Digital statt Papierstapel: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in M-V
Pressemitteilung vom
Schluss mit Papierakten und Postwegen: Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock bringt den Digitalen Bauantrag offiziell an den Start. Ab sofort können Bauanträge vollständig online eingereicht und bearbeitet werden. Für Vorbescheide war dies bereits im Oktober 2025 möglich.
Rostock übernimmt als Pilotkommune der Einer-für-Alle-(EfA)-Dienstleistung „Digitale Baugenehmigung“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und setzt ein starkes Signal für eine moderne, leistungsfähige und zukunftsorientierte Verwaltung. Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweite Federführung für das Themenfeld „Bauen und Wohnen“ übernommen und entwickelt den digitalen Dienst gemeinsam mit den Pilotkommunen Rostock, Leipzig und Bremen zur Nachnutzung in ganz Deutschland.
„Der Digitale Bauantrag ist ein entscheidender Schritt hin zu schnelleren, standardisierten und serviceorientierten Genehmigungsverfahren. Bauherrinnen und Bauherren gewinnen Planungssicherheit, Verwaltungen profitieren von einer deutlich effizienteren Kommunikation“, hebt Dr. Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, den praktischen Mehrwert hervor.
Der Digitale Bauantrag bündelt über 30 Online-Dienste – darunter Bauanträge, Bauvoranfragen oder Teilbaugenehmigungen. Alle Verfahrensschritte sind durchgängig digital: von der Antragstellung über die Beteiligung der Fachstellen bis zur Entscheidung. Ein gemeinsamer digitaler Vorgangsraum ermöglicht eine transparente und medienbruchfreie Kommunikation zwischen Bauherrschaft, Verwaltung und Trägern öffentlicher Belange. Der digitale Prozess macht Bearbeitungsstände jederzeit nachvollziehbar, verkürzt Abstimmungswege und erleichtert die Zusammenarbeit der Fachämter.
„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie komplexe Verwaltungsverfahren durch konsequente Digitalisierung zukunftsfähig gemacht werden können“, verdeutlicht Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung und ergänzt: „Mit dem Digitalen Bauantrag unterstreicht Rostock seine Rolle als innovative Pilotkommune und leistet einen zentralen Beitrag zur Verwaltungsdigitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern.“
Die Pilotierung des EfA-Dienstes war für Rostock ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. Maßgeblicher Initiator und Akteur für das Projekt ist das Bauamt, eng begleitet durch das Amt für Digitalisierung und IT. Hinzu kamen einzubindende Fachämter und externe Partner, insbesondere die Träger öffentlicher Belange (TÖB), deren Beteiligungsverfahren erfolgreich in den digitalen Ablauf integriert wurden.
Hintergrundinformationen
Das Bauamt ist die untere Bauaufsichtsbehörde. Das Bauamt prüft und entscheidet unter anderem über alle Anträge nach der Landesbauordnung M-V und ist Ordnungsbehörde. Im Durchschnitt werden jährlich 1000 Anträge (Bauanträge, Voranfragen, Abweichungen etc.) vorgelegt. Für alle Prüfaufgaben im Jahr 2025 wurden Gebühren in Höhe von 3,65 Millionen Euro eingenommen.
Leistungen die digital angeboten werden:
- Bauvoranfrage XBau digital seit 10/2025)
- Baugenehmigungsverfahren (normal) XBau
- Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren XBau
- Teilbaugenehmigung einer Anlage XBau
- Abweichungen, Ausnahmen und Befreiung von baurechtlichen Vorschriften beantragen XBau
- Genehmigungsfreistellung XBau
- Baubeginnsanzeige XBau
- Anzeige Nutzungsaufnahme XBau
- Anzeige zur Beseitigung einer Anlage XBau




