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Na­vi­ga­ti­on

Be­bau­ungs­plan - Än­de­rung

Die Än­de­rung ei­nes Be­bau­ungs­plans ist die in­halt­li­che Ver­än­de­rung von Fest­set­zun­gen ei­nes vor­han­de­nen Be­bau­ungs­plans.

Sol­len Fest­set­zun­gen wie z. B. die Ab­gren­zung des Gel­tungs­be­rei­ches, die Art der ge­plan­ten Be­bau­ung, die über­bau­ba­re Grund­stücks­flä­che oder die Ver­kehrs­flä­chen ge­än­dert wer­den, müs­sen die­se Än­de­run­gen ein Än­de­rungs­ver­fah­ren nach den Vor­schrif­ten des Bau­ge­setz­bu­ches durch­lau­fen. Sie müs­sen mit den Dar­stel­lun­gen in ei­nem vor­han­de­nen Flä­chen­nut­zungs­plan über­ein­stim­men. In der Re­gel ist mit der Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans in ei­nem Par­al­lel­ver­fah­ren die Än­de­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans er­for­der­lich.

Be­bau­ungs­plan und Be­grün­dung mit An­ga­ben nach § 2a BauGB (Um­welt­be­richt) und Fest­le­gun­gen zu den Än­de­run­gen der Fest­set­zun­gen

Das vom Ge­setz­ge­ber vor­ge­ge­be­ne Ver­fah­ren ist ein­zu­hal­ten (sh. Punkt Ver­fah­rens­ab­lauf).

Die Kos­ten der Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans sind von der Ge­mein­de (oder bei ei­nem vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plan von ei­nem In­ves­tor) zu tra­gen. Für den Bür­ger ent­ste­hen kei­ne Kos­ten.

Ein Be­bau­ungs­plan-Än­de­rungs­ver­fah­ren ver­läuft grund­sätz­lich wie ein Be­bau­ungs­plan-Auf­stel­lungs­ver­fah­ren.
Die Än­de­run­gen müs­sen ein Än­de­rungs­ver­fah­ren durch­lau­fen, da­mit sie mit den Dar­stel­lun­gen in ei­nem vor­han­de­nen Flä­chen­nut­zungs­plan über­ein­stim­men. In der Re­gel ist mit der Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans in ei­nem Par­al­lel­ver­fah­ren die Än­de­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans er­for­der­lich. Wenn die Grund­zü­ge der ur­sprüng­li­chen Pla­nung nicht be­rührt wer­den, sieht das Bau­ge­setz­buch (BauGB) die Mög­lich­keit des "ver­ein­fach­ten Ver­fah­rens" vor. Da­bei kön­nen ei­ni­ge Ver­fah­rens­schrit­te ent­fal­len oder ver­kürzt wer­den (sh. § 13 BauGB).

  1. Auf­stel­lungs­be­schluss zur Än­de­rung (oder Er­gän­zung) des Be­bau­ungs­plans
  2. Er­ar­bei­tung des Plan­kon­zepts
  3. früh­zei­ti­ge Be­tei­li­gung der Be­hör­den und sons­ti­ger Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge
  4. früh­zei­ti­ge Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung
  5. Über­ar­bei­tung des Plan­kon­zepts
  6. for­mel­le Be­tei­li­gung der Be­hör­den und sons­ti­ger Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge
  7. Über­ar­bei­tung des Plan­kon­zepts
  8. Ent­wurfs- und Aus­le­gungs­be­schluss
  9. öf­fent­li­che Aus­le­gung
10. Prü­fung der Stel­lung­nah­men
11. Ab­wä­gung, Sat­zungs­be­schluss
12. Be­kannt­ma­chung

Die Ver­fah­rens­dau­er ist ab­hän­gig von der Art und der Kom­ple­xi­tät der Än­de­run­gen.

Im Rah­men der früh­zei­ti­gen Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung und wäh­rend der ein­mo­na­ti­gen öf­fent­li­chen Aus­le­gung kann sich der Bür­ger über die Be­bau­ungs­plan­än­de­run­gen in­for­mie­ren. Ort und Dau­er der Aus­le­gung sind min­des­tens ei­ne Wo­che vor­her orts­üb­lich be­kannt zu ma­chen. Stel­lung­nah­men der Bür­ger sind nur in­ner­halb der ein­mo­na­ti­gen Aus­le­gungs­frist mög­lich.

Je nach Ge­wicht der Än­de­run­gen, z. B. wenn die Grund­zü­ge der ur­sprüng­li­chen Pla­nung nicht be­rührt wer­den, sieht das Bau­ge­setz­buch (BauGB) die Mög­lich­keit des "ver­ein­fach­ten Ver­fah­rens" vor. Da­bei kön­nen ei­ni­ge Ver­fah­rens­schrit­te ent­fal­len oder ver­kürzt wer­den.