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Vergangenheit zwischen Seefahrt und Sünde

Pressemitteilung vom 27.08.2026 - Kultur, Freizeit, Sport / Bildung und Wissenschaft

„Treffpunkt Stadtarchiv“ mit spannenden Themen im Herbst

Menschliches Zusammenleben funktioniert nur mit Regeln. Mindestens genauso menschlich scheint es jedoch, diese Regeln immer wieder zu brechen oder zu umgehen. Ausschweifung, Laster, Sünde, Unsittlichkeit – unter vielen Bezeichnungen wurde als „inakzeptabel“ verstandenes Verhalten verteufelt und verboten – aber nie wirklich ausgelöscht. Die Stadtgesellschaft musste damit leben und die Stadtregierung es unter Kontrolle halten – mit mehr oder weniger Erfolg. Zahlreiche Akten dokumentieren diese Versuche. Der Vortrag mit dem Titel „Rostock unzensiert: Von Lastern, Trieben und Sünden“ findet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, statt.

Vor 20 Jahren, als die Reihe „Treffpunkt Stadtarchiv“ ins Leben gerufen wurde, war die Rostocker Schifffahrt eines der ersten behandelten Themen. Das ist wenig verwunderlich, schließlich spielten der Zugang zum Meer über die Warnow und der Seehandel stets eine entscheidende Rolle für die Stadt. Viele Quellen vom Schiffsfoto bis hin zur Seekarte haben sich im Archiv erhalten – zu viele, um es bei nur einem Vortrag zu belassen. Daher widmen sich die Archivarinnen und Archivare am Donnerstag, 19. November 2026, mit „Rostock Ahoi! - Geschichten von Schiffen, Wasser und Matrosen aus dem Stadtarchiv“ der maritimen Vergangenheit – angefangen bei A wie Anker bis zu Z wie Zwischendeck.

Beide Veranstaltungen finden im Festsaal des Rathauses, Neuer Markt 1, statt und beginnen ab 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Am Mittwoch, 11. November 2026, findet erneut ein Workshop zur Familienforschung statt. Vermittelt werden die grundlegenden Herangehensweisen an die genealogische Forschung und der Umgang mit den benötigten Quellengattungen.

Darüber hinaus erweitert das Stadtarchiv sein Angebot an Workshops: Private Unterlagen, seien sie aus Papier oder aus Bits und Bytes, unterliegen den gleichen Lagerungsproblemen wie Archivgut. Papier vergilbt oder zerfällt mit der Zeit, alte Dateiformate lassen sich nach wenigen Jahren nicht mehr öffnen. Um die Lagerungsfähigkeit von Überlieferungen zu erhöhen, setzen Archive auf spezielle Materialien und strenge Richtwerte zur richtigen Lagerung. Viele davon lassen sich jedoch auch zuhause umsetzen und erzielen eine gute Verbesserung der Haltbarkeit. Im Workshop erhalten Interessierte Hinweise aus dem Archivalltag und Empfehlungen zum Umgang mit privaten Aufzeichnungen, Fotografien und Dateien. Der Workshop „Archivierung für Zuhause“ findet am Mittwoch, 25. November 2026, statt.

Beide Workshops beginnen jeweils um 13.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl eine Anmeldung unter E-Mail: stadtarchiv@rostock.de erforderlich.