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Rostock engagiert sich für Menschenrechte – „Cities for Life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe”

Pressemitteilung vom 25.11.2025 - Umwelt und Gesellschaft


Archivmeldung:

Bitte beachten Sie, diese Meldung stammt aus dem Pressearchiv !
Der beschriebene Sachverhalt sowie Kontaktdaten und Zeitangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Vom 27. bis 30. November 2025 werden vor dem Rostocker Rathaus sieben blau-weiße Aktionsflaggen gehisst, um auf den XXIV. Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe” aufmerksam zu machen.

Seit 2002 wird der Aktionstag, initiiert durch die Gemeinschaft Sant’Egidio jährlich durchgeführt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Diese weltweit größte Mobilisierung von Städten richtet den Fokus auf die Menschenrechte und den Wert des Lebens. Gerade in den aktuellen Krisenzeiten, die zu sehr von Kriegen und deren Folgen geprägt sind, benötigen die Menschenrechte besondere Unterstützung.

Der Aktionstag der „Cities for Life“ vereint weltweit Städte im Einsatz für ein menschliches Justizsystem, auch in Ländern, die noch an der Todesstrafe festhalten. In Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren ca. 300 Städte dem Aktionstag angeschlossen, darunter Berlin, Bremen, Dortmund, Nürnberg, Stuttgart und Würzburg.

Im letzten Jahr wurden wieder Erfolge auf dem Weg der Abschaffung der Todesstrafe erzielt. Im Dezember 2024 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal eine Resolution über ein universales Moratorium der Todesstrafe mit noch größerer Zustimmung verabschiedet: 130 Ja-Stimmen (2022 stimmten 125 Länder für ein Hinrichtungsmoratorium, 2020 waren es 123 Länder). Dies ist eine positive und ermutigende Entwicklung hin zu einer Welt ohne Todesstrafe. Weitere positive Entwicklungen gab es in den letzten Monaten. Im Juli 2024 trat in Pakistan die Abschaffung der Todesstrafe für Drogendelikte in Kraft und auch Vietnam hat 2025 die Todesstrafe für einige Delikte abgeschafft.

Leider bleiben besorgniserregende Nachrichten nicht aus. Insbesondere sind in Krisengebieten steigende Vollstreckungszahlen zu registrieren, auch die Zahl der Todesurteile hat zugenommen. Teilweise können regimekritische Äußerungen zu Todesurteil und Hinrichtung führen, wie dies in Myanmar geschehen ist. Infolge des Konfliktes im Nahen Osten hat es viele Hinrichtungen im Gazastreifen und im Iran gegeben. Sudan, Südsudan und Uganda haben nach einer längeren Unterbrechung im Jahr 2024 wieder Todesurteile verhängt. Daher bleibt die Bedeutung dieses globalen Einsatzes für eine Kultur des Lebens dringend erforderlich.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung in ca. 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich mit der World Coalition Against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Sie hat mit anderen Organisationen 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Weitere Informationen: www.santegidio.org