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Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Liebe Rostockerinnen und Rostocker,
liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

ein Sprichwort aus Dänemark besagt: „Der größte Held ist der, der sich überwinden kann.“

Wer neu durchstarten will, sollte nicht morgen anfangen, sondern schon heute. Es geht nicht darum, Helden zu schaffen, sondern seinen eigenen Weg zu finden, wie man im Berufsleben neu anfangen oder weiterkommen kann oder wie das eigene Unternehmen gestärkt oder unterstützt werden sollte. Das ESF–Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier -  BIWAQ“ bietet uns allen gemeinsam eine Möglichkeit, sich neu zu finden, neue Wege zu gehen und sich dabei Hilfe zu holen, um die eigenen Ideen umzusetzen.

Allein im Bereich der Digitalisierung können  viele neue Möglichkeiten genutzt werden, um Arbeitsplätze zu schaffen, um Teilhabe an Bildung, Arbeit und Coaching zu verwirklichen und um sich und seinen Stadtteil zu stärken. Die gewerbliche Entwicklung in den von Soziale Stadt-Programmen geförderten Stadtgebieten Nachholbedarf. Wir müssen hier gemeinsam Strukturen entwickeln und festigen, aber auch Bedarfe analysieren, um passende Angebote zu schaffen und fehlende Netzwerke auf- und auszubauen. Fangen wir einfach an und überwinden wir uns selbst, werden wir zu Helden! Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist dabei gern Ihr Partner.

Ihr Claus Ruhe Madsen

Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Rostock, im April 2020

 

„Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ“ ist ein ESF- Bundesprogramm des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für die Quartiere des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“. Ziel von BIWAQ ist die Verbesserung der Chancen für Bewohner und Bewohnerinnen aus den benachteiligten Stadtteilen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des BMI. Unterstützt werden Projekte, die: 

  • die nachhaltige Integration arbeitsloser bzw. langzeitarbeitsloser Frauen und Männer ab dem vollendeten 27. Lebensjahr in Beschäftigung unterstützen.
  • zu einer Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen. 

Im Handlungsfeld „Nachhaltige Integration in Beschäftigung“ werden beispielswiese folgende Aktivitäten gefördert: 

  • (aufsuchende) Beratung und wohnortnahe Beratungsangebote
  • passgenaue Qualifizierungen
  • Entwicklung – Weiterentwicklung berufsbezogener digitaler Kompetenzen
  • Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung, Übergangsbegleitung, etc. 

Gegenstand der Förderung im Handlungsfeld „Stärkung der lokalen Ökonomie“ ist u.a.: 

  • die Beratung lokaler Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmer
  • die Entwicklung digitaler Kompetenzen und Ressourcen, sowie die Aktivierung von Unternehmen als Wirtschaftspartner
  • Leerstandsmanagement, Ansiedlungsberatung
  • Imageförderung 

Eine besondere Bedeutung hat die Verknüpfung der beiden Handlungsfelder mit anderen Maßnahmen der integrierten und sozialen Stadtentwicklung, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und einen Mehrwert für die Quartiere und deren Bewohner und Bewohnerinnen zu schaffen. Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, Stadtteilkulturen, gemeinwohlorientierten Quartiersprojekten und Öffentlichkeitsarbeit sind  nur einige Beispiele in der Umsetzung. 

Neben BIWAQ gibt es mit dem ESF – Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ eine ressortübergreifende Zusammenarbeit des BMI mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), einem Programm, dass junge Menschen bis 26 Jahre mit besonderem Entwicklungsbedarf unterstützt.

*Auszüge aus der Förderrichtlinie ESF- Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ“ vom 13.09.2017

Gefördert werden arbeitsmarktbezogenen Aktivitäten in Gebieten des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ im: 

  1. Handlungsfeld „Nachhaltige Integration in Beschäftigung“
  2. Handlungsfeld „ Stärkung der lokalen Ökonomie“ 

Im Handlungsfeld „Nachhaltige Integration in Beschäftigung“ sollen Aktivitäten den spezifischen und individuellen Bedarfslagen der Zielgruppe vor Ort gerecht und zeitnah umgesetzt werden. Maßgeblich ist der Arbeitsmarktbezug mit dem Ziel der Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden und einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Gleichwohl können BIWAQ Projekte mit arbeitsmarktpolitischen Projekten verknüpft werden, die durch die Jobcenter und Arbeitsagenturen gefördert werden.

Nachfolgende Aktivitäten sind im Handlungsfeld 1 beispielhaft: 

  • Beratung und wohnortnahe Beratungsangebote
  • niedrigschwellige, lebensweltorientierte Aktivierungsprogramme,
  • Qualifizierungen
  • Praxiseinsätze
  • sozialpädagogische Begleitung, Aktivitäten der Gesundheitsförderung, Coaching in Einzel und Gruppenarbeit
  • Bewerbungstraining, Mobilitätsförderung, Vermittlung von Arbeit oder Ausbildung
  • Übergangsbegleitung nach erfolgreicher Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt

 Maßgeblich für die Förderfähigkeit bei diesen und weiteren Aktivitäten ist der Bezug zum Arbeitsmarkt, die Orientierung in den Quartieren der „Sozialen Stadt“ und die Schaffung von Mehrwerten für die Bewohnerinnen und Bewohner und die Quartiere. 

Das Handlungsfeld „Stärkung der lokalen Ökonomie“ orientiert auf Aktivitäten, die den spezifischen Bedarfslagen  der Unternehmen und der lokalen Wirtschaft vor Ort gerecht werden. Maßgeblich für die Förderwürdigkeit der Ansätze zur Stärkung der lokalen Unternehmen und der Quartiere als Wirtschafts- und Versorgungsstadtorte sind messbare Ergebnisse und Wirkungen der durchgeführten Aktivitäten.

 Beispiele für Aktivitäten sind im Folgenden benannt: 

  • Beratung von Mittel-, Klein – und Kleinstunternehmen zur Stabilisierung
  • Entwicklung digitaler Kompetenzen und Ressourcen
  • Leerstandmanagement
  • Ansiedlungsberatung
  • Aktivitäten zur Förderung lokaler Beschäftigung sowie Fachkräfteentwicklung
  • Imageförderung 

Die Berücksichtig der ESF- Querschnittsziele sind unumgänglich.

 

*Auszüge aus der Förderrichtlinie ESF- Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ“ vom 13.09.2017

Das ESF- Bundesprogramm BIWAQ richtet sich u.a. an (ältere) langzeitarbeitslose Frauen und Männer, Alleinerziehende, prekäre Beschäftigte, Geringqualifizierte, vor allem jene mit Migrationshintergrund ab dem vollendeten 27. Lebensjahr.

Die Gefahr besteht, dass das erhöhte Risiko der Altersarmut und die Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit sich zunehmend auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirken. Hohe Armutsrisiken und Arbeitslosigkeit bündeln sich häufig in Stadt- und Ortsteilen, in denen städtebauliche, wirtschaftliche, soziale und ökologischen Problemlagen auftreten Individuelle und wohnortnahe  Benachteiligung beeinflussen sich gegenseitig und verschärfen die Situation vor Ort.

 Hier will die Bundesregierung mit dem Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ gegensteuern. Ziel ist es, die Chancen der in diesen Stadt- und Ortsteilen lebenden Menschen zu verbessern. BIWAQ liegt ein integrierter, fachübergreifender Ansatz zugrunde: Durch gemeinsames vernetztes Handeln aller Akteure vor Ort und nachbarschaftlichen Aktivitäten im Stadtteil gelingt eine nachhaltige Verbesserung des sozialen Zusammenlebens und die Unterstützung lebenswerter Quartiere. *

 

*Auszüge aus der Förderrichtlinie ESF- Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ“ vom 13.09.2017

Zu den aus dem ESF- Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ können ausschließlich Kommunen, in deren Wirkungskreis Programmgebiete des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ liegen, gefördert werden. Die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile steht neben der Förderung und Stärkung von Nachbarschaften und sozialem Zusammenhalt im Vordergrund. 

In der Hanse – und Universitätsstadt Rostock werden aktuell aus dem ESF – Bundesprogramm die Gebiete: 

 sowohl im Handlungsfeld „Nachhaltige Integration in Beschäftigung“ als auch im Handlungsfeld „Stärkung der lokalen Ökonomie“ unterstützt.

 

*Auszüge aus der Förderrichtlinie ESF- Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier- BIWAQ“ vom 13.09.2017 sowie Auszüge des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

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