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Na­vi­ga­ti­on

Be­schäf­ti­gung ei­ner schwan­ge­ren oder stil­len­den Frau mel­den

Das Mut­ter­schutz­ge­setz gilt für al­le schwan­ge­ren und stil­len­den Frau­en, die in ei­nem Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis ste­hen. Ei­ne Frau im Sin­ne des Mut­ter­schutz­ge­set­zes ist je­de Per­son, die schwan­ger ist, ein Kind ge­bo­ren hat oder stillt – un­ab­hän­gig von dem im Ge­burts­ein­trag an­ge­ge­be­nen Ge­schlecht. Wann und ob die be­schäf­tig­te Frau Sie als Un­ter­neh­men über die Schwan­ger­schaft oder Still­zeit in­for­miert, steht ihr frei.

Ha­ben Sie die In­for­ma­ti­on über die Schwan­ger­schaft oder Still­zeit er­hal­ten, dann müs­sen Sie dies der zu­stän­di­gen Be­hör­de mel­den.

Un­ab­hän­gig von der Art des Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses gilt das Mut­ter­schutz­ge­setz auch für:

  • Frau­en, die in Teil­zeit ar­bei­ten,
  • Frau­en in ei­nem ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis (Mi­ni­job),
  • Frau­en mit be­fris­te­ten Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen oder in der Pro­be­zeit,
  • Frau­en, die sich in der be­ruf­li­chen Aus­bil­dung be­fin­den und Prak­ti­kan­tin­nen,
  • Stu­den­tin­nen
  • Schü­le­rin­nen
  • Frau­en mit Be­hin­de­rung, die in ei­ner Werk­statt für be­hin­der­te Men­schen be­schäf­tigt sind,
  • Frau­en, die als Frei­wil­li­ge im Sin­ne des Ju­gend­frei­wil­li­gen­dienst­ge­set­zes oder des Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst­ge­set­zes tä­tig sind, und
  • Frau­en, die als Mit­glie­der ei­ner geist­li­chen Ge­nos­sen­schaft, Dia­ko­nis­sin­nen oder An­ge­hö­ri­ge ei­ner ähn­li­chen Ge­mein­schaft auf ei­ner Plan­stel­le oder auf­grund ei­nes Ge­stel­lungs­ver­tra­ges für die­se tä­tig sind, auch wäh­rend der Zeit ih­rer dor­ti­gen au­ßer­schu­li­schen Aus­bil­dung.
  • Frau­en, die als ar­beit­neh­mer­ähn­li­che Per­so­nen gel­ten (die al­so nicht so­zi­al, je­doch ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig sind) wie folgt:
    • Ar­beits­schutz­be­stim­mun­gen des Mut­ter­schutz­ge­set­zes gel­ten
  • Na­me und An­schrift des Un­ter­neh­mens oder der Aus­bil­dungs­stät­te
  • Na­me der schwan­ge­ren oder stil­len­den Frau, die bei Ih­nen be­schäf­tigt ist oder die Sie be­ab­sich­ti­gen zu be­schäf­ti­gen
  • Art und zeit­li­cher Um­fang der Tä­tig­keit
  • die Ent­gel­te, die an sie ge­zahlt wor­den sind
  • In­for­ma­ti­on, ob schwan­ge­re oder stil­len­de Frau bis 22 Uhr, an Sonn- und Fei­er­ta­gen oder mit ge­tak­te­ter Ar­beit be­schäf­tigt wer­den soll
  • Er­geb­nis der Be­ur­tei­lung der Ar­beits­be­din­gun­gen nach § 10 MuSchG

Das zu­stän­di­ge Amt kann wei­te­re In­for­ma­tio­nen und Un­ter­la­gen an­for­dern.

Die Mit­tei­lung über die Be­schäf­ti­gung ei­ner schwan­ge­ren oder stil­len­den Frau müs­sen Sie schrift­lich oder münd­lich ma­chen. Bei münd­li­cher Mel­dung:

  • Sie tei­len der Be­hör­de die Schwan­ger­schaft oder Still­zeit form­los mit.

Bei schrift­li­cher Mel­dung:

  • In der Re­gel ist ein Mel­de­for­mu­lar on­line ver­füg­bar.
  • La­den Sie es sich her­un­ter und fül­len Sie es aus.
  • Sie kön­nen An­ga­ben über die Art und den zeit­li­chen Um­fang der Be­schäf­ti­gung Ih­rer schwan­ge­ren Mit­ar­bei­te­rin ma­chen, um ge­ge­be­nen­falls Rück­fra­gen der Auf­sichts­be­hör­de zu ver­mei­den.
  • Sen­den Sie die Mit­tei­lung an die für Sie zu­stän­di­ge Auf­sichts­be­hör­de.
  • In der Re­gel er­hal­ten Sie kei­ne Ein­gangs­be­stä­ti­gung.

Das Mut­ter­schutz­ge­setz gilt grund­sätz­lich nicht für

  • Selb­stän­di­ge
  • Or­gan­mit­glie­der und Ge­schäfts­füh­re­rin­nen ju­ris­ti­scher Per­so­nen oder Ge­sell­schaf­ten (so­weit sie nicht über­wie­gend auch als Be­schäf­tig­te tä­tig sind)
  • Haus­frau­en

Grund hier­für ist, dass die­se nicht in ei­nem Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis ste­hen.

Für fol­gen­de Be­ru­fe gibt es ge­setz­li­che Son­der­re­ge­lun­gen:

  • Be­am­tin­nen, Rich­te­rin­nen und Sol­da­tin­nen