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Energie und Klima in Zahlen

Effizient, smart, nachhaltig – Unser Weg zur Energiewende

Um die Energieeffizienz zu verbessern, Treibhausgasemissionen systematisch zu erfassen und wirksame Maßnahmen zur Reduktion zu entwickeln, arbeitet die Abteilung Klimaschutz an der Entwicklung integrierter Energiekonzepte für Stadtquartiere und Bebauungspläne, erstellt Klimabilanzen und prüft die Klimarelevanz von Vorhaben.

Er dient als transparente Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Entscheidungstragende. Interessierten gibt der Klimakompass einen Überblick über relevante Daten, Kennzahlen und Maßnahmen zum Klimaschutz. 

Zum KlimaKompass der Hanse- und Universitätsstadt Rostock geht es über den folgenden Link: https://www.klimakompass-rostock.de/  

Eine Klimabilanzierung gibt an, wie viel Treibhausgase in einem Bilanzkreis ausgestoßen werden. Wir bilanzieren jährlich zum einen mit Hilfe des Klimaschutz-Planers die Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet der Hanse- und Universitätsstadt Rostock (Bilanzkreis territorial).

Zum anderen werden die Treibhausgasemissionen der Stadtverwaltung sowie der kommunalen Unternehmen (mit einer Beteiligung > 50%) durch deren Energieverbräuche bilanziert (Bilanzkreis kommunal).
Der Bilanzkreis kommunal ist eine Teilmenge des Bilanzkreises territorial.

Werden Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen, so geht das mit einer Reduktion der Treibhausgasemissionen einher und eine Verbesserung der CO2-Bilanz im entsprechenden Sektor oder Handlungsfeld ist die Folge.

Weitere Informationen zu bereits umgesetzten Maßnahmen und zur CO₂-Bilanzierung finden Sie auf dem KlimaKompass der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

 In diesem Kapitel wird aufgezeigt, welche Maßnahmen im unmittelbaren Einflussbereich der Verwaltung ergriffen wurden, um die aus der Verwaltungstätigkeit resultierenden CO2-Emissionen zu reduzieren.

Geschäftsanweisung zu Dienstreisen und -gängen

In der Geschäftsanweisung liegt der Fokus auf der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Vermeidung von Inlandsflügen. Dadurch werden die Mitarbeitenden sensibilisiert, sich Gedanken über Ihren CO2-Fußabdruck bei Reisetätigkeiten zu machen.

 → Geschäftsanweisung zur Vorlage für die Bürgerschaft, ihre Ausschüsse und Ortsbeiräte

Bei allen Vorlagen, die der Bürgerschaft, ihren Ausschüssen oder den Ortsbeiräten zur Entscheidung vorgelegt werden, wird ausgewiesen, ob das jeweilige Vorhaben klimarelevante Auswirkungen hat. Im Rahmen einer sogenannten Basisprüfung überprüft das zuständige Fachamt (Nutzervertreter), ob und in welchem Umfang das Vorhaben das Klima beeinflusst. Diese Einschätzung wird in die Vorlage aufgenommen und dient der transparenten Information der Entscheidungsgremien.

Hat es keine Auswirkungen, ist der Vorgang abgeschlossen.

Bei klimarelevanten Auswirkungen findet eine Detailprüfung durch die Abteilung Klimaschutz des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz statt. Eine Stellungnahme wird in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachamt erstellt und der Vorlage als Anlage beigefügt.

 → Energiekonzept und Klimaschutzfachbeitrag

Energiekonzepte dienen als strategisches Planungsinstrument für die effiziente Nutzung von Energie sowie den Ausbau erneuerbarer Energien in Kommunen. Der inhaltliche Fokus liegt bei der Analyse des Ist-Zustandes (Energiebedarf, Erzeugung und Verteilung) und der Ableitung von Maßnahmen, Szenarien und Zielpfaden.

Der Klimaschutzfachbeitrag übersetzt die strategischen Aussagen des Energiekonzeptes in konkrete Festsetzungen, Hinweise und Kriterien in Rahmen von Bauleit- und Stadtplanungsprozessen. Dabei dienen Klimaschutzfachbeiträge als Prüf- und Bewertungsinstrument im Rahmen der Umweltprüfung nach BauGB.

Kommunales Energiemanagement dient der systematischen Steuerung und Optimierung des Energieeinsatzes insbesondere in den Liegenschaften der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. In diesem Zusammenhang findet jährlich eine methodische Erfassung sowie Auswertung der Medienverbräuche (Wärme, Strom und Wasser) der Liegenschaften statt. Die kommunalen Liegenschaften liegen im Verantwortungsbereich des Eigenbetriebes kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Den aktuellen Energiebericht sowie gebäudespezifische Energieausweise finden Sie hier auf der Homepage des KOE: Energieausweise städtischer Immobilien

Auf der Basis des „Geoportal Rostock“ wird im Thema „Energieversorgung“ flächendeckend dargestellt, welche Möglichkeiten der Energieversorgung aktuell und potentiell an jedem Punkt der Hansestadt verfügbar sind. Zahlreiche Untersuchungen zur alternativen Energieversorgung liegen inzwischen vor, z.B. die Erfassung der Geothermie- und Abwärmepotentiale sowie eine Studie zur solaren Dachnutzung. Unterlegt ist ebenfalls der Wärmeenergiebedarf des Gebäudebestandes.

Das vorliegende Datenangebot soll dazu dienen, bei Neubau- und Sanierungsvorhaben einen Überblick über alternative bzw. sich ergänzende Möglichkeiten zur Energieversorgung zu erhalten. Für die Realisierung ist in jedem Einzelfall eine genaue Prüfung der Voraussetzungen und Parameter unter Einbeziehung der unmittelbaren Umgebung zwingend erforderlich.

Der Datenbestand wird ständig ergänzt und fortgeschrieben, erhebt daher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und begründet keine Gewährleistungsansprüche.

Geoportal Rostock

Der Energiebedarf der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird jährlich erfasst und statistisch ausgewertet, um die Erfüllung der Ziele des Masterplanes 100% Klimaschutz zu überwachen und notwendige weitere Maßnahmen abzuleiten. Der Plan sieht vor, den Energiebedarf von 1990 bis zum Jahr 2050 zu halbieren. Einflussfaktoren für den Energiebedarf sind die Einwohner- und Berufspendlerzahlen, Wirtschaftsentwicklung sowie Witterung/Klima. Ermittelt wird der Energiebedarf in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr, jeweils mit Betrachtung der Deckungsquellen.

Diese sollen gemäß Masterplan bis 2050 zu 100% regenerativ sein und CO2-Emissionen von nur noch 400 kg pro Einwohner verursachen. Aktuell (2024) beträgt der Endenergiebedarf bei rund 211.500 Einwohnern 2.834 GWh, d.h. 13,4 MWh pro Einwohner. Dabei werden 581 kt CO2 emittiert, d.h. 2,75 t pro Einwohner.

Wesentlich zu beeinflussen sind diese Werte durch Energieeinsparung, Effizienzsteigerung, zunehmende Bereitstellung von (Fern-)Wärme aus regenerativen Quellen und den Einsatz von Wind- und Solarstrom. Im Verkehrssektor sind die zunehmende Verlagerung des Pendlerverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel sowie alternative Antriebe die Ansatzpunkte.