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Rostock will seinen Mobilitätsplan weiterentwickeln

Pressemitteilung vom 27.10.2026 - Wirtschaft und Verkehr

Bürgerschaft entscheidet zum Projektantrag „SUMP Rostock“ (Sustainable Urban Mobility Plan)

Ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit Bus und Bahn: In Rostock nutzen viele Menschen denselben Verkehrsraum, mit unterschiedlichen Anforderungen an sichere und verlässliche Wege. Der SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan) soll diese Anforderungen zusammenführen und in konkrete Maßnahmen mit klaren Zuständigkeiten übersetzen. SUMP steht für Sustainable Urban Mobility Plan, einen strategischen Rahmen für die Mobilitätsplanung in Stadt und Umland. Er richtet sich an messbaren Zielen aus und wird regelmäßig überprüft.

Rostock baut dabei auf einer vorhandenen Grundlage auf. Der Mobilitätsplan Zukunft von 2017 erfüllt nach einer externen Prüfung bereits rund 60 bis 70 Prozent der SUMP-Kriterien. Das Projekt soll Lücken schließen und den Plan so aufstellen, dass er im Alltag der Verwaltung und der Stadt genutzt wird.

„Mit dem Mobilitätsplan Zukunft haben wir eine Richtung festgelegt. Mit dem SUMP wollen wir jetzt einen verbindlichen Rahmen schaffen“, sagt Dr. Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität. „Zuständigkeiten und nächste Schritte werden transparent und über das Mobilitäts-Dashboard können wir Entwicklungen und Fortschritte nachvollziehen. So wird unsere Mobilitätsplanung übersichtlicher und für Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft greifbarer. Gleichzeitig können wir damit eine wichtige Grundlage schaffen, um künftig Fördermöglichkeiten für Mobilitäts- und Infrastrukturvorhaben nutzen zu können.“

Im Mittelpunkt des Antrags steht ein digitales Arbeitsinstrument auf Kartenbasis. Es soll zeigen, welche Maßnahmen geplant sind, wer dafür zuständig ist und wie weit sie fortgeschritten sind. Ein Mobilitäts-Dashboard macht außerdem Kennzahlen sichtbar, etwa wie sich der Verkehr entwickelt und ob die gesetzten Ziele erreicht werden. Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaft aus Stadt und Umland sollen in den Prozess eingebunden werden.

Unterstützung erhält die Stadt dabei von Rostock Business und der ROSTOCK PORT GmbH, die ihre fachlichen Kenntnisse und Netzwerke in das Projekt einbringen wollen. Rostock Business möchte insbesondere die Perspektive der Wirtschaft und die Beteiligung ansässiger Unternehmen stärken. ROSTOCK PORT unterstützt die Planung eines Verkehrs- und Mobilitätshubs am Überseehafen, der die Anbindung für Reisende verbessern und den Personen- und Güterverkehr besser miteinander verknüpfen soll. Beide Partner haben ihre Unterstützung in Absichtserklärungen zugesichert.

Die Beschlussvorlage wird nun in den kommunalpolitischen Gremien beraten. Das Projekt ist vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien von Januar 2027 bis Juni 2029 angelegt und umfasst rund 783.000 Euro. 90 Prozent davon sollen aus Bundesmitteln kommen, den Eigenanteil von rund 78.300 Euro trägt die Stadt. Ob der Antrag auf Bundesebene bewilligt wird, entscheidet sich voraussichtlich Mitte Dezember. Die Verwaltung bereitet bis dahin Ausschreibungen vor, soweit das Förderrecht es zulässt. Die Bürgerschaft soll bis 2029 jedes Jahr über den Stand unterrichtet werden.

Beschlussvorlage Nr. 2026/BV/1896:
Gemeindliches Einvernehmen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum Projektantrag SUMP Rostock