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Na­vi­ga­ti­on

Bau­stel­le: Ein­rich­tung vor­ankün­di­gen

Als Bau­her­rin oder Bau­herr müs­sen Sie oder Ih­re be­auf­trag­ten Drit­te der zu­stän­di­gen Ar­beits­schutz-Be­hör­de spä­tes­tens zwei Wo­chen vor Ein­rich­tung der Bau­stel­le ei­ne Vor­ankün­di­gung über­mit­teln, wenn

  • die vor­aus­sicht­li­che Dau­er der Ar­bei­ten mehr als 30 Ar­beits­ta­ge be­trägt und plan­mä­ßig mehr als 20 Be­schäf­tig­te auf der Bau­stel­le über ei­ne Dau­er von min­des­tens ei­ner Ar­beits­schicht zur sel­ben Zeit Ar­bei­ten ver­rich­ten, oder
  • der Um­fang der Ar­bei­ten vor­aus­sicht­lich 500 Per­so­nen­ta­ge über­schrei­tet, wo­bei ein Per­so­nen­tag die Ar­beits­leis­tung ei­ner Per­son über ei­ne Ar­beits­schicht um­fasst.

Die Ein­rich­tung der Bau­stel­le be­ginnt mit den we­sent­li­chen vor­be­rei­ten­den Ar­bei­ten am Ort des Bau­vor­ha­bens, die un­mit­tel­bar vor des­sen Durch­füh­rung er­for­der­lich sind, zum Bei­spiel Auf­bau von So­zi­al­ein­rich­tun­gen, In­stal­la­ti­on von Ver- und Ent­sor­gungs­ein­rich­tun­gen, An­lie­fe­rung von Bau­ma­te­ria­li­en, Ma­schi­nen und Ge­rä­ten.

Au­ßer­dem müs­sen Sie die Vor­ankün­di­gung sicht­bar und von äu­ße­ren Ein­wir­kun­gen und Wit­te­rungs­ein­flüs­sen un­be­ein­träch­tigt les­bar auf der Bau­stel­le aus­hän­gen.

Bei er­heb­li­chen Än­de­run­gen müs­sen Sie die aus­hän­gen­de Vor­ankün­di­gung ak­tua­li­sie­ren. Ei­ne er­neu­te Über­mitt­lung an die zu­stän­di­ge Ar­beits­schutz-Be­hör­de ist nicht er­for­der­lich.

Er­heb­li­che Än­de­run­gen, die ei­ne An­pas­sung der Vor­ankün­di­gung er­for­dern, sind zum Bei­spiel

  • Wech­sel der Bau­her­ren oder der be­auf­trag­ten Drit­ten,
  • erst­ma­li­ge Be­stel­lung ei­ner ko­or­di­nie­ren­den Per­son oder nach­träg­li­cher Wech­sel die­ser Per­son,
  • Ver­kür­zung der Dau­er der Bau­ar­bei­ten, so­fern da­durch ver­stärkt gleich­zei­tig oder in nicht ge­plan­ter Schicht­ar­beit ge­ar­bei­tet wer­den muss,
  • erst­ma­li­ges Tä­tig­wer­den von Mit­ar­bei­ten­den meh­re­rer Ar­beit­ge­ber be­zie­hungs­wei­se Ein­satz von Nach­un­ter­neh­men,
  • we­sent­li­che Er­hö­hung der Höchst­zahl von gleich­zei­tig Mit­ar­bei­ten­den oder der An­zahl der Ar­beit­ge­ber oder der An­zahl der Un­ter­neh­men oh­ne Mit­ar­bei­ten­de.
  • kein Rechts­be­helf mög­lich
  • Die vor­aus­sicht­li­che Dau­er der Ar­bei­ten be­trägt mehr als 30 Ar­beits­ta­ge und plan­mä­ßig ar­bei­ten mehr als 20 Mit­ar­bei­ten­de zur sel­ben Zeit auf der Bau­stel­le über ei­ne Dau­er von min­des­tens ei­ner Ar­beits­schicht oder
  • der Um­fang der Ar­beit über­schrei­tet vor­aus­sicht­lich 500 Per­so­nen­ta­ge, wo­bei ein Per­so­nen­tag die Ar­beits­leis­tung ei­ner Per­son über ei­ne Ar­beits­schicht um­fasst.

Prü­fen Sie, ob ei­ne Vor­ankün­di­gung not­wen­dig ist.

Falls ei­ne Vor­ankün­di­gung not­wen­dig ist:

  • Stel­len Sie die not­wen­di­gen An­ga­ben zu­sam­men.
  • Über­mit­teln Sie die Vor­ankün­di­gung an die zu­stän­di­ge Ar­beits­schutz-Be­hör­de.
  • Hän­gen Sie die Vor­ankün­di­gung auf der Bau­stel­le aus, so­bald die Bau­stel­len­ein­rich­tung be­ginnt.
  • Prü­fen Sie bei er­heb­li­chen Än­de­run­gen be­zo­gen auf den In­halt der Vor­ankün­di­gung, ob Sie die aus­ge­häng­te Vor­ankün­di­gung an­pas­sen und um­ge­hend aus­tau­schen müs­sen.
  • Über­mitt­lung der Vor­ankün­di­gung: spä­tes­tens 2 Wo­chen vor Ein­rich­tung der Bau­stel­le
  •  Aus­hang der Vor­ankün­di­gung: spä­tes­tens bei Be­ginn der Ein­rich­tung der Bau­stel­le

Faust­re­gel: Ei­ne Vor­ankün­di­gung ist in der Re­gel er­for­der­lich, wenn die Bau­tä­tig­kei­ten ei­nen Ein­satz von min­des­tens 4 Mit­ar­bei­ten­den über ei­nen Zeit­raum von mehr als 6 Mo­na­ten er­for­dern.

Sie han­deln ord­nungs­wid­rig, wenn Sie der zu­stän­di­gen Be­hör­de ei­ne not­wen­di­ge Vor­ankün­di­gung vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig nicht, nicht rich­tig, nicht voll­stän­dig oder nicht recht­zei­tig über­mit­teln.
Prü­fen Sie, ob Sie zu­sätz­lich zur Vor­ankün­di­gung der Ein­rich­tung ei­ner Bau­stel­le ei­nen Si­cher­heits- und Ge­sund­heits­schutz­plan (Si­Ge-Plan) und ei­ne Un­ter­la­ge für spä­te­re Ar­bei­ten er­stel­len müs­sen.