„Das, was bleibt“ – Talk über Kunst, Vergänglichkeit und Selbstermächtigung
Dr. Wolfgang Kraushaar und Thomas Hartmann im Gespräch in der Ausstellung KINO VON MORGEN Mittwoch, 4. Februar 2026, 18 Uhr | Kunsthalle Rostock Was bleibt von der Kunst – und wer entscheidet darüber?
Diesen Fragen widmet sich der Talk „Das, was bleibt“ mit dem renommierten Politikwissenschaftler Dr. Wolfgang Kraushaar und dem Künstler Thomas Hartmann in der Ausstellung KINO VON MORGEN in der Kunsthalle Rostock.
Im lichtdurchfluteten White Cube der Kunsthalle entfalten Hartmanns Gemälde ihre monumentale Wirkung. An den bis zu sieben Meter hohen Wänden gruppiert, umkreisen sie eine bewusst freigelassene Mitte. Diese Leere wird zum spannungsvollen Zentrum, in dem sich die Kräfte der Bilder bündeln. Die sogenannten „Hartmannschen Hängungen“ eröffnen einen Raum für existenzielle Fragen nach Sein und Nicht-Sein, nach Dauer und Vergänglichkeit.
Radikal und konsequent setzt sich Thomas Hartmann auch mit der Endlichkeit des eigenen Schaffens auseinander. Die Bewertung seiner Werke überlässt er weder der Nachwelt noch einem Nachlassverwalter. Nicht jedes Bild, so seine Überzeugung, muss bewahrt werden. Erst mit zeitlichem Abstand lasse sich erkennen, welche Arbeiten Bestand haben sollen. Ein überbordend gefülltes Lagerregal mit rund 300 zerstörten Bildern wird so zum eindrucksvollen Monument der Selbstermächtigung: Schreinartig aufgetürmt, verwandeln sich die Relikte in ein neues, kraftvolles Kunstwerk.
Der Talk bietet die seltene Gelegenheit, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern sie im Dialog zu durchdringen – als Prozess, Haltung und bewusste Entscheidung gegen das bloße Bewahren. Der Eintritt zum Talk ist im Ausstellungspreis enthalten.