Zum 20. Mal Rostocker Kunstpreis in Kunsthalle Rostock
Vier Künstlerinnen und Künstler sind für den Rostocker Kunstpreis 2026 nominiert. Die Jury wählte am 5. Oktober 2026 aus insgesamt 77 Bewerbungen die Maler Carlo-Leopold Broschewitz, Marie Jeschke, Juli Schupa und Miro Zahra aus. Der diesjährige Kunstpreis ist der Malerei gewidmet und wird zum 20. Mal vergeben.
Die Nominierten repräsentieren unterschiedliche künstlerische Positionen und Generationen. Mit der Auswahl würdigt die Jury die Vielfalt der zeitgenössischen Malerei. Ausgewählte Werke der vier Nominierten werden ab dem 12. Dezember 2026 in der Kunsthalle Rostock präsentiert. Die Ausstellung gibt dem Publikum Gelegenheit, die künstlerischen Handschriften kennenzulernen und sich mit den unterschiedlichen Ansätzen der Malerei auseinanderzusetzen.
Die Nominierten im Überblick
Carlo-Leopold Broschewitz, geboren 1980, lebt in Kambs.
Marie Jeschke, geboren 1982, lebt in Berlin.
Juli Schupa, geboren 1984, lebt in Neubrandenburg.
Miro Zahra, geboren 1960, lebt in Plüschow.
Für den diesjährigen Preis gingen 77 Bewerbungen ein, darunter 46 von Frauen und 31 von Männern. Die Auswahl der Jury bildet die Grundlage für die Ausstellung, in der die vier nominierten Positionen vorgestellt werden. Die Entscheidung über die Vergabe des Kunstpreises fällt im Januar 2027.
Der Rostocker Kunstpreis wurde von der Kulturstiftung Rostock e. V. initiiert und wird seit 2006 in wechselnden künstlerischen Genres ausgeschrieben und verliehen. Die PROVINZIAL-Versicherung fördert den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Verliehen wird er gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Die Jury für den Rostocker Kunstpreis 2026 setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Alexander Wagner (Kunsthochschule Berlin-Weißensee), Olivia Franke (Künstlerhaus Lukas/Neues Kunstmuseum Ahrenshoop), Ulrike Pennewitz (Kunstsammlung Neubrandenburg), Dr. Kornelia Röder (Kuratorin am Schaumagazin Schwerin), Dr. Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock), Antje Schunke (Kunsthalle Rostock), Dr. Heidrun Lorenzen (Kulturstiftung Rostock e. V.) und Gabriele Struck (Kulturstiftung Rostock e. V.). Die Moderation übernahm Prof. Dr. Wolfgang Methling (Kulturstiftung Rostock e. V.).
Die Ausstellung mit ausgewählten Werken der vier Nominierten wird am Samstag, 12. Dezember 2026, um 16 Uhr in der Kunsthalle Rostock eröffnet. Die Verleihung des Rostocker Kunstpreises 2026 findet am Samstag, 16. Januar 2027, um 16 Uhr ebenfalls in der Kunsthalle Rostock statt. Wir laden herzlich zu beiden Veranstaltungen ein.
2003-2006 Ausbildung Steinbildhauer in Neu Nantrow
2006-2012 Studium und Diplom Bildhauerei in Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle (Prof. Göbel, Prof. Raetsch)
ab 2013 Atelier in Leipzig
2016 Gründung Stoffdach GmbH
2017 Gründung Kunstverein Salve e.V. und Atelier in Kambs
2021 Meisterschüler an Burg Giebichenstein bei Prof. Neubert
2022 Gründung des Kunstraumes
Malerei ist abwechslungsreiches, außergewöhnliches Spiel mit Farben, Formen und Symboliken, visueller Kraft, philosophischer und gesellschaftlicher Tiefe, Reflexionen über Zeit, Freiheit, Sehnsüchte, Umweltbewusstsein und menschliche Beziehungen
Marie Jeschke:
geb. 1982 in Rostock, wohnt in Berlin
Kindheit in Stralsund
2005: Studium Kulturjournalismus und Medienkommunikation an Akademie für Mode und Design Hamburg
2011 Studium Kunsterziehung, spezifisch zu inklusiver Praxis an Humboldt Universität Berlin, Bachelor und Master
2014 Studium Feine Kunst an Universität der Künste Berlin (UdK), Meisterschülerin mit Diplom und Master
2013 Künstlergruppe MAIK Alles Gute mit Raik Zimmermann und Bubi Scholz
2016 Gründung Jeschkelanger mit Anja Langer (funktionale Kunstwerke mit Glas, Ton und vergessenen Materialien, Abfallglas u.a.)
Künstlergruppe Mindscape Universe mit Lucia Kempkes u.a. Künstlern seit 2016 Einzelausstellungen in London, Berlin, Leipzig, Brüssel, Klempenow, Wroclaw, Ahrenshoop, Kopenhagen, Dresden, Rostock, Wolfsburg, Greifswald
2025 Lehraufträge an Universität Greifswald und UdK Berlin
Juli Schupa :
geb. 1984 in Neubrandenburg, wohnt in Neubrandenburg
ab 2004 Studienstationen in Jena, Hamburg und Niederlande
Studium an Burg Giebichenstein Halle (Malerei und Bildgestaltung)
besonderes Interesse an Raumgestaltung und Industriedesign, his-torischen Backsteingebäuden und Betonwänden moderner Wohn- und Industriebauten
verbindet Materialien wie Ziegel und Beton mit Malerei
Mixed Media Werke auf selbstgeschaffenem Beton-/Zementuntergrund mit Acrylfarben, Spachtelmassen, Fliesen u.a. Materialien
schafft Außenkunst für Innenräume (concret artworks), inspiriert von Streetart und Architektur
ab 2017 Ausstellungen in Jena, Hamburg, Leipzig, Berlin, Halle, Neubrandenburg, Schwerin
Miro Zahra:
geb. 1960 in Böhmen, Tschechoslowakei, wohnt Plüschow
1979 Abitur in Prag
1980-1985 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
1990 bis 1993 Aufbau des Künstlerhauses Plüschow (gemeinsam mit Ehemann Udo Rathke)
1997-2002, 2005-2009, 2015-2017 Leitung des Künstlerhauses
2012-2014 Vorsitzende des Künstlerbundes MV
Schloss Plüschow bietet Raum für weltoffene Künstlerförderung und Ausstellungen
aktiv im Fachbeirat für Kunst am Bau und im Landesverband der Museen, Galerien und Kunstvereine sowie in der Kommunalpolitik
in Zahras Malerei dominieren verhaltene Farbtöne, sie bevorzugt Ölfarbe, besonders Rot
ihre Arbeiten sind selten gegenständlich, sondern entstehen aus dem Malprozess heraus
mehrere Werke für den öffentlichen Raum in MV
sie erhielt mehrere Stipendien u.a. in USA und Japan
Preise: u.a. 2015 den Kulturpreis des Landes MV, 2006 den Kunstpreis der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe
seit 1989 zahlreiche Ausstellungen in renommierten Galerien und Kunsthallen in Schwerin, Rostock, Berlin, Hannover, Hamburg, Rom, Chicago