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Na­vi­ga­ti­on

Rich­tig­stel­lung: Von Per­so­nal­ab­bau kei­ne Re­de

Pres­se­mit­tei­lung vom 18.11.2010

Wei­te­ren mas­si­ven Stel­len­ab­bau bei der Ros­to­cker Stadt­ver­wal­tung kün­digt ei­ne Ros­to­cker Ta­ges­zei­tung heu­te im Rah­men ih­rer Be­richt­erstat­tung über die gest­ri­ge nicht öf­fent­li­che Per­so­nal­ver­samm­lung des Per­so­nal­ra­tes Stadt­ver­wal­tung an und be­zieht sich da­bei auf den Be­richt des Ober­bür­ger­meis­ters. Die­se Wie­der­ga­be ent­spricht je­doch nicht den Tat­sa­chen.

Ober­bür­ger­meis­ter Ro­land Me­th­ling ver­wies in sei­ner Re­de auf die er­heb­li­chen Kon­so­li­die­rungs­er­fol­ge in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und dank­te den Be­schäf­tig­ten der Stadt­ver­wal­tung für ihr En­ga­ge­ment. Da­zu Ober­bür­ger­meis­ter Ro­land Me­th­ling: „Um­so mehr är­gert es mich, wenn es dann im­mer noch Stim­men aus dem po­li­ti­schen Raum gibt, die mei­nen, im Rat­haus und ins­be­son­de­re bei dem Per­so­nal sei ja noch so viel Geld zu spa­ren. Ein­mal wird auf ir­gend­wel­che, 2006 ent­stan­de­ne Traum­zah­len ver­wie­sen. Ein an­de­res Mal wird von Men­schen be­haup­tet, die es ei­gent­lich bes­ser wis­sen müss­ten, es wä­re ja noch so viel Luft im Stel­len­plan. Ja, es gibt der­zeit un­be­setz­te Stel­len. Doch hier wird in je­dem Ein­zel­fall in­ten­siv ge­prüft und dann ggf. auch nach­be­setzt.“

Die in dem Zei­tungs­ar­ti­kel an­ge­ge­be­nen Zah­len be­tref­fen nicht Vor­ga­ben für noch not­wen­di­gen Stel­len­ab­bau, son­dern den de­mo­gra­fi­schen Wan­del auch in­ner­halb der Ver­wal­tung. Ober­bür­ger­meis­ter Ro­land Me­th­ling da­zu: „Et­wa ein Drit­tel von uns, näm­lich ge­nau 644 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, wer­den bis zum Jahr 2020 re­gu­lär aus­schei­den und Lü­cken rei­ßen. Dar­un­ter sind 37 Per­so­nen der hö­he­ren Qua­li­fi­ka­ti­ons­ebe­ne, die vor­ran­gig in den Fach­rich­tun­gen Ver­wal­tungs­wirt­schaft, Päd­ago­gik und Be­triebs­wirt­schaft tä­tig sind. In der ge­ho­be­nen Qua­li­fi­ka­ti­ons­ebe­ne wer­den wir 232 Per­so­nen vor­ran­gig in den Fach­rich­tun­gen Ver­wal­tungs­wirt­schaft, So­zia­le Ar­beit, im Feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst so­wie Hoch­bau­in­ge­nieu­re ver­lie­ren und er­set­zen müs­sen. Und in der mitt­le­ren Qua­li­fi­ka­ti­ons­ebe­ne sind es 371 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die uns als Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te, Kauf­frau bzw. Kauf­mann für Bü­ro­kom­mu­ni­ka­ti­on, im feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst und in hand­werk­li­chen Be­ru­fen feh­len wer­den.“ Die­se Zah­len be­tref­fen je­doch nicht Stel­len­strei­chun­gen, son­dern not­wen­di­ge Wie­der­be­set­zun­gen nach Aus­schei­den von Stel­len­in­ha­be­rin­nen und Stel­len­in­ha­bern. Des­halb er­klärt der Ober­bür­ger­meis­ter: „Wir müs­sen al­so in den kom­men­den Jah­ren die Ar­beits­fä­hig­keit un­se­rer Stadt­ver­wal­tung in al­len ih­ren un­ter­schied­li­chen Be­rei­chen er­hal­ten und wei­ter stär­ken, die vor­han­de­nen Po­ten­zia­le un­se­rer Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen nut­zen und aus­bau­en und so lang­sam wie­der zu ei­nem so ge­nann­ten al­ters­he­te­ro­ge­nen Per­so­nal­kör­per kom­men, zu ei­ner ge­sun­den Al­ters­py­ra­mi­de in­ner­halb der Stadt­ver­wal­tung. Ein Per­so­nal­ma­nage­ment­kon­zept, das jetzt im Ent­wurf vor­liegt, soll da­bei der Fahr­plan sein.“

Wei­ter un­ter­strich der Ober­bür­ger­meis­ter: „Der der­zei­ti­ge Ziel­stel­len­plan lässt auf Grund um­fäng­li­cher Auf­ga­ben kei­ne wei­te­re Re­du­zie­rung zu. Mit mir als Ober­bür­ger­meis­ter wird es kei­ne be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen ge­ben! Aber wir wer­den auch in den kom­men­den Jah­ren im­mer wie­der un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren kri­tisch über­prü­fen und ggf. an der ei­nen oder an­de­ren Stel­le ver­än­dern müs­sen. Denn im Mit­tel­punkt all un­se­rer Be­mü­hun­gen ste­hen die Ros­to­cke­rin­nen und Ros­to­cker, für die wir un­se­re Dienst­leis­tun­gen er­brin­gen und de­ren Steu­er­gel­der wir mit un­se­rer Ar­beit ein­set­zen.“