" ein. Der Referent, Dr. Wolfgang Lange aus Rostock, zeichnet die Umbrüche der traditionsreichen Werft seit der Wiedervereinigung nach und gibt Einblicke in ihre Transformation bis heute.

Zur Zeit der politischen Wende im Jahr 1989 zählte die Rostocker Neptunwerft mehr als 7.000 Beschäftigte. Mit der deutschen Wiedervereinigung begann ein tiefgreifender Strukturwandel: Der Betrieb wurde privatisiert und zunächst treuhänderisch verwaltet. Zeitweise war die Werft Teil des Bremer Vulkan-Verbundes. Bereits 1991 musste die Werft aufgrund von EU-Beschränkungen den Schiffsneubau einstellen, was erhebliche Folgen für die Belegschaft hatte. Viele Beschäftigte fanden vorübergehend in einer Auffanggesellschaft eine Weiterbeschäftigung, während die Zahl der Mitarbeiter drastisch reduziert wurde.
In den folgenden Jahren schlug die Neptunwerft einen zweigleisigen Weg ein. Einerseits wurde der innerstädtische Standort aufgegeben und das Gelände umfassend umgestaltet. Nach der Umfirmierung zur Neptun Industrie Rostock GmbH im Jahr 1993 wurde das Unternehmen im Jahr 1997 Teil der Meyer Werft Unternehmensgruppe. Andererseits erfolgte ein Neustart in Rostock-Warnemünde. Durch den Bau neuer Werkshallen und moderner Fertigungsanlagen entwickelte sich die Werft zu einem spezialisierten Standort weiter und es wurde sich unter anderem auf den Bau von Flussfahrgastschiffen und Schiffshälften konzentriert.

Dr. Wolfgang Lange hat die Geschichte der Neptunwerft umfassend erforscht. In seinem Vortrag stellt er die Entwicklung der alten und neuen Werftstandorte von 1990 bis heute dar. Dabei beleuchtet er die wirtschaftlichen, politischen und städtebaulichen Aspekte dieses tiefgreifenden Wandels.

Anmeldung und Eintritt:

Der Eintritt beträgt 5,- Euro, inklusive Museumseintritt.
Das Museum ist von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Für die Teilnahme wird um Anmeldung per E-Mail an info@schifffahrtsmuseum-rostock.de oder telefonisch unter 0381-12831364 gebeten.

Weitere Termine:

23. April 2026: Vortrag "Kaperer, Freibeuter, Korsaren: Die Vielfalt der Piraten"
Referent: Gerhard H. Ehlers aus Hoppegarten