Podiumsdiskussion bei „Uni im Rathaus“ am 29. Oktober
Möglichst lange mobil, selbstständig und gesund bleiben - das wünschen sich viele Menschen. Spazieren gehen, reisen, Sport treiben oder einfach den Alltag selbstständig bewältigen. Künstliche Gelenke und moderne Wundauflagen können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Doch warum funktionieren diese medizinischen Hilfsmittel bei den meisten Menschen über viele Jahre problemlos, während sie bei anderen unerwünschte Entzündungen auslösen? Noch ist nicht vollständig verstanden, warum der Körper auf dasselbe Material unterschiedlich reagiert.
Antworten auf diese Frage gibt eine öffentliche Podiumsdiskussion am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18 Uhr in der Rathaushalle Rostock bei der Veranstaltungsreihe „Uni im Rathaus”. Unter dem Titel „Aktiv bis ins hohe Alter - was verraten uns Entzündungen bei künstlichen Gelenken und Wundauflagen?“ lädt das DFG-Graduiertenkolleg 2901 SYLOBIO im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Uni im Rathaus“ dazu ein, aktuelle Forschung kennenzulernen, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen zu stellen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Graduiertenkolleg SYLOBIO arbeiten Promovierende an der Universitätsmedizin Rostock, der Universität Rostock und der Universitätsmedizin Greifswald gemeinsam mit erfahrenen Forschenden zusammen. Sie untersuchen, wie der menschliche Kör-per auf unterschiedliche Biomaterialien reagiert.
„Wir wollen verstehen, warum eingesetzte Biomaterialien bei den meisten Menschen sehr gut funktionieren, jedoch in manchen Fällen entzündliche Reaktionen im um-liegenden Gewebe hervorrufen. Je besser wir diese Prozesse verstehen, desto gezielter können die Materialien künftig auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden“, erklärt Prof. Dr. Rainer Bader, Sprecher des Graduiertenkollegs und Leiter des Forschungslabors für Biomechanik und Implantattechnologie der Universitätsmedizin Rostock.
Wie viel Entzündung ist für die Heilung notwendig und wann schadet sie? Was passiert an der Kontaktfläche zwischen Körper und Material? Und was können die Forschenden daraus für Implantate und Wundauflagen der Zukunft lernen? Darüber sprechen Prof. Dr. Rainer Bader, Prof. Dr. Steffen Emmert und PD Dr. Anika Jonitz-Heincke bei „Uni im Rathaus“.
Gemeinsam mit Christian Körtge (Geschäftsführer) und Dr. Francia Molina (Leiterin Forschung und Entwicklung), beide DOT GmbH, sowie Ronny Möckel, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Rostock, geben sie anhand aktueller Forschungsarbeiten Einblicke in ihre Arbeit. Die Moderation übernimmt Renate Heusch-Lahl. Zudem können Besucherinnen und Besucher ihre Fragen an die Teilnehmer der Podiumsdiskussion stellen.
Termin: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr Ort: Rathaushalle, Rathaus, Neuer Markt 1, 18055 Rostock Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich
Die Gesprächsreihe „Uni im Rathaus“ wird von der Interdisziplinären Fakultät an der Universität Rostock gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock organisiert.
Das DFG-Graduiertenkolleg 2901 „Systemische und lokale Reaktionen bei Unverträglichkeit gegenüber Biomaterialien für Gelenk- und Haut-läsionen“ (SYLOBIO) wird seit 01.07.2024 zunächst für fünf Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 8,1 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind die Universitätsmedizin Rostock, die Universität Rostock und die Universitätsmedizin Greifswald; im Kolleg forschen 23 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.