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Rostocker Kunstpreis 2026 - Jubiläumsausstellung

Meldung vom 14.10.2026 - Kultur, Freizeit, Sport

Zum 20. Mal Rostocker Kunstpreis in Kunsthalle Rostock

Vier Künstlerinnen und Künstler sind für den Rostocker Kunstpreis 2026 nominiert. Die Jury wählte am 5. Oktober 2026 aus insgesamt 77 Bewerbungen die Maler Carlo-Leopold Broschewitz, Marie Jeschke, Juli Schupa und Miro Zahra aus. Der diesjährige Kunstpreis ist der Malerei gewidmet und wird zum 20. Mal vergeben.

Die Nominierten repräsentieren unterschiedliche künstlerische Positionen und Generationen. Mit der Auswahl würdigt die Jury die Vielfalt der zeitgenössischen Malerei. Ausgewählte Werke der vier Nominierten werden ab dem 12. Dezember 2026 in der Kunsthalle Rostock präsentiert. Die Ausstellung gibt dem Publikum Gelegenheit, die künstlerischen Handschriften kennenzulernen und sich mit den unterschiedlichen Ansätzen der Malerei auseinanderzusetzen.

Die Nominierten im Überblick

  • Carlo-Leopold Broschewitz, geboren 1980, lebt in Kambs.
  • Marie Jeschke, geboren 1982, lebt in Berlin.
  • Juli Schupa, geboren 1984, lebt in Neubrandenburg.
  • Miro Zahra, geboren 1960, lebt in Plüschow.

Für den diesjährigen Preis gingen 77 Bewerbungen ein, darunter 46 von Frauen und 31 von Männern. Die Auswahl der Jury bildet die Grundlage für die Ausstellung, in der die vier nominierten Positionen vorgestellt werden. Die Entscheidung über die Vergabe des Kunstpreises fällt im Januar 2027.

Der Rostocker Kunstpreis wurde von der Kulturstiftung Rostock e. V. initiiert und wird seit 2006 in wechselnden künstlerischen Genres ausgeschrieben und verliehen. Die PROVINZIAL-Versicherung fördert den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Verliehen wird er gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Die Jury für den Rostocker Kunstpreis 2026 setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Alexander Wagner (Kunsthochschule Berlin-Weißensee), Olivia Franke (Künstlerhaus Lukas/Neues Kunstmuseum Ahrenshoop), Ulrike Pennewitz (Kunstsammlung Neubrandenburg), Dr. Kornelia Röder (Kuratorin am Schaumagazin Schwerin), Dr. Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock), Antje Schunke (Kunsthalle Rostock), Dr. Heidrun Lorenzen (Kulturstiftung Rostock e. V.) und Gabriele Struck (Kulturstiftung Rostock e. V.). Die Moderation übernahm Prof. Dr. Wolfgang Methling (Kulturstiftung Rostock e. V.).

Die Ausstellung mit ausgewählten Werken der vier Nominierten wird am Samstag, 12. Dezember 2026, um 16 Uhr in der Kunsthalle Rostock eröffnet. Die Verleihung des Rostocker Kunstpreises 2026 findet am Samstag, 16. Januar 2027, um 16 Uhr ebenfalls in der Kunsthalle Rostock statt. Wir laden herzlich zu beiden Veranstaltungen ein.

Carlo-Leopold Broschewitz:

  • geb. 1990 in Rostock, wohnt in Kambs
  • 2001-2002 Studium Philosophie Universität Rostock
  • 2002-2003 Studium Produktdesign HS Wismar
  • 2003-2006 Ausbildung Steinbildhauer in Neu Nantrow
  • 2006-2012 Studium und Diplom Bildhauerei in Kunsthochschule
    Burg Giebichenstein Halle (Prof. Göbel, Prof. Raetsch)
  • ab 2013 Atelier in Leipzig
  • 2016 Gründung Stoffdach GmbH
  • 2017 Gründung Kunstverein Salve e.V. und Atelier in Kambs
  • 2021 Meisterschüler an Burg Giebichenstein bei Prof. Neubert
  • 2022 Gründung des Kunstraumes
  • Malerei ist abwechslungsreiches, außergewöhnliches Spiel mit
    Farben, Formen und Symboliken, visueller Kraft, philosophischer
    und gesellschaftlicher Tiefe, Reflexionen über Zeit, Freiheit, Sehnsüchte,
    Umweltbewusstsein und menschliche Beziehungen

Marie Jeschke:

  • geb. 1982 in Rostock, wohnt in Berlin
  • Kindheit in Stralsund
  • 2005: Studium Kulturjournalismus und Medienkommunikation an
    Akademie für Mode und Design Hamburg
  • 2011 Studium Kunsterziehung, spezifisch zu inklusiver Praxis
    an Humboldt Universität Berlin, Bachelor und Master
  • 2014 Studium Feine Kunst an Universität der Künste Berlin (UdK),
    Meisterschülerin mit Diplom und Master
  • 2013 Künstlergruppe MAIK Alles Gute mit Raik Zimmermann und
    Bubi Scholz
  • 2016 Gründung Jeschkelanger mit Anja Langer (funktionale
    Kunstwerke mit Glas, Ton und vergessenen Materialien, Abfallglas
    u.a.)
  • Künstlergruppe Mindscape Universe mit Lucia Kempkes u.a. Künstlern
    seit 2016 Einzelausstellungen in London, Berlin, Leipzig, Brüssel, Klempenow, Wroclaw, Ahrenshoop, Kopenhagen, Dresden, Rostock, Wolfsburg, Greifswald
  • 2025 Lehraufträge an Universität Greifswald und UdK Berlin

Juli Schupa :

  • geb. 1984 in Neubrandenburg, wohnt in Neubrandenburg
  • ab 2004 Studienstationen in Jena, Hamburg und Niederlande
  • Studium an Burg Giebichenstein Halle (Malerei und Bildgestaltung)
  • besonderes Interesse an Raumgestaltung und Industriedesign, his-torischen Backsteingebäuden und Betonwänden moderner Wohn- und Industriebauten
  • verbindet Materialien wie Ziegel und Beton mit Malerei
  • Mixed Media Werke auf selbstgeschaffenem Beton-/Zementuntergrund mit Acrylfarben, Spachtelmassen, Fliesen u.a. Materialien
  • schafft Außenkunst für Innenräume (concret artworks), inspiriert von Streetart und Architektur
  • ab 2017 Ausstellungen in Jena, Hamburg, Leipzig, Berlin, Halle,
    Neubrandenburg, Schwerin

Miro Zahra:

  • geb. 1960 in Böhmen, Tschechoslowakei, wohnt Plüschow
  • 1979 Abitur in Prag
  • 1980-1985 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
  • 1990 bis 1993 Aufbau des Künstlerhauses Plüschow (gemeinsam mit Ehemann Udo Rathke)
  • 1997-2002, 2005-2009, 2015-2017 Leitung des Künstlerhauses
  • 2012-2014 Vorsitzende des Künstlerbundes MV
  • Schloss Plüschow bietet Raum für weltoffene Künstlerförderung und Ausstellungen
  • aktiv im Fachbeirat für Kunst am Bau und im Landesverband der Museen, Galerien und Kunstvereine sowie in der Kommunalpolitik
  • in Zahras Malerei dominieren verhaltene Farbtöne, sie bevorzugt Ölfarbe, besonders Rot
  • ihre Arbeiten sind selten gegenständlich, sondern entstehen aus dem Malprozess heraus
  • mehrere Werke für den öffentlichen Raum in MV
  • sie erhielt mehrere Stipendien u.a. in USA und Japan
  • Preise: u.a. 2015 den Kulturpreis des Landes MV, 2006 den Kunstpreis der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe
  • seit 1989 zahlreiche Ausstellungen in renommierten Galerien und Kunsthallen in Schwerin, Rostock, Berlin, Hannover, Hamburg, Rom, Chicago