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Na­vi­ga­ti­on

Denk­mal: Ge­neh­mi­gung der Än­de­rung von Denk­ma­len be­an­tra­gen

Das Denk­mal­schutz­ge­setz re­gelt die Er­hal­tung des Denk­mals im In­ter­es­se der All­ge­mein­heit. Des­halb sieht das Denk­mal­schutz­ge­setz ei­nen Ge­neh­mi­gungs­vor­be­halt bei an­ste­hen­den Ver­än­de­run­gen an Denk­ma­len vor. Hier­von kön­nen auch Sa­nie­run­gen oder In­stand­set­zun­gen im In­ne­ren ei­nes Denk­mals be­trof­fen sein so­wie Än­de­run­gen am äu­ße­ren Er­schei­nungs­bild.

Bei Bo­den­denk­ma­len kön­nen Erd- und Bau­ar­bei­ten ver­än­dernd auf die Bo­den­denk­ma­le ein­wir­ken, so dass auch sol­che Maß­nah­men ge­neh­mi­gungs­pflich­tig sind.

Wenn Sie da­her ver­än­dern­de Maß­nah­men an Denk­ma­len vor­neh­men möch­ten und die­se Maß­nah­men kei­ner Bau­ge­neh­mi­gung be­dür­fen, be­nö­ti­gen Sie ei­ne Ge­neh­mi­gung der zu­stän­di­gen un­te­ren Denk­mal­schutz­be­hör­de.

Ist ei­ne Bau­ge­neh­mi­gung er­for­der­lich, wird die denk­mal­recht­li­che Ge­neh­mi­gung im Rah­men der Bau­ge­neh­mi­gung er­teilt. Bit­te stel­len Sie in die­sem Fall ei­nen An­trag auf Ge­neh­mi­gung der Än­de­rung von An­la­gen (Bau­ge­neh­mi­gung) bei der zu­stän­di­gen Bau­auf­sichts­be­hör­de. Die Bau­auf­sichts­be­hör­de nimmt von sich aus Kon­takt mit der zu­stän­di­gen Denk­mal­schutz­be­hör­de be­zie­hungs­wei­se Denk­mal­fach­be­hör­de auf.

Ge­gen den Be­scheid kön­nen Sie Wi­der­spruch ein­le­gen.

  • An­trag in­klu­si­ve
    • Be­schrei­bung des be­trof­fe­nen Denk­mals
    • Be­schrei­bung der Maß­nah­me
  • Bei Ver­tre­tung: Voll­macht
  • Pla­nungs­un­ter­la­gen Be­stand (Be­stands­plan)
    • Grund­ris­se, An­sich­ten, Schnit­te mit An­ga­ben zur der­zei­ti­gen Nut­zung des Denk­mals
    • So­fern nur klei­ne­re Ein­zel­maß­nah­men ge­plant sind, kann auf Be­stands­plä­ne ver­zich­tet wer­den.
  • Pla­nungs­un­ter­la­gen mit Ein­tra­gung der Maß­nah­men (Aus­füh­rungs­plan)
    • Grund­ris­se, An­sich­ten, Schnit­te mit un­ter­schied­li­cher Dar­stel­lung, wel­che der Bau­tei­le er­hal­ten, ab­ge­bro­chen, aus­ge­wech­selt und / oder er­neu­ert wer­den sol­len
    • mit An­ga­ben zu der ge­plan­ten Än­de­rung der Nut­zung und/ oder des Grund­ris­ses und/ oder wo der An­bau er­fol­gen soll
    • mit An­ga­ben zu Mo­der­ni­sie­rungs­maß­nah­men, zum Bei­spiel Er­neue­rung der Fens­ter
    • So­fern nur klei­ne­re Ein­zel­maß­nah­men ge­plant sind, kann auf Um­bau­plä­ne ver­zich­tet wer­den.
  • Ak­tu­el­le Fo­tos des Denk­mals von au­ßen und ge­ge­be­nen­falls in­nen

Die nach­fol­gen­den Un­ter­la­gen kön­nen im Ein­zel­fall für ei­ne um­fas­sen­de Prü­fung er­for­der­lich sein. Die Ab­stim­mung über den Um­fang der ein­zu­rei­chen­den Un­ter­la­gen er­folgt mit der zu­stän­di­gen un­te­ren Denk­mal­schutz­be­hör­de.

  • Dar­stel­lung der Bau- und Nut­zungs­ge­schich­te (ge­ge­be­nen­falls his­to­ri­sche Fo­tos, al­te Bau­zeich­nun­gen)
  • Plä­ne aus der Bau­zeit des Denk­mals und spä­te­re Um­bau­plä­ne (falls vor­han­den)
  • Denk­mal­pfle­ge­ri­sche Ziel­stel­lung / Denk­mal­pfle­ge­plan
  • Be­fund­un­ter­su­chun­gen zum Denk­mal (zum Bei­spiel: re­stau­ra­to­risch, bau­his­to­risch ge­ge­be­nen­falls mit Bau­al­terskar­tie­rung)
  • Bau­scha­denk­ar­tie­rung / Scha­dens­do­ku­men­ta­ti­on
  • Spe­zi­al­gut­ach­ten zum Denk­mal (zum Bei­spiel: sta­ti­sche oder holz­schutz­tech­ni­sche Un­ter­su­chung)
  • Bei Bo­den­denk­ma­len: Vor­un­ter­su­chung/Pro­spek­ti­on
  • Sie sind Denk­mal­ei­gen­tü­mer und möch­ten Ver­än­de­run­gen an Ih­rem Denk­mal vor­neh­men, die kei­ne Bau­ge­neh­mi­gung be­dür­fen.
  • Als Ver­tre­tungs­be­fug­ter oder Be­voll­mäch­tig­ter be­nö­ti­gen Sie ei­ne wirk­sa­me Ver­tre­tungs­be­fug­nis oder Voll­macht des Denk­mal­ei­gen­tü­mers.
  • Die Denk­mal­schutz­be­hör­de prüft all­ge­mein, ob Grün­de des Denk­mal­schut­zes be­zie­hungs­wei­se der Denk­mal­pfle­ge ge­gen die­se ver­än­dern­de Maß­nah­me spre­chen könn­ten.

Wenn Sie Ver­än­de­run­gen an Ih­rem Denk­mal vor­neh­men möch­ten, die kei­ne Bau­ge­neh­mi­gung er­for­dern (zum Bei­spiel bei Er­neue­rung von Haus­tür oder Fens­tern), müs­sen Sie als Denk­mal­ei­gen­tü­mer oder Be­voll­mäch­tig­ter be­zie­hungs­wei­se Ver­tre­tungs­be­fug­ter die denk­mal­recht­li­che Ge­neh­mi­gung für die­se Maß­nah­men bei der zu­stän­di­gen un­te­ren Denk­mal­schutz­be­hör­de be­an­tra­gen.

  • Fül­len Sie den An­trag aus und rei­chen ihn schrift­lich oder elek­tro­nisch (in der Schrift­form er­set­zen­den Va­ri­an­te) zu­sam­men mit den er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen ein.
  • Die zu­stän­di­ge un­te­re Denk­mal­schutz­be­hör­de prüft die Vor­aus­set­zun­gen in Ab­stim­mung mit der Denk­mal­fach­be­hör­de.
  • Im Ein­zel­fall müs­sen Sie wei­te­re Un­ter­la­gen für ei­ne um­fas­sen­de Prü­fung nach­rei­chen.
  • Die zu­stän­di­ge un­te­re Denk­mal­schutz­be­hör­de teilt Ih­nen das Er­geb­nis der An­trags­prü­fung in Form ei­nes schrift­li­chen Be­schei­des mit.

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