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Ein Präsent zum Weltgorillatag 2026

Meldung vom 22.09.2026

Stadtwerke Rostock AG und Zoo Rostock setzen gemeinsames Zeichen für den Schutz der gefährdeten Menschenaffen

Zum Weltgorillatag am 24. September rücken der Zoo Rostock und die Stadtwerke Rostock AG die Gefährdung der Gorillas und den Erhalt ihres natürlichen Lebensraums in den Mittelpunkt. Der weltweite Aktionstag wird seit 2017 begangen, um auf die Bedrohung der faszinierenden Menschenaffen aufmerksam zu machen. Aus diesem Anlass dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf ein interaktives Programm der Artenschutzorganisation Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. am Sonntag, dem 27. September 2026, im Darwineum freuen.

Ein Zeichen für den Artenschutz

Anlässlich des Aktionstages besuchte Oliver Brünnich, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Rostock AG, die Gorillagruppe im Darwineum. Im Gepäck hatte er einen prall gefüllten Präsentkorb mit frischem Gemüse und verschiedenem Beschäftigungsmaterial für die Tiere. Die Stadtwerke Rostock AG engagiert sich seit 2004 als Premiumpartner des Zoo Rostock ist Tierpatin der Rostocker Gorillagruppe um Silberrücken Assumbo.

"Als langjährigem Tierpaten liegt mir das Wohlergehen der Rostocker Gorillagruppe besonders am Herzen. Die Tiere aus der Nähe zu beobachten und ihr aktives Miteinander zu erleben, ist immer wieder faszinierend", betonte Oliver Brünnich. "Als Partner des Zoo Rostock möchten wir mit unserem Engagement das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig der Schutz ihrer natürlichen Lebensräume ist."
Zoodirektorin Antje Angeli hob die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften hervor: "Unsere Gorillas hier im Zoo Rostock sind Botschafter für ihre vom Aussterben bedrohten Artgenossen in der Natur. Mit ihrer langjährigen Unterstützung leisten die Stadtwerke einen wichtigen Beitrag zu unserem Engagement für den Natur- und Artenschutz."

Weltgorillatag: Bedrohungen und konkreter Schutz in Afrika

Ein zentrales Problem für die wildlebenden Menschenaffen ist der stetige Verlust ihres natürlichen Lebensraums. Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) gelten Westliche Flachlandgorillas als vom Aussterben bedroht. In Zentralafrika setzen Abholzung, der Abbau von Bodenschätzen, Wilderei sowie Krankheiten und kriegerische Konflikte den Gorillabeständen massiv zu. Zudem führen isolierte Waldinseln dazu, dass Populationen voneinander abgeschnitten werden.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, unterstützt der Zoo Rostock seit 2017 die Artenschutzorganisation Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. Der Verein wurde 1984 gegründet und engagiert sich direkt vor Ort in Afrika, unter anderem beim Schutz des 10.830 Quadratkilometer großen Maiko-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo.

Schutz ist jedoch nur im Schulterschluss mit der lokalen Bevölkerung möglich: Neben der Ausrüstung, medizinischen Versorgung und fairen Bezahlung von Wildhütern fließen die Spenden daher auch in Umweltbildung, die Schaffung von Verdienstmöglichkeiten für Anwohner sowie Wiederbewaldungsprojekte. "Die verbleibenden Gorilla-Bestände dauerhaft zu sichern, ist eine globale Aufgabe. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir ihren Lebensraum für die Zukunft bewahren", unterstreicht Vereinsmitglied Hanna Schubert.

Infotag am 27. September: Was hat unser Smartphone mit Gorillas zu tun?

Ergänzend zum Weltgorillatag lädt der Zoo Rostock gemeinsam mit der Artenschutzorganisation Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. am Sonntag, dem 27. September 2026, zu einem Aktionstag ein. Im Darwineum (vor dem Kinosaal) können sich Besucherinnen und Besucher im Zeitraum von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr an einem Infostand über die Arbeit und die Projekte der Organisation informieren.

Im Zentrum des Infostandes steht dabei eine spannende Frage aus unserem Alltag: Was hat unser Smartphone mit dem Schutz von Gorillas zu tun? Anhand anschaulicher Rohstoffe wird gezeigt, welche wertvollen Metalle in Mobiltelefonen verbaut sind und welche Auswirkungen deren Abbau auf den natürlichen Lebensraum der Affen hat. Zudem lässt sich vor Ort der Unterschied zwischen herkömmlichen Handys und Geräten in modularer Bauweise anschaulich nachvollziehen.

Auf die jüngeren Zoogäste warten abwechslungsreiche und lehrreiche Mitmachangebote. Der Zoo Rostock und die Stadtwerke Rostock AG laden alle Interessierten herzlich ein, den Infotag im Darwineum zu besuchen und mehr über den Schutz der Menschenaffen zu erfahren. Weitere Informationen sind zu finden unter www.berggorilla.org.

HINTERGRUND: Westliche Flachlandgorillas

Gorillas sind die größten und schwersten Primaten. Ihre Körpergröße liegt zwischen 1,25 und 1,75 Metern und die Männchen können bis zu 200 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Weibchen sind mit 70 bis 90 Kilogramm leichter. Mit dem schwarzen Fell, ihrer dunklen Haut, den breiten Nasenwülsten und ihrer stattlichen Größe wirken die Gorillas auf den ersten Blick recht finster. Doch die Tiere leben ausgesprochen friedlich in Gruppen zusammen. Zumeist beschützt ein ausgewachsener Silberrücken mehrere Weibchen und deren Nachwuchs. Gorilla-Jungtiere haben wie Menschen eine lange Entwicklungsphase. Sie werden jahrelang von ihren Müttern umhergetragen und umsorgt. Westliche Flachlandgorillas leben in den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über mehrere Länder, darunter Kamerun, Gabun, die Republik Kongo, Äquatorialguinea, Angola und die Zentralafrikanische Republik. Dort verbringen sie die meiste Zeit auf dem Boden des Waldes, wo sie nach Blättern, Früchten und Kräutern suchen.