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„EIN und AUS. BLICKE. Landschaftsmalerei aus vier Jahrhunderten“ – Neue Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Rostock

Pressemitteilung vom 13.07.2026 - Kultur, Freizeit, Sport / Bildung und Wissenschaft

Plakat Sonderausstellung „EIN und AUS. BLICKE. Landschaftsmalerei aus vier Jahrhunderten“Mit der neuen Sonderausstellung „EIN und AUS. BLICKE. Landschaftsmalerei aus vier Jahrhunderten“, die vom 19. Juli bis 25. Oktober 2026 im Kulturhistorischen Museum Rostock zu sehen sein wird, widmet sich das Museum einem Genre, das die Kunstgeschichte nachhaltig geprägt hat. Anlass ist das 185. Jubiläum der Erfindung der verschließbaren Farbtube – eine Innovation, die das Arbeiten im Freien revolutionierte und die Entwicklung der Landschaftsmalerei entscheidend beeinflusste.

Rund 60 Gemälde führen durch vier Jahrhunderte Landschaftsmalerei und erzählen von der wechselvollen Beziehung zwischen Mensch und Natur. Den Auftakt bilden Werke, in denen die Landschaft noch Kulisse religiöser Erzählungen ist. Mit Kunstschaffenden wie Coninxloo entwickelt sie sich zur monumentalen „Weltlandschaft“, bevor sie im Goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei zu einer eigenständigen Bildgattung wird. Arkadische Ideallandschaften, venezianische Veduten, romantische Naturbilder und schließlich die Freilichtmalerei des späten 19. Jahrhunderts verdeutlichen den Wandel der künstlerischen Sicht auf die Landschaft.

Mit der Erfindung der Farbtube wurde das Malen unter freiem Himmel einfacher denn je. Tragbare Staffeleien, Farbkästen und die neue Verpackungstechnik ermöglichten Künstlerinnen und Künstlern, unmittelbar vor der Natur zu arbeiten. Auch die Malenden der Schwaaner und Ahrenshooper Künstlerkolonien fanden – inspiriert von ihren französischen Vorbildern – ihre Motive nun direkt in der Landschaft Mecklenburgs.

Die Kuratorin Dr. Susanne Knuth freut sich, in der Ausstellung mehrere Gemälde präsentieren zu können, die nach aufwendigen Restaurierungen erstmals seit langer Zeit wieder öffentlich zu sehen sind. Sie betont gleichzeitig, dass „es noch einiges zu tun gibt, um weitere Schmuckstücke aus den Anfangsjahren des Kunstvereins präsentieren zu können.“ So schlummert das gut 200 Kilogramm schwere, 1,56 Meter hohe und 2,04 Meter breite Mondscheingemälde von Maximilian Schmidt, einer der verborgenen Schätze, noch im Depot.

Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm lädt dazu ein, die Ausstellung aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben. Regelmäßige Führungen vermitteln Hintergründe zu den ausgestellten Werken und ihrer Entstehungszeit. Die Veranstaltungsreihe „ART after WORK“ bietet Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen und einzelne Werke sowie wissenschaftliche Fragestellungen vertiefend kennenzulernen. Ergänzt wird das Programm durch Workshops zur Landschaftsmalerei für erwachsene Einsteigerinnen und Einsteiger sowie kreative Angebote für Kinder, bei denen eigene Landschaftscollagen gestaltet werden können.

Alle interessierten Rostockerinnen und Rostocker sowie Gäste der Stadt sind zur feierlichen Eröffnung am Samstag (18. Juli 2026) um 17 Uhr eingeladen.

Einladung zum Presserundgang: Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind am Freitag (17. Juli 2026) um 11 Uhr zum Presserundgang mit der stellvertretenden Museumsleiterin und Kuratorin Dr. Susanne Knuth eingeladen.