Hellingkran gesichert – Sperrungen in der Hellingstraße aufgehoben
Pressemitteilung vom
Beschädigter Zuglenker durch Seilsystem ersetzt
Die Sicherungsarbeiten am historischen Hellingkran auf dem Gelände der früheren Neptunwerft sind abgeschlossen. Die verbliebenen Sperrungen in der Hellingstraße können heute im Laufe des Tages weitgehend aufgehoben werden. Nur der Arbeitsbereich hinter dem Einkaufscenter bleibt noch bis Montag gesperrt. Auch das gewerblich genutzte Gebäude Hellingstraße 3 und die Tiefgarage sind heute wieder zugänglich.
Bei der genauen Untersuchung der Auslegerkonstruktion hatten die Fachleute am so genannten Zuglenker Risse und Verformungen festgestellt. Das Bauteil war nicht mehr reparierfähig und musste abgenommen werden. Nach Einschätzung der beteiligten Experten entstanden die Schäden vermutlich durch Wasser, das im Inneren des Zuglenkers gefroren war, und Rost. Die Funktion des Zuglenkers übernimmt nun ein Seilsystem. Dafür musste die so genannte Hakenflasche des Krans abgebaut werden. Diese Lösung sichert den Kran und ermöglicht zugleich den späteren Einbau eines neuen Zuglenkers. Sie wurde von unabhängigen Experten geprüft und auch aus denkmalpflegerischer Sicht bestätigt.
„Der Hellingkran ist gesichert und die Menschen an der Hellingstraße können endlich ihre Wohnungen und Arbeitsstätten wieder uneingeschränkt nutzen. Zugleich ist es gelungen, dieses besondere Zeugnis der Rostocker Schiffbaugeschichte zu erhalten. Mein Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, den Fachleuten, der Feuerwehr, der Polizei und den Hilfsdiensten. Sie haben auch bei Rückschlägen gemeinsam an einer Lösung gearbeitet und diese anspruchsvolle Aufgabe erfolgreich bewältigt. Den Anwohnerinnen und Anwohnern danke ich für ihre Geduld und ihr Verständnis und der Wohnungsgenossenschaft für die sehr gute Zusammenarbeit“, so Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski.
Ausgangspunkt des Einsatzes war der Hinweis eines Passanten auf Schäden an der Auslegerkonstruktion. Der Trägerverein als Eigentümer hatte die Stadtverwaltung angesichts der Komplexität der notwendigen Maßnahmen um deren Übernahme im Wege einer Ersatzvornahme gebeten. Während des Einsatzes wurde der Zustand des Krans regelmäßig überprüft und mit Drohnenflügen dokumentiert. Bereits am Donnerstag hatte der Gefahrenbereich so weit verkleinert werden können, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser Hellingstraße 4 bis 6 in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.
Der 1976 errichtete Hellingkran vom Typ Neptun PWK 40 gehört zu den technischen Denkmalen der Stadt und erinnert an den Schiffbau auf dem Gelände der früheren Neptunwerft. Er kann nun wieder als Veranstaltungslocation, unter anderem für Eheschließungen, genutzt werden.
