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Der Zoo Rostock lädt am 19. August zum Orang-Utan-Tag ein - Hand in Hand für die roten Riesen

Meldung vom 10.08.2026 - Bildung und Wissenschaft / Umwelt und Gesellschaft / Kultur, Freizeit, Sport

Am Mittwoch, dem 19. August 2026, steht der Zoo Rostock ganz im Zeichen der roten Waldmenschen. Anlässlich des Internationalen Tages des Orang-Utans lädt der Zoo gemeinsam mit dem Verein Orang-Utans in Not e.V. von 10 bis 17 Uhr zu einem vielseitigen Aktionstag ins Darwineum ein. Neben einem lehrreichen Infostand und Mitmachaktionen gibt ein Fachvortrag des Vereinsvorsitzenden und Tierpflegers Sebastian Schorr direkte Einblicke in die vom Verein unterstützten Projekte.

Orang-Utans gehören zu den faszinierendsten Geschöpfen unserer Erde und sind nahe Verwandte des Menschen im Tierreich. Doch ihr Überleben auf Borneo und Sumatra ist akut gefährdet. Die fortschreitende Zerstörung des tropischen Regenwaldes - allen voran durch Brandrodungen für großflächige Palmölplantagen - raubt den baumbewohnenden Menschenaffen ihren Lebensraum. Der internationale Aktionstag macht jährlich weltweit auf diese dramatische Situation aufmerksam.

Greifbarer Artenschutz und Alltagstipps im Darwineum
Von 10 bis 16 Uhr verwandelt sich das Foyer vor dem Kinosaal im Darwineum in eine interaktive Informationsplattform. Mitglieder des Vereins Orang-Utans in Not e.V. informieren über die Bedrohungen des Regenwalds und vermitteln, wie sich schon im Alltag mit einfachen Kaufentscheidungen - etwa dem bewussten Verzicht auf nicht-nachhaltiges Palmöl - ein wirksamer Beitrag zum Erhalt dieser Gebiete leisten lässt.

Den Höhepunkt des Aktionstages bildet um 16 Uhr der Vortrag von Sebastian Schorr im Kinosaal des Darwineums. Als erfahrener Tierpfleger des Zoos Leipzig und Vereinsvorsitzender reist er regelmäßig nach Indonesien, um Hilfsprojekte direkt vor Ort zu begleiten. Unter dem Titel "Die roten Menschenaffen und der Klimawandel auf Sumatra" berichtet er aus erster Hand von seiner Reise Anfang 2026. Er gibt persönliche Einblicke in Auswilderungsprogramme, die medizinische Versorgung verwaister Orang-Utans und wegweisende Aufforstungsmaßnahmen.

"Orang-Utans sind faszinierende Wesen und als reine Baumbewohner perfekt an das Leben in den Wipfeln angepasst. Wenn man den Tieren in den Auffangstationen auf Borneo begegnet oder mit den Pflegenden vor Ort arbeitet, wird einem die Dringlichkeit unserer Aufgabe umso bewusster. Jede Hilfe zählt, um den Bewohnern des Regenwaldes eine zweite Chance in Freiheit zu geben und ihren Lebensraum dauerhaft zu sichern", betont Sebastian Schorr.

Hand in Hand: Stark für den Natur- und Artenschutz
Seit Ende 2019 unterstützt der Zoo Rostock den 2007 von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig gegründeten Verein Orang-Utans in Not e.V. Da im Rostocker Darwineum Borneo-Orang-Utans leben, fließt die Hilfe speziell in das Schutzprojekt im Lamandau River Wildlife Reservat (Zentral-Kalimantan, Borneo). Die Arbeit des Vereins umfasst die Auswilderung, den Lebensraumschutz und die Bildungsarbeit. Im Rahmen des Auswilderungsprogramms begleiten Tierärztinnen und -ärzte sowie etwa 30 Mitarbeitende verwaiste Orang-Utans dabei, Schritt für Schritt das Überleben in freier Wildbahn zu erlernen. Zudem werden jährlich 21.000 Futterbäume wie die Ubar-Art gepflanzt, um die nach den verheerenden Waldbränden von 2015 zerstörten Flächen wieder aufzuforsten. Durch Bildungsinitiativen in Deutschland und Indonesien macht der Verein zudem auf die Hintergründe der Regenwaldzerstörung und nachhaltige Konsumalternativen aufmerksam.

Ausführliche Informationen zum Programm des Orang-Utan-Tages sowie aktuelle Hinweise zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind auf der Website www.zoo-rostock.de zu finden.