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Na­vi­ga­ti­on

Ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit ver­mit­telt be­kom­men

Sie sind seit län­ge­rer Zeit ar­beits­los, un­ter Um­stän­den ge­sund­heit­lich ein­ge­schränkt und möch­ten be­ruf­lich wie­der Fuß fas­sen? Über ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit ha­ben Sie als Emp­fän­ge­rin oder Emp­fän­ger von Bür­ger­geld die Mög­lich­keit ei­ne Tä­tig­keit aus­zu­üben, die Sie auf ei­ne Be­schäf­ti­gung am Ar­beits­markt vor­be­rei­tet.

Die zu ver­rich­ten­den Tä­tig­kei­ten müs­sen zu­sätz­lich und wett­be­werbs­neu­tral sein und im öf­fent­li­chen In­ter­es­se lie­gen.

Ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit kommt nur in Be­tracht, wenn Ih­re Ein­glie­de­rung in den Ar­beits­markt nicht mit an­de­ren Leis­tun­gen er­reicht wer­den kann. Ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit kann ei­ne Dau­er von bis zu 24 Mo­na­ten um­fas­sen und bei wei­te­rer Vor­la­ge der An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen um bis zu 12 Mo­na­te ver­län­gert wer­den.

Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten wer­den von ei­nem ge­eig­ne­ten Maß­nah­me­trä­ger durch­ge­führt. Dies kann zum Bei­spiel ein Bil­dungs­trä­ger, ein ka­ri­ta­ti­ves und ge­mein­wohl­ori­en­tier­tes Un­ter­neh­men, aber auch ein ge­mein­nüt­zi­ger Ver­ein sein.

Die Ar­beits­zeit wird im Ein­zel­fall vom Job­cen­ter fest­ge­legt.

Ih­re An­sprech­part­ne­rin oder Ihr An­sprech­part­ner im Job­cen­ter weist Ih­nen ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit zu. Sie be­kom­men zu­sätz­lich zu Ih­rem Bür­ger­geld ei­ne Mehr­auf­wands­ent­schä­di­gung, bei­spiels­wei­se für zu­sätz­lich ent­ste­hen­de Fahr­kos­ten oder für Ar­beits­klei­dung. Die Hö­he der Mehr­auf­wands­ent­schä­di­gung be­misst sich an den tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen, die auf­grund der Teil­nah­me an der Ar­beits­ge­le­gen­heit an­fal­len. Die Mehr­auf­wands­ent­schä­di­gung er­hal­ten Sie nur für Stun­den, in de­nen Sie tat­säch­lich Tä­tig­kei­ten ver­rich­tet ha­ben, al­so nicht für Krank­heits­zei­ten, Ur­laubs­ta­ge, Wo­chen­en­den und Fei­er­ta­ge.

Über Ih­ren Maß­nah­me­trä­ger sind Sie un­fall­ver­si­chert.

Wenn Sie von Ih­rem Maß­nah­me­trä­ger Sach­leis­tun­gen aus ei­ge­nen Mit­teln, wie zum Bei­spiel ei­ne Mo­nats­fahr­kar­te für Bus und Bahn er­hal­ten, wird Ih­re Mehr­auf­wands­ent­schä­di­gung ent­spre­chend re­du­ziert. Be­kom­men Sie vom Maß­nah­me­trä­ger zu­sätz­li­che Geld­leis­tun­gen, wer­den die­se wie Ein­kom­men be­rück­sich­tigt und mit Ih­rem Bür­ger­geld ver­rech­net.

Ih­rem Maß­nah­me­trä­ger wer­den die für die Durch­füh­rung der Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten er­for­der­li­chen Kos­ten er­stat­tet.

Die Ent­schei­dung über ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit liegt im Er­mes­sen Ih­res Job­cen­ters. Ei­nen Rechts­an­spruch auf die­se För­de­rung ha­ben Sie nicht.

  • Wi­der­spruch ge­gen die Zu­wei­sung in die Ar­beits­ge­le­gen­heit
  • Sie kön­nen ei­ner Ar­beits­ge­le­gen­heit zu­ge­wie­sen wer­den, wenn
    • die­se Leis­tung für Ih­re Ein­glie­de­rung in Ar­beit er­for­der­lich ist und für Sie zur Her­an­füh­rung an den Ar­beits­markt kei­ne an­de­re Leis­tung in Be­tracht kommt und
    • Sie in­ner­halb der letz­ten 5 Jah­re nicht mehr als 24 Mo­na­te in Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten zu­ge­wie­sen wa­ren.
  • Die Ar­beits­ge­le­gen­heit muss
    • zu­sätz­lich sein, das be­deu­tet, dass die zu ver­rich­ten­den Ar­bei­ten oh­ne die För­de­rung nicht, nicht in die­sem Um­fang oder erst zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt durch­ge­führt wer­den wür­de.
    • im öf­fent­li­chen In­ter­es­se sein. Ih­re Ar­beit muss al­so der All­ge­mein­heit die­nen, nicht et­wa kom­mer­zi­el­len In­ter­es­sen oder ei­nem be­grenz­ten Per­so­nen­kreis.
    • wett­be­werbs­neu­tral sein, es darf al­so kein re­gu­lä­res Ar­beits­ver­hält­nis ver­drängt oder ver­hin­dert wer­den.

Ei­ne Ar­beits­ge­le­gen­heit er­hal­ten Sie von Ih­rer An­sprech­part­ne­rin oder Ih­rem An­sprech­part­ner im Job­cen­ter.

  • Ih­re An­sprech­part­ne­rin oder Ihr An­sprech­part­ner er­läu­tert Ih­nen die Art, den Um­fang so­wie die Dau­er der Tä­tig­keit und teilt Ih­nen mit, bei wem Sie die Tä­tig­kei­ten ver­rich­ten. Da­bei wer­den auch Ih­re Be­lan­ge be­rück­sich­tigt.
  • Die De­tails der Ar­beits­ge­le­gen­heit wer­den Ih­nen auch schrift­lich mit­ge­teilt.
  • Die Rück­mel­dung zur Zu­wei­sung kann auch on­line er­fol­gen.

Kei­ne. Die Ar­beits­ge­le­gen­heit wird meist di­rekt im Be­ra­tungs­ge­spräch ver­ein­bart.

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