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Hedwig Holtz-Sommer – „Auf das Menschliche kommt es an …“

Meldung vom 13.07.2026 - Kultur, Freizeit, Sport


Archivmeldung:

Bitte beachten Sie, diese Meldung stammt aus dem Pressearchiv !
Der beschriebene Sachverhalt sowie Kontaktdaten und Zeitangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Kunsthalle Rostock widmet Künstlerin der dritten Generation der Ahrenshooper Künstlerkolonie eine Retrospektive

Die Kunsthalle Rostock würdigt das Werk der Künstlerin Hedwig Holtz-Sommer (1901–1970) mit einer umfassenden Retrospektive. Die Ausstellung „Auf das Menschliche kommt es an …“ ist vom 14. August bis 22. November 2026 zu sehen. Die Eröffnung findet am 13. August 2026 um 18 Uhr statt.

Hedwig Holtz-Sommer siedelte sich 1934 in Wustrow auf dem Fischland an und zählt zur dritten Generation der Ahrenshooper Künstlerkolonie. Bekannt wurde sie zunächst mit eindringlichen Porträts. Später entstanden vor allem fein nuancierte Landschaftsaquarelle der Region um Wustrow, farbenprächtige Blumenstillleben sowie sensible Darstellungen von Menschengruppen. Eine besondere Stellung innerhalb ihres Œuvres nehmen die Zeichnungen und Illustrationen ein, die durch ihre Reduktion eine bemerkenswerte Klarheit und Ausdruckskraft entfalten.

Mit rund 80 Werken aus den 1920er- bis 1960er-Jahren zeichnet die Ausstellung die Entwicklung einer Künstlerin nach, deren Lebensweg sich vom Deutschen Kaiserreich über die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus bis in die DDR erstreckt. Ihr Werk spiegelt nicht nur die enge Verbundenheit mit der Natur und den Menschen ihrer Umgebung wider, sondern steht zugleich im Dialog mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ihrem Schaffen in der DDR. Neue Forschungen werfen die Frage auf, unter welchen Bedingungen die Künstlerin arbeitete und wie sie zwischen notwendigen Auftragsarbeiten und ihren freien künstlerischen Ambitionen vermitteln musste. In einem Notat aus dem Jahr 1958 beschreibt Hedwig Holtz-Sommer diesen Konflikt eindringlich: Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, sei sie auf „Brotarbeit“ angewiesen gewesen, während jene Kunst, die ihrem eigenen künstlerischen Anspruch entsprach, oft „in einem Geheimfach liegen bleiben“ musste.

Anlass der Ausstellung sind neue Forschungsergebnisse, die 2025 in einer umfangreichen Biografie veröffentlicht wurden. Sie ermöglichen einen differenzierten Blick auf Leben und Werk der Künstlerin und eröffnen bislang wenig bekannte Aspekte ihrer künstlerischen Entwicklung. Neben Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen werden zahlreiche Papierarbeiten aus dem Bestand der Kunsthalle Rostock präsentiert.

Die Ausstellung ist die dritte Station einer Reihe von Einzelausstellungen der Künstlerin Hedwig Holtz-Sommer. Nach einer Werkschau im Kunstmuseum Ahrenshoop im Jahr 2025 werden derzeit Arbeiten aus der Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen sowie private Leihgaben in der Galerie im Kloster Ribnitz-Damgarten gezeigt.

Begleitend zur Ausstellung bietet die Kunsthalle Rostock ein umfangreiches Vermittlungs- und Bildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Die gleichnamige Biografie ist 2025 in der edition fischerhuder kunstbuch erschienen.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr

Eintritt | 6 EUR und 4 EUR ermäßigt

Förderung und Unterstützung

Das Begleitprogramm zur Ausstellung wird unterstützt durch die WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH.
Die Kunsthalle Rostock gGmbH wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, den Verein „Freunde der Kunsthalle Rostock e. V.“, die ROSTOCK PORT GmbH, die Nordwasser GmbH und die Stadtwerke Rostock AG.
Gesundheitspartner: Klinikum Südstadt Rostock, Kulturpartner: NDR Kultur