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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar – Gedenkveranstaltung und Augen auf-Kinotag

Pressemitteilung vom 21.01.2026 - Umwelt und Gesellschaft

Deutschlandweit wird jährlich am 27. Januar - dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz - der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Auch in Rostock verfolgten die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 auf Basis ihrer völkischen Doktrin Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas, Mitglieder der KPD, der SPD und der Gewerkschaften, widerständige Personen aus den christlichen Kirchen, homosexuelle und queere Menschen sowie als krank und behindert geltende Personen.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird am 27. Januar 2026 dieser Menschen gedenken und ihr Schicksal in Erinnerung rufen, teilt das Kulturamt mit. Ab 15 Uhr findet eine offizielle Gedenkstunde am Gedenkort für die auf Rostocker Friedhöfen begrabenen Verfolgten des Nationalsozialismus auf dem Neuen Friedhof statt. Nach der Rede von Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger können Kränze und Blumen niedergelegt werden.

Unter dem Motto „Wann erhebe ich meine Stimme?“ lädt der „Augen auf-Kinotag“ am 27. Januar 2026 um 18 Uhr im Lichtspieltheater Wundervoll-Metropol, Barnstorfer Weg 4, dazu ein, sich mit der Historie und der Bedeutung des Nationalsozialismus für heutige Generationen auseinanderzusetzen. Die Publikumspremiere des Kinder- und Familienfilms „Das geheime Stockwerk“ (2025) des Regisseurs Norbert Lechner widmet sich dieser Frage. Senator Steffen Bockhahn wird zu einem Grußwort erwartet. Nach der Filmaufführung sind Interessenten zu einem Gespräch mit dem Darsteller André Jung und dem Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald Christian Ulbricht eingeladen. Tickets für den Augen auf-Kinotag online unter www.liwu.de .

Bereits an den Vormittagen des 27. und 28. Januar 2026 können Schulklassen im Lichtspieltheater Wundervoll-Metropol vier ausgewählte Filme zur Thematik erleben und diskutieren. Diese erzählen Geschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus berührend, zeitgemäß und altersgerecht. Zu allen Vorstellungen werden Filmschaffende sowie Filmexpertinnen und –experten erwartet. Informationen und Anmeldung unter https://www.augenauf-kinotag.de/schulkino/schulprogramm-am-kinotag/programm-rostock .

Der „Augen auf-Kinotag“ ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, der Agentur Jetzt & Morgen, VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz, in Kooperation mit den SchulKinoWochen/ Filmland MV, der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern sowie der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.