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Übung "LebEL" am 26. September im Hauptbahnhof

Meldung vom 23.09.2022

Es wird eine der größten Übungen für die Bundes- und Landespolizei in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns: In der Nacht vom 26. zum 27. September 2022 werden bis zu 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bundes- und Landespolizei in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock den Ernstfall trainieren. Ort des Geschehens ist der Rostocker Hauptbahnhof. Für Anwohnerinnen und Anwohner wird es zu Beeinträchtigungen kommen.

Eine nicht eindeutig klassifizierbare Einsatzlage mit hohem Gefährdungspotenzial für das Leben von Menschen durch einen oder mehrere bewaffnete Täter – das ist die offizielle Definition von lebensbedrohlichen Einsatzlagen, kurz „LebEL“. Mit Blick auf die Ereignisse in den vergangenen Jahren im In- und Ausland haben Polizei und Rettungsdienste ihre Einsatzpläne überarbeitet, verfeinert und angeglichen.

Es gehört zum professionellen Selbstverständnis von Sicherheitsorganisationen, den aktuellen Stand sowie die eigenen Fähigkeiten stetig zu hinterfragen. Die gemeinsame Übung von Bundes- und Landespolizei sowie der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat die Ziele, Handlungskompetenz, Effektivität sowie die gemeinsame Zusammenarbeit auf den Prüfstand zu stellen – für die Sicherheit der Menschen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Informationen für Anwohnerinnen und Anwohner

In der Zeit der Übung kommt es zu einem hohen Aufkommen an Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Blaulicht und der Einsatz von Übungsmunition sind für Außenstehende wahrnehmbar. Explosions- und Schussgeräusche werden zu hören sein. Dies ist Teil der Übung.

Es besteht keine Gefahr für Sie!

Die beiden Parkplätze am Albrecht-Kossel-Platz, Südseite Hauptbahnhof, werden am 26. September 2022 ab 15:00 Uhr gesperrt.

Ab 20:00 Uhr ist der Platz der Freundschaft zwischen Kreuzung Südring inklusive Abbiegespuren vom Südring (beide Fahrtrichtungen) bis inklusive Einfahrt P+R Parkplatz Albrecht-Kossel-Platz gesperrt. Die Anfahrt des ZOB ist über die Zufahrt Erich-Schlesinger-Straße möglich.

Die Straßenbahnen fahren ab 20:00 Uhr an der Haltestelle „Stadthalle“ ohne Halt für Ein- und Ausstieg durch. Ab 23:00 Uhr entfällt aich der Halt an der Haltestelle "Hauptbahnhof".

Der Straßenbahnverkehr durch den Hauptbahnhof wird ab 23:45 Uhr eingestellt. Straßenbahnen der Linie 5 fahren dann ab Steintor bis zur Hafenallee, der Linie 6 ab Steintor bis zur Dierkower Allee.

Während der Einstellung des Straßenbahnbetriebs erfolgt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Busse fahren in der Zeit von ca. 22:30 Uhr bis 01:00 Uhr zwischen dem Steintor und abwechselnd Südblick bzw. Campus Südstadt.

Ab 4:00 Uhr fahren die Bahnen wieder durch den Hauptbahnhof, jedoch zunächst noch ohne Halt an den Haltestellen "Hauptbahnhof" und "Stadthalle".

Die Aufhebung aller Sperrungen ist am 27. September 2022 für 04:30 Uhr vorgesehen.

Informationen für Reisende

Der Zugang zum Hauptbahnhof Rostock ist zu jedem Zeitpunkt der Übung über den Eingang Konrad-Adenauer-Platz (Nordeingang) möglich. Der Übungsbereich am Hauptbahnhof ist ab 20 Uhr gesperrt. Dazu gehören die Bahnsteige 4 bis 11, der Ausgang Süd und der Albrecht-Kossel-Platz. Ein Zugang zu den Bahnsteigen 1 bis 7 und dem Bereich der Straßenbahn im 2. Untergeschoß ist bis ca. 24 Uhr möglich.

Achten Sie bitte auf die Lautsprecherdurchsagen und Informationen im Hauptbahnhof!

Ein Zugang zum Hauptbahnhof Rostock ist zu jedem Zeitpunkt der Übung über den Eingang Konrad-Adenauer-Platz (Nordeingang) möglich.

Auch Busse und Taxis können die Nordseite des Bahnhofs nutzen.

Die beiden Parkplätze am Albrecht-Kossel-Platz, Südseite Hauptbahnhof, werden am 26. September 2022 ab 15:00 Uhr gesperrt.

Ab 20:00 Uhr ist der Platz der Freundschaft zwischen Kreuzung Südring inklusive Abbiegespuren vom Südring (beide Fahrtrichtungen) bis inklusive Einfahrt P+R Parkplatz Albrecht-Kossel-Platz gesperrt. Die Anfahrt des ZOB ist über die Zufahrt Erich-Schlesinger-Straße möglich.

Die Straßenbahnen fahren ab 20:00 Uhr an der Haltestelle „Stadthalle“ ohne Halt für Ein- und Ausstieg durch. Ab 23:00 Uhr entfällt aich der Halt an der Haltestelle "Hauptbahnhof".

Der Straßenbahnverkehr durch den Hauptbahnhof wird ab 23:45 Uhr eingestellt. Straßenbahnen der Linie 5 fahren dann ab Steintor bis zur Hafenallee, der Linie 6 ab Steintor bis zur Dierkower Allee.

Während der Einstellung des Straßenbahnbetriebs erfolgt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Busse fahren in der Zeit von ca. 22:30 Uhr bis 01:00 Uhr zwischen dem Steintor und abwechselnd Südblick bzw. Campus Südstadt.

Ab 4:00 Uhr fahren die Bahnen wieder durch den Hauptbahnhof, jedoch zunächst noch ohne Halt an den Haltestellen "Hauptbahnhof" und "Stadthalle".

Die Aufhebung aller Sperrungen ist am 27. September 2022 für 04:30 Uhr vorgesehen.

FAQ zur Übung

Anschläge der jüngeren Vergangenheit in Europa und Deutschland zeigen, dass insbesondere die Polizeibeamtinnen und -beamten im Streifeneinzeldienst als sogenannte Erstinterventionskräfte mit neuen Herausforderungen und Gefahren konfrontiert sind. Sie treffen regelmäßig als erste am Einsatzort ein und müssen bis zum Eintreffen von Spezialeinheiten agieren und in kürzester Zeit wichtige Entscheidungen treffen.

Eigens für derartige „Lebensbedrohlichen Einsatzlagen“ (LebEL) wurde eine Einsatzkonzeption erarbeitet. Dort werden neben den taktische Zielen auch die Sofortmaßnahmen beschrieben.

Jetzt soll der  Ernstfall im Bereich des Rostocker Hauptbahnhofes trainiert werden. In mehreren Durchgängen werden Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei solche Szenarien, die oft von geringen Erkenntnissen und dadurch einer unklaren Lage gekennzeichnet sind, üben.

Entsprechend der verschiedenen Übungsdurchgänge werden die eingesetzten Kräfte vor der Herausforderung stehen, u.a.

  • gegen Täter vorzugehen und diese handlungsunfähig zu machen,
  • Verletzte zu versorgen bzw. deren Versorgung zu ermöglichen und
  • die Koordination von Rettungskräften und Polizeikräften zu gewährleisten.

Ziel der Übung ist es, das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure in einer lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen zu trainieren und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Es gilt zu prüfen, ob die bestehenden Einsatzkonzepte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch funktionieren. Dabei ist es durchaus gewollt, Schwachstellen zu erkennen und auszubessern.

An der Übung beteiligen sich verschiedene Dienststellen der Bundespolizei, der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, der Hanse- udn Universitätsstadt Rostock, insbesondere der Feuerwehr Rostock, sowie die Deutschen Bahn. Insgesamt liegt die Zahl der Übungsbeteiligten bei ca. 1.000.

Eine Großübung einer solchen Dimension erfordert einen enormen Aufwand in der Vorbereitung sowie in der Durchführung: Kräfte der Bundes- und Landespolizei aus ganz Mecklenburg-Vorpommern sind dabei beteiligt. Zudem ist ein Kernelement der Übung die Darstellung von Bahnreisenden und Passanten. Diese werden durch Ausbildungsklassen der Bundes- und Landespolizei gestellt. Das Deutsche Rote Kreuz leistet personelle und logistische Unterstützung für die Maskierung von Opferdarstellern mit Theaterschminke.

Vorweg: Scharfe Munition wird nicht verschossen! Die übenden Polizistinnen und Polizisten verfügen über ihre Regelausrüstung für den täglichen Dienst. Dies beinhaltet neben der Bewaffnung mit Schusswaffen auch die Schutzausrüstung mit ballistischer Weste und Helm. Die Schusswaffen sind für den Übungseinsatz aber modifiziert, um eine Gefährdung von Übungsteilnehmern und Dritten auszuschließen.

Bundesweit wurden Übungen dieser Art  bereits einige Male durchgeführt. Vergleichbare Vorhaben sind bereits an Bahnhöfen in Berlin, Leipzig, München, Frankfurt, Hannover, Lübeck, Stuttgart und Nürnberg umgesetzt worden. 

Für die Übung werden in der Zeit von Montag, 21 Uhr, bis Dienstag, 4 Uhr, Abschnitte des Hauptbahnhofes Rostock gesperrt. Auch im Umfeld des Hauptbahnhofes ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Hierbei werden die Durchfahrt am Platz der Freundschaft sowie der Südeingang des Bahnhofs gesperrt. Durch die nächtliche Übungszeit ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer möglichst geringgehalten werden können. Anwohnende und Bahnreisende werden aber trotzdem gebeten, sich auf entsprechende Einschränkungen einzustellen. Neben den Verkehrs- und Reisebeeinträchtigungen werden im Hauptbahnhof Rostock, aber auch im Außenbereich in der betreffenden Nacht eine Vielzahl von Einsatzkräften und Einsatzfahrzeugen unterwegs sein. Auch Explosions- und Schussgeräusche sowie viele Statisten, die als Verletzte geschminkt sind, werden Teil der Übung sein und dienen der realistischen Übungsdarstellung. 

Für die leider unvermeidbaren Beeinträchtigungen bitten alle Verantwortlichen der Übung die Reisenden, Besucherinnen und Besucher des Hauptbahnhofes sowie die umliegenden Anwohnerinnen, Anwohner und Gewerbetreibende um Verständnis. Realitätsnahe Übungen sind aber unverzichtbar und dienen letztlich der Sicherheit aller Bahnreisenden, Bürgerinnen und Bürger.