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Gedenken an das Novemberpogrom

Pressemitteilung vom 02.11.2026 - Umwelt und Gesellschaft

Vor 88 Jahren wurde in Rostock das jüdische Kulturleben zerstört. In der Nacht des 9./10. November 1938 griffen lokale Täter angeleitet durch die NSDAP, wie überall in Deutschland, auch in Rostock die jüdische Community an. Sie setzten die Synagoge in der Augustenstraße in Brand, schändeten den Jüdischen Friedhof im Lindenpark und verwüsteten Geschäfte und Privatwohnungen von Rostocker Juden und Jüdinnen. 64jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden in so genannte Schutzhaft genommen. Durch das Novemberpogrom verschwanden die letzten öffentlichen Anzeichen jüdischen Kulturlebens in der Stadt.

Am Dienstag, 10. November 2026, findet anlässlich des 88. Jahrestages um 9.30 Uhr eine Andacht auf den Jüdischen Friedhof im Lindenpark statt. Totengebete und Psalmen werden gesprochen. Danach folgt ein gemeinsamer Gang zur Gedenkstele am früheren Standort der Synagoge in der Augustenstraße, wo gegen 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung stattfindet. Schülerinnen und Schüler des CJD Christopherus Gymnasiums werden die Namen der Rostocker Opfer der Shoah verlesen.

Am Montag, 9. November 2026, findet zudem zwischen 17.45 und 18.15 Uhr der Klang der Denksteine an unterschiedlichen Denksteinen für die Rostocker Opfer der Shoah statt. An den Denksteinen in der Altschmiedestr. 26, Am Wendländer Schilde 10, Fischbank 10/11, der Kröpeliner Straße 83, Lange Straße 15, Neuer Markt 1 sowie Paulstraße 7 werden ab 17.45 Uhr kleine Konzerte gespielt. Um 18.15 Uhr wird gemeinsam an allen Standorten das jiddische Lied „Dos Kelbl“ gesungen.