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Na­vi­ga­ti­on

Aus­bil­dungs­geld be­an­tra­gen

Wenn Sie ei­ne Be­hin­de­rung ha­ben und an be­stimm­ten Bil­dungs­maß­nah­men teil­neh­men, kön­nen Sie bei der Agen­tur für Ar­beit fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung be­an­tra­gen, um Ih­ren Le­bens­un­ter­halt zu si­chern. Die Hö­he des Aus­bil­dungs­gel­des hängt da­von ab, wie hoch der Be­darfs­satz des Aus­bil­dungs­gel­des ist und wie hoch Ihr Ein­kom­men, das Ih­rer El­tern so­wie das Ih­res Ehe­gat­ten oder Ih­res ein­ge­tra­ge­nen Le­bens­part­ners ist. Das Ein­kom­men spielt nur wäh­rend der be­ruf­li­chen Aus­bil­dung ei­ne Rol­le.

Es wer­den Ih­nen kei­ne per­sön­li­chen Aus­ga­ben er­stat­tet, wie bei­spiels­wei­se für Mie­te, Klei­dung oder Le­bens­mit­tel. Das Aus­bil­dungs­geld rich­tet sich am all­ge­mei­nen Be­darf aus und ist pau­scha­li­siert.

Die Hö­he des Aus­bil­dungs­gel­des rich­tet sich nach

  • der Maß­nah­me, an der Sie teil­neh­men und
  • der Art der Un­ter­brin­gung, al­so wo Sie wäh­rend der Maß­nah­me un­ter­ge­bracht sind. Das kann zum Bei­spiel bei Ih­ren El­tern, im ei­ge­nen Haus­halt, bei dem oder der Aus­bil­den­den oder in ei­nem Wohn­heim, in ei­nem In­ter­nat oder in ei­ner be­son­de­ren Ein­rich­tung für Men­schen mit Be­hin­de­run­gen sein.

Sie er­hal­ten das Aus­bil­dungs­geld bei ei­ner be­ruf­li­chen Aus­bil­dung üb­li­cher­wei­se für ei­nen Be­wil­li­gungs­zeit­raum von 18 Mo­na­ten. Je nach Aus­bil­dungs­maß­nah­me kann Ihr Aus­bil­dungs­geld auch für ei­nen kür­ze­ren Zeit­raum be­wil­ligt oder nach den 18 Mo­na­ten ver­län­gert wer­den.

Aus­bil­dungs­geld er­hal­ten Sie auch für Fe­ri­en­zei­ten, wenn die­se in­ner­halb der Maß­nah­me lie­gen und die Agen­tur für Ar­beit die­se als Maß­nah­men­teil an­er­kannt hat.

Un­ter­bre­chen Sie die Teil­nah­me aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den, er­hal­ten Sie das Aus­bil­dungs­geld wei­ter bis zum En­de des drit­ten vol­len Ka­len­der­mo­nats, der auf den Ein­tritt der Krank­heit folgt, ma­xi­mal aber bis zum plan­mä­ßi­gen En­de Ih­rer Maß­nah­me. Der Tag der Er­kran­kung zählt zu die­ser Drei­mo­nats­frist.

Für Fehl­zei­ten aus an­de­ren als ge­sund­heit­li­chen Grün­den ha­ben Sie nur An­spruch auf Aus­bil­dungs­geld, wenn die Agen­tur für Ar­beit ei­nen wich­ti­gen Grund für die Un­ter­bre­chung der Teil­nah­me an­er­kennt. Als wich­ti­ge Grün­de gel­ten bei­spiels­wei­se:

  • Ehe­schlie­ßung
  • Ge­burt ei­nes Kin­des
  • Woh­nungs­wech­sel
  • Wahr­neh­mung ei­nes Ge­richts­ter­mins

Das Aus­bil­dungs­geld wird mo­nat­lich nach­träg­lich ge­zahlt. Ha­ben Sie nicht für den vol­len Mo­nat An­spruch auf Aus­bil­dungs­geld, er­hal­ten Sie für je­den Ka­len­der­tag ein Drei­ßigs­tel des Mo­nats­be­tra­ges.

Das Aus­bil­dungs­geld wird Ih­nen als Zu­schuss ge­zahlt, Sie müs­sen es nicht zu­rück­zah­len.

Wi­der­spruch bei der Agen­tur für Ar­beit, die den Be­scheid er­las­sen hat. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen, wie Sie Wi­der­spruch ein­le­gen kön­nen, fin­den Sie im je­wei­li­gen Be­scheid.

Bit­te er­fra­gen Sie bei Ih­rer Kon­takt­auf­nah­me mit Ih­rer Be­ra­te­rin oder Ih­rem Be­ra­ter, wel­che Un­ter­la­gen Sie im Ein­zel­nen be­nö­ti­gen.

  • Sie ha­ben ei­ne Be­hin­de­rung. 
  • Es ist grund­sätz­lich Ih­re ers­te be­ruf­li­che Aus­bil­dung. 
  • Sie neh­men an ei­ner be­rufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me ein­schlie­ß­lich ei­ner Grund­aus­bil­dung teil oder
  • Sie neh­men an ei­ner in­di­vi­du­el­len be­trieb­li­chen Qua­li­fi­zie­rung im Rah­men der un­ter­stütz­ten Be­schäf­ti­gung teil oder
  • Sie be­fin­den sich im Ein­gangs­ver­fah­ren oder im Be­rufs­bil­dungs­be­reich ei­ner Werk­statt für be­hin­der­te Men­schen oder bei ei­nem an­de­ren Leis­tungs­an­bie­ter. 
  • Sie ha­ben kei­nen An­spruch auf Über­gangs­geld. 

Das Aus­bil­dungs­geld müs­sen Sie schrift­lich be­an­tra­gen:

  • Ver­ein­ba­ren Sie bei Ih­rer Agen­tur für Ar­beit ei­nen Be­ra­tungs­ter­min.
  • Bei der Be­ra­tung wer­den die un­ter­schied­li­chen Be­rech­nungs­grund­la­gen und Vor­aus­set­zun­gen ge­klärt, die die Hö­he des Aus­bil­dungs­gel­des be­ein­flus­sen.
  • Ih­re Be­ra­te­rin oder Ihr Be­ra­ter be­spricht mit Ih­nen au­ßer­dem die For­mu­la­re und Nach­wei­se, die Sie aus­fül­len und ein­rei­chen müs­sen. Sie kön­nen auch on­line die Un­ter­la­gen aus­fül­len und er­for­der­li­che Nach­wei­se hoch­la­den.
  • Sie be­kom­men dann ei­nen Be­scheid.

Ver­län­ge­rung:

  • Wenn Ih­re Aus­bil­dungs­maß­nah­me län­ger als 18 Mo­na­te dau­ert, er­hal­ten Sie von der Agen­tur für Ar­beit au­to­ma­tisch recht­zei­tig ei­nen Fra­ge­bo­gen. Fül­len Sie die­sen aus und ge­ben Sie den Fra­ge­bo­gen mit den er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen bei der Agen­tur für Ar­beit wie­der ab, da­mit Sie Ihr Aus­bil­dungs­geld wei­ter­hin er­hal­ten. Auch die­sen Fra­ge­bo­gen kön­nen Sie on­line aus­fül­len.

Das Aus­bil­dungs­geld muss be­an­tragt wer­den, be­vor die Aus­bil­dung oder die  Maß­nah­me be­ginnt.

Hin­weis: Wenn Sie den An­trag stel­len, nach­dem Ih­re Aus­bil­dung oder Maß­nah­me be­gon­nen hat, wird das Aus­bil­dungs­geld erst ab Be­ginn des Mo­nats ge­zahlt, in dem Sie den An­trag ge­stellt ha­ben.

Die für Sie zu­stän­di­ge Dienst­stel­le der Bun­des­agen­tur für Ar­beit fin­den Sie über den Dienst­stel­len­fin­der.