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Na­vi­ga­ti­on

An­er­ken­nung als Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­kraft mit Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on aus dem Aus­land be­an­tra­gen

Der Be­ruf Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­rin oder Heil­er­zie­hungs­pfle­ger ist in Deutsch­land re­gle­men­tiert. Das be­deu­tet: Sie müs­sen ei­ne be­stimm­te Qua­li­fi­ka­ti­on nach­wei­sen, um in dem Be­ruf ar­bei­ten zu dür­fen. Wenn Sie ei­nen aus­län­di­schen Aus­bil­dungs­nach­weis zum Heil­er­zie­hungs­pfle­ger oder zur Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­rin be­sit­zen, kön­nen Sie un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen in die­sem Be­ruf in dem ge­wähl­ten Bun­des­land ar­bei­ten.

Da­für müs­sen Sie ei­nen An­trag mit al­len not­wen­di­gen Un­ter­la­gen bei der zu­stän­di­gen Lan­des­be­hör­de ein­rei­chen. Im An­er­ken­nungs­ver­fah­ren ver­gleicht die zu­stän­di­ge Lan­des­be­hör­de Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on aus dem Aus­land mit der Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on in dem ge­wähl­ten Bun­des­land. Das Ver­fah­ren hei­ßt: Gleich­wer­tig­keits­fest­stel­lung.

Nach­dem ihr An­trag ge­prüft wur­de, er­hal­ten Sie ei­ne Rück­mel­dung. Wenn Ih­nen für ei­ne An­er­ken­nung be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen feh­len, nennt der Be­scheid die we­sent­li­chen Un­ter­schie­de. Sie kön­nen dann ei­ne Aus­gleichs­maß­nah­me ma­chen.

  • Kla­ge vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt
  • Wei­te­re In­for­ma­tio­nen, wie Sie die Kla­ge ein­le­gen, fin­den Sie im An­er­ken­nungs­be­scheid.
  • An­trag
  • Ta­bel­la­ri­scher Le­bens­lauf
  • Iden­ti­täts­nach­weis (Per­so­nal­aus­weis oder Rei­se­pass)
  • Aus­län­di­sche Aus­bil­dungs­nach­wei­se
  • Nach­wei­se über Be­rufs­er­fah­rung als Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­rin oder Heil­er­zie­hungs­pfle­ger
  • Nach­wei­se sons­ti­ger Qua­li­fi­ka­tio­nen
  • Be­schei­ni­gung, dass der Be­ruf im Aus­bil­dungs­staat aus­ge­übt wer­den darf
  • Aus­kunft über be­reits ge­stell­te An­trä­ge auf An­er­ken­nung. Ge­ben Sie dann an, bei wel­cher Stel­le Sie den An­trag ge­stellt ha­ben.

    Wenn Ih­re Un­ter­la­gen nicht in deut­scher Spra­che vor­lie­gen, müs­sen Sie deut­sche Über­set­zun­gen von Ih­ren Un­ter­la­gen ein­rei­chen. Die Über­set­zun­gen müs­sen von Über­set­ze­rin­nen und Über­set­zern ge­macht wer­den, die öf­fent­lich be­stellt oder er­mäch­tigt sind.
    Sie müs­sen die Un­ter­la­gen in schrift­li­cher Form ein­rei­chen. Zeug­nis­se müs­sen in be­glau­big­ter Ko­pie vor­lie­gen. Die zu­stän­di­ge Stel­le in­for­miert Sie.
  • Gleich­wer­tig­keit Ih­rer Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on
  • Sie müs­sen be­rech­tigt sein, den Be­ruf im Aus­bil­dungs­staat aus­zu­üben.

Es kön­nen Ge­büh­ren an­fal­len. Die Hö­he rich­tet sich nach dem Auf­wand des An­er­ken­nungs­ver­fah­rens.

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern fal­len Ge­büh­ren in Hö­he von 30,00 bis 150,00 EUR an. Die Hö­he rich­tet sich nach dem Auf­wand des An­er­ken­nungs­ver­fah­rens.

Sie kön­nen den An­trag auf Fest­stel­lung der Gleich­wer­tig­keit Ih­rer Aus­bil­dung zum Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­rin oder zur Heil­er­zie­hungs­pfle­ger bei der zu­stän­di­gen Lan­des­be­hör­de stel­len. Sie müs­sen al­le da­für not­wen­di­gen Un­ter­la­gen in Form von Ko­pi­en bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de ein­rei­chen. Ei­ni­ge Un­ter­la­gen müs­sen Sie in be­glau­big­ter Ko­pie ein­rei­chen. Die zu­stän­di­ge Stel­le in­for­miert Sie.

Die zu­stän­di­ge Stel­le prüft dann: Ist Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on mit der Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on in Ih­rem Bun­des­land gleich­wer­tig? Für den Ver­gleich sind zum Bei­spiel der In­halt der Aus­bil­dung und Dau­er der Aus­bil­dung wich­tig. Die zu­stän­di­ge Stel­le be­rück­sich­tigt auch Ih­re Be­rufs­er­fah­rung, wei­te­re Be­fä­hi­gungs­nach­wei­se und Qua­li­fi­ka­tio­nen.

Die zu­stän­di­ge Stel­le prüft da­nach viel­leicht wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen. Ist Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on gleich­wer­tig und Sie er­fül­len al­le wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen, wird Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on an­er­kannt. Sie dür­fen dann in dem Bun­des­land als Heil­er­zie­hungs­pfle­ge­rin oder Heil­er­zie­hungs­pfle­ger ar­bei­ten.

Soll­te die zu­stän­di­ge Be­hör­de kei­ne Gleich­wer­tig­keit von Ih­rer Aus­bil­dung und der deut­schen Aus­bil­dung fest­stel­len kön­nen, er­hal­ten Sie ei­nen Be­scheid mit ei­ner Er­läu­te­rung der we­sent­li­chen Un­ter­schie­de. Um we­sent­li­che Un­ter­schie­de aus­zu­glei­chen, kön­nen Sie ei­ne Aus­gleich­maß­nah­me ma­chen. Die zu­stän­di­ge Stel­le teilt Ih­nen mit, wel­che Aus­gleichs­maß­nah­me Sie ma­chen kön­nen.

Wenn Sie die Aus­gleichs­maß­nah­me er­folg­reich ab­sol­vie­ren, er­hal­ten Sie die An­er­ken­nung.

Ge­gen den Be­scheid der zu­stän­di­gen Stel­le kön­nen Sie in­ner­halb ei­ner be­stimm­ten Frist recht­lich vor­ge­hen (zum Bei­spiel Kla­ge ein­le­gen). Die Ent­schei­dung wird dann über­prüft. De­tails da­zu ste­hen in der Rechts­be­helfs­be­leh­rung am En­de Ih­res Be­schei­des. Wir emp­feh­len Ih­nen: Spre­chen Sie zu­erst mit der zu­stän­di­gen Stel­le, be­vor Sie recht­lich ge­gen die Ent­schei­dung vor­ge­hen.

Es gibt kei­ne Frist.

Ei­ne Vor­aus­set­zung für die Auf­nah­me ei­nes An­er­ken­nungs­ver­fah­rens ist die Ein­wil­li­gung der Da­ten­schutz­ver­ord­nung durch die An­trag­stel­le­rin oder den An­trag­stel­ler.

Mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und Kin­der­ta­ges­för­de­rung Meck­len­burg-Vor­pom­mern
Re­fe­rat 221 (Grund­satz­an­ge­le­gen­hei­ten be­ruf­li­che Schu­len, be­ruf­li­che und Er­wach­se­nen­bil­dung)