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Na­vi­ga­ti­on

An­er­ken­nung als Be­wa­cher, Ver­si­che­rungs-, Fi­nanz­an­la­gen­be­ra­tung, -ver­mitt­lung, Im­mo­bi­li­ar­dar­le­hens­ver­mitt­lung be­an­tra­gen

Die Ar­beit als Be­wa­cher, Ver­si­che­rungs­be­ra­ter, Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler, Fi­nanz­an­la­gen­ver­mitt­ler, Ho­no­rar-Fi­nanz­an­la­gen­be­ra­ter oder Im­mo­bi­li­ar­dar­le­hens­ver­mitt­ler ist in Deutsch­land re­gle­men­tiert.
Das be­deu­tet: Sie brau­chen ei­ne ge­wer­be­recht­li­che Er­laub­nis, um in den Be­ru­fen ar­bei­ten zu dür­fen. Für die Er­laub­nis brau­chen Sie ei­nen Sach­kun­de­nach­weis.

Die Sach­kun­de ist die fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, die Sie für die ent­spre­chen­de Ar­beit be­nö­ti­gen.

Auch mit ei­ner Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on aus dem Aus­land kön­nen Sie die Sach­kun­de nach­wei­sen. Da­für müs­sen Sie Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on an­er­ken­nen las­sen. Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen kön­nen sein: Be­fä­hi­gungs­nach­wei­se oder Aus­bil­dungs­nach­wei­se.

Wenn Sie dau­er­haft selb­stän­dig in den ge­nann­ten Be­ru­fen ar­bei­ten möch­ten, be­nö­ti­gen Sie au­ßer­dem ei­ne Er­laub­nis. Mit der Er­laub­nis dür­fen Sie die­se Be­ru­fe dau­er­haft und selb­stän­dig als Ge­wer­be be­trei­ben. Für die Er­laub­nis müs­sen Sie meh­re­re Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len. Ei­ne wich­ti­ge Vor­aus­set­zung ist der Sach­kun­de­nach­weis. Die Er­laub­nis be­an­tra­gen Sie in ei­nem an­de­ren Ver­fah­ren.

Die zu­stän­di­ge Stel­le teilt Ih­nen mit, wel­che Do­ku­men­te Sie ein­rei­chen müs­sen. Wich­ti­ge Do­ku­men­te sind ge­ne­rell:

  • Iden­ti­täts­nach­weis (Per­so­nal­aus­weis oder Rei­se­pass in amt­lich be­glau­big­ter Ko­pie)
  • Lis­te in Ta­bel­len­form mit Ih­ren Aus­bil­dun­gen und Ih­rer Be­rufs­pra­xis (Le­bens­lauf)
  • Aus­bil­dungs­nach­wei­se
  • Nach­wei­se über re­le­van­te Be­rufs­pra­xis
  • sons­ti­ge Be­fä­hi­gungs­nach­wei­se
  • Wenn der Be­ruf in Ih­rem Aus­bil­dungs­staat re­gle­men­tiert ist: ei­ne Be­schei­ni­gung, dass Sie den Be­ruf in Ih­rem Aus­bil­dungs­staat aus­üben dür­fen

Die zu­stän­di­ge Stel­le teilt Ih­nen mit, wel­che Do­ku­men­te Sie im Ori­gi­nal oder als be­glau­big­te Ko­pie ein­rei­chen müs­sen.
Ih­re Do­ku­men­te müs­sen Sie in deut­scher Spra­che vor­le­gen. Die Über­set­zun­gen müs­sen von öf­fent­lich be­stell­ten oder er­mäch­tig­ten Über­set­ze­rin­nen und Über­set­zern ge­macht wer­den.

  • Sie ver­fü­gen über ei­ne Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on als Be­wa­cher, Ver­si­che­rungs­be­ra­ter, Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler, Fi­nanz­an­la­gen­ver­mitt­ler, Ho­no­rar-Fi­nanz­an­la­gen­be­ra­ter oder Im­mo­bi­li­ar­dar­le­hens­ver­mitt­ler aus dem Aus­land.
  • Sie möch­ten sich dau­er­haft in Deutsch­land nie­der­las­sen und in ei­nem der ge­nann­ten Be­ru­fe ar­bei­ten.

Die zu­stän­di­ge Stel­le in­for­miert Sie über die Kos­ten. Die Kos­ten hän­gen ge­ne­rell von dem Auf­wand für die Be­ar­bei­tung ab.

Zu­sätz­lich kön­nen wei­te­re Kos­ten ent­ste­hen (z.B. für Über­set­zun­gen und Be­glau­bi­gun­gen). Die­se Kos­ten sind in­di­vi­du­ell un­ter­schied­lich.

  • Sie stel­len ei­nen „An­trag auf An­er­ken­nung von aus­län­di­schen Be­fä­hi­gungs- und Aus­bil­dungs­nach­wei­sen“ bei der zu­stän­di­gen Stel­le.
  • Bei Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen aus EU/EWR/Schweiz:
    Den An­trag und die Do­ku­men­te kön­nen Sie di­rekt bei der zu­stän­di­gen Stel­le ein­rei­chen oder bei ei­nem Ein­heit­li­chen An­sprech­part­ner. Über den Ein­heit­li­chen An­sprech­part­ner kön­nen Sie den An­trag auch elek­tro­nisch ein­rei­chen.
  • Die zu­stän­di­ge Stel­le ver­gleicht dann Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on aus dem Aus­land mit der deut­schen Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on und prüft die Gleich­wer­tig­keit. Wenn Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on gleich­wer­tig ist, wird sie an­er­kannt. Sie er­hal­ten dann mit der Post oder elek­tro­nisch den Be­scheid der Gleich­wer­tig­keit (An­er­ken­nungs­be­scheid).
  • Wenn Ih­re Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on nicht gleich­wer­tig ist, wird sie nicht an­er­kannt. Sie er­hal­ten dann ei­nen Be­scheid über die Un­ter­schie­de Ih­rer Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on. Sie ha­ben dann das Recht auf ei­ne Aus­gleichs­maß­nah­me: das kann die „spe­zi­fi­sche Sach­kun­de­prü­fung“ sein oder die „er­gän­zen­de Un­ter­rich­tung“. Die zu­stän­di­ge Stel­le in­for­miert Sie über die Op­tio­nen. Wenn Sie die Aus­gleichs­maß­nah­me er­folg­reich ab­sol­vie­ren, er­hal­ten Sie den Be­scheid der Gleich­wer­tig­keit.
  • Mit dem Be­scheid der Gleich­wer­tig­keit kön­nen Sie die Er­laub­nis für das ent­spre­chen­de Ge­wer­be be­an­tra­gen. Da­für müs­sen Sie ei­nen an­de­ren An­trag stel­len.
  • Ge­gen die Ent­schei­dung der zu­stän­di­gen Stel­le kön­nen Sie recht­lich vor­ge­hen. Die Ent­schei­dung wird dann über­prüft. Wir emp­feh­len Ih­nen: Spre­chen Sie zu­erst mit der zu­stän­di­gen Stel­le, be­vor Sie recht­lich ge­gen die Ent­schei­dung vor­ge­hen.

Die zu­stän­di­ge Stel­le be­stä­tigt Ih­nen nach ma­xi­mal ei­nem Mo­nat, dass Ih­re Do­ku­men­te an­ge­kom­men sind. Die zu­stän­di­ge Stel­le teilt Ih­nen mit, wenn Do­ku­men­te feh­len.

Bei Vor­lie­gen al­ler nö­ti­gen Do­ku­men­te dau­ert das Ver­fah­ren ma­xi­mal 3 Mo­na­te. In Ein­zel­fäl­len kann das Ver­fah­ren ma­xi­mal um ei­nen Mo­nat ver­län­gert wer­den.

Kei­ne.

Manch­mal feh­len noch Do­ku­men­te im Ver­fah­ren. Die zu­stän­di­ge Stel­le in­for­miert Sie dann, bis wann Sie die Do­ku­men­te nach­rei­chen müs­sen.

  • Dienst­leis­tungs­frei­heit
    Mit Nie­der­las­sung in ei­nem Staat der EU, des EWR oder der Schweiz brau­chen Sie für die vor­über­ge­hen­de und ge­le­gent­li­che Ar­beit als Dienst­leis­ter in Deutsch­land kei­ne An­er­ken­nung der Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on. Es gel­ten aber be­son­de­re Vor­aus­set­zun­gen: Sie müs­sen Ih­re Ar­beit vor der ers­ten Tä­tig­keit der zu­stän­di­gen Stel­le an­zei­gen. Die An­zei­ge (nach § 13a Ge­wO) er­folgt in ei­nem an­de­ren Ver­fah­ren.
     
  • Ver­fah­ren für Spät­aus­sied­ler
    Als Spät­aus­sied­le­rin oder Spät­aus­sied­ler kön­nen Sie das An­er­ken­nungs-Ver­fah­ren wahl­wei­se nach den hier ge­nann­ten Ge­set­zen oder nach dem Bun­des­ver­trie­be­nen­ge­setz durch­lau­fen. Dies kön­nen Sie selbst ent­schei­den.