Home
Navigation

Nachhaltige Prävention am Warnemünder Strand: So wird die kostenlose Sonnencreme genutzt

Meldung vom 28.08.2026 - Umwelt und Gesellschaft / Kultur, Freizeit, Sport

UV-Schutz in Rostock

Sonnenschutz direkt am Strand: Seit Mitte Juli steht direkt an der Strand Arena Warnemünde und der Wal-Strandbar ein öffentlich zugänglicher Sonnencreme-Spender, der Strandgästen kostenlos Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 zur Verfügung stellt. Zwischen dem 14. Juli und dem 20. August wurde der Spender insgesamt 7.659-mal genutzt. Dabei wurden rund 9 Liter Sonnencreme ausgegeben. Durch die Nutzung des Spenders konnten zudem rund 18 Kilogramm Kunststoffverpackungen eingespart werden.

Der Sonnencreme-Spender ist ein gemeinsames Pilotprojekt des Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern (CCC-MV), der Wal-Strandbar und der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde (Visit Rostock). Das CCC-MV koordiniert das Projekt gemeinsam mit dem belgischen Anbieter Sundo, einem auf öffentlich zugängliche Spender spezialisierten Unternehmen. Zum Einsatz kommt eine hypoallergene Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50.

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Bedeutung von Hautkrebsprävention. Hautkrebs gehört zu den fünf häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen an einem malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr als verdreifacht. UV-Strahlung gilt dabei als wichtiger vermeidbarer Risikofaktor.

Sonnenschutz am richtigen Ort

„Sonnenschutz muss dort stattfinden, wo Menschen der Sonne besonders ausgesetzt sind. Der Warnemünder Strand ist ein Ort, an dem die Nutzung besonders wichtig ist. Wir freuen uns sehr über die Initiative des CCC-MV und wollen mit unserer Unterstützung einen Beitrag dafür leisten, dass unsere Gäste ihren Aufenthalt gesund und sorglos erleben können“, sagt Ulrike Döring von der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.

Auch für die Wal-Strandbar ist das Projekt ein wichtiger Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Sonnenschutz. „Die Nutzungsdaten zeigen, wie wertvoll das Angebot für die Strandgäste ist. Und für uns ist klar: Wenn wir dafür sorgen können, dass Menschen sich besser vor der Sonne schützen, machen wir das gerne“, sagt Christoph Krause von der Wal-Strandbar.

Gesünder Sonnenbaden

Der stärkste Nutzungstag im ausgewerteten Zeitraum war der 9. August 2026 mit 778 Pumpvorgängen. An diesem Tag lag der UV-Index bei 6 und die Temperatur bei 26,2 Grad Celsius. Diese und weitere Daten dienen dem Pilotprojekt auch in wissenschaftlicher Hinsicht. So soll untersucht werden, wie unterschiedliche Umweltbedingungen das Verhalten bei der Nutzung des Spenders beeinflussen. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob objektive Faktoren wie der UV-Index oder eher subjektiv wahrgenommene Bedingungen wie Wind und gefühlte Temperatur das Nutzungsverhalten beeinflussen.

„Sonnencremespender sind die optimale Art von Hautkrebsprävention“, sagt Johanna Schmidt, wissenschaftliche Koordinatorin der Aktion am CCC-MV. „Unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft können alle den Spender und die Sonnencreme nutzen, um sich vor Hautschäden zu schützen. Einfacher geht Krebsprävention kaum. Und wir können die gewonnenen Daten nutzen, um zukünftig je nach Standort für die Menschen im Land noch passgenauer vorbeugende Angebote zu gestalten.“

Perspektive des Pilotprojektes

Ob das Angebot an Rostocks Stränden künftig noch ausgebaut wird, ist aktuell Teil von Gesprächen. „Die Nutzung verdeutlicht, dass dieser Service einen großen Mehrwert für die Gäste unserer Strände darstellt. Wir prüfen aktuell, ob eine Ausweitung dieses Angebots realisierbar ist“, sagt Ulrike Döring.