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El­tern­geld

El­tern­geld ist ei­ne ein­kom­mens­be­zo­ge­ne Leis­tung des Bun­des für Sie als El­tern und er­setzt ab 1. Ja­nu­ar 2007 das Bun­des­er­zie­hungs­geld. Sie er­hal­ten den Zu­schuss wäh­rend der ers­ten zwölf Mo­na­te nach der Ge­burt Ih­res Kin­des. Wenn Sie sich die El­tern­zeit mit Ih­rem Part­ner tei­len, wird Ih­nen das El­tern­geld für wei­te­re zwei Mo­na­te be­wil­ligt. Al­lein­er­zie­hen­de, die das al­lei­ni­ge Sor­ge­recht ha­ben, kön­nen es 14 Mo­na­te lang in An­spruch neh­men.

El­tern­geld­Plus er­mög­licht El­tern län­ger El­tern­geld in An­spruch zu neh­men; dop­pelt so lan­ge aber in ma­xi­mal hal­ber Hö­he. Aus ei­nem bis­he­ri­gen El­tern­geld­mo­nat wer­den zwei El­tern­geld­Plus-Mo­na­te. El­tern kön­nen zu­dem ei­nen Part­ner­schafts­bo­nus er­hal­ten: vier zu­sätz­li­che El­tern­geld­Plus-Mo­na­te, wenn sie in die­ser Zeit gleich­zei­tig zwi­schen 25 und 30 Wo­chen­stun­den ar­bei­ten. Dies gilt auch für ge­trennt er­zie­hen­de El­tern, die als El­tern ge­mein­sam in Teil­zeit ge­hen. Al­lein­er­zie­hen­den steht der ge­sam­te Part­ner­schafts­bo­nus zu.

Das El­tern­geld rich­tet sich nach dem Net­to­ein­kom­men des El­tern­teils, der für die Kin­der­be­treu­ung ent­we­der ganz zu Hau­se bleibt oder der sei­ne Ar­beits­zeit re­du­ziert.
Das El­tern­geld ist steu­er­frei.

  • Ge­burts­ur­kun­de des Kin­des oder be­glau­big­ter Aus­druck aus dem Ge­burts­re­gis­ter
  • Ein­kom­mens­nach­weis (z.B. der letz­te vor­lie­gen­de Ein­kom­men­steu­er­be­scheid)
  • Be­stä­ti­gung des Ar­beit­ge­bers, falls Sie Teil­zeit ar­bei­ten be­zie­hungs­wei­se Er­klä­rung über Ih­re Ar­beits­zeit, falls Sie selbst­stän­dig sind
  • Be­schei­ni­gung der Kran­ken­kas­se über das Mut­ter­schafts­geld
  • ge­ge­be­nen­falls Be­schei­ni­gung Ih­res Ar­beit­ge­bers über des­sen Zu­schuss zum Mut­ter­schafts­geld
  • bei An­trag des El­tern­gel­des für 14 Mo­na­te: zu­sätz­lich
    • Nach­weis, dass der an­de­re El­tern­teil zwei Mo­na­te da­von in An­spruch nimmt, oder
    • Nach­weis, dass Sie al­lein­er­zie­hend sind, das al­lei­ni­ge Sor­ge­recht be­zie­hungs­wei­se das al­lei­ni­ge Auf­ent­halts­be­stim­mungs­recht für Ihr Kind ha­ben und der an­de­re El­tern­teil nicht mit Ih­nen und dem Kind in der glei­chen Woh­nung lebt

Soll­te ein El­tern­teil sein Kind nicht be­treu­en kön­nen, bei­spiels­wei­se we­gen ei­ner schwe­ren Krank­heit, kann das El­tern­geld eben­falls für 14 Mo­na­te be­wil­ligt wer­den.

  • Sie ha­ben Ih­ren Wohn­sitz oder ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halts­ort in Deutsch­land.
  • Ihr Kind lebt mit Ih­nen in ei­nem Haus­halt.
  • Sie be­treu­en und er­zie­hen Ihr Kind selbst.
  • Sie ar­bei­ten wäh­rend des Be­zugs von El­tern­geld nicht mehr als 30 Stun­den pro Wo­che.
  • El­tern­paa­re, die im Ka­len­der­jahr vor der Ge­burt ih­res Kin­des ge­mein­sam ein zu ver­steu­ern­des Ein­kom­men von mehr als 500.000 Eu­ro hat­ten, ha­ben kei­nen An­spruch auf El­tern­geld. Für Al­lein­er­zie­hen­de ent­fällt der El­tern­geld­an­spruch ab ei­nem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men von mehr als 250.000 Eu­ro im Ka­len­der­jahr vor der Ge­burt.

Das El­tern­geld ori­en­tiert sich an der Hö­he des mo­nat­lich ver­füg­ba­ren be­rei­nig­ten Net­to­ein­kom­mens, das sich aus dem durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men aus Er­werbs­tä­tig­keit der letz­ten zwölf Ka­len­der­mo­na­te vor dem Ge­burts­mo­nat des Kin­des be­rech­net. Die­ses ent­fal­len­de Ein­kom­men wird bei ei­nem Net­to­ein­kom­men vor der Ge­burt

·         von 1.240 Eu­ro und mehr zu 65 Pro­zent,

·         von 1.220 Eu­ro zu 66 Pro­zent,

·         zwi­schen 1.000 Eu­ro und 1.200 Eu­ro zu 67 Pro­zent

er­setzt.

Das El­tern­geld be­trägt höchs­tens 1.800 Eu­ro (900 Eu­ro bei El­tern­geld­Plus). El­tern oh­ne Ein­kom­men er­hal­ten min­des­tens 300 Eu­ro (150 Eu­ro bei El­tern­geld­Plus) .

Bei Mehr­lings­ge­bur­ten be­kom­men Sie für je­des wei­te­re Kind 300 Eu­ro (150 Eu­ro bei El­tern­geld­Plus) zu­sätz­lich zum El­tern­geld.

Sie ha­ben An­spruch auf ei­nen Er­hö­hungs­be­trag von 10 Pro­zent, min­des­tens 75 Eu­ro mo­nat­lich, so­lan­ge im Haus­halt ein wei­te­res Kind un­ter drei Jah­ren lebt (Ge­schwi­s­ter­bo­nus); bei drei und mehr Kin­dern im Haus­halt ge­nügt es, wenn min­des­tens zwei Kin­der das sechs­te Le­bens­jahr noch nicht voll­endet ha­ben. 

Sie kön­nen Ih­ren El­tern­geld­an­spruch mit­hil­fe des El­tern­geld­rech­ners des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Fa­mi­lie, Se­nio­ren, Frau­en und Ju­gend un­ver­bind­lich aus­rech­nen.

Sie müs­sen den An­trag schrift­lich stel­len. Dar­in müs­sen Sie ver­bind­lich fest­le­gen, wer von den bei­den El­tern wann das El­tern­geld be­zie­hen möch­te. Da­nach sind Än­de­run­gen nur in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich. Sie und Ihr Part­ner müs­sen den An­trag bei­de un­ter­schrei­ben.

Sie kön­nen sich die Be­zugs­mo­na­te für das El­tern­geld un­ter­ein­an­der frei ein­tei­len. Die ein­zi­ge Ein­schrän­kung be­steht dar­in, dass ei­ner von Ih­nen min­des­tens zwei Mo­na­te da­von in An­spruch nimmt, wenn Sie den Zu­schuss für 14 Mo­na­te be­an­tra­gen. Sie kön­nen das El­tern­geld auch ins­ge­samt 24 be­zie­hungs­wei­se 28 Mo­na­te lang be­zie­hen, da­durch hal­biert sich je­doch der mo­nat­li­che Be­trag ent­spre­chend.

Soll­ten sich wäh­rend der Be­zugs­mo­na­te Än­de­run­gen er­ge­ben (z.B. weil Sie Ih­re wö­chent­li­che Ar­beits­zeit er­höht oder re­du­ziert ha­ben), müs­sen Sie dies der zu­stän­di­gen Stel­le mit­tei­len.

Sie müs­sen den An­trag auf El­tern­geld spä­tes­tens drei Mo­na­te nach Ge­burt Ih­res Kin­des ein­ge­reicht ha­ben, um das El­tern­geld rück­wir­kend für den gan­zen Zeit­raum zu er­hal­ten.

Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen zum El­tern­geld fin­den Sie auch im On­line-Auf­tritt des Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fa­mi­lie, Se­nio­ren, Frau­en und Ju­gend

Das El­tern­geld wird beim Ar­beits­lo­sen­geld II, bei der So­zi­al­hil­fe und beim Kin­der­zu­schlag grund­sätz­lich voll­stän­dig als Ein­kom­men an­ge­rech­net. El­tern die vor der Ge­burt Er­werbs­ein­künf­te hat­ten, er­hal­ten je­doch ei­nen El­tern­geld­frei­be­trag. Der El­tern­geld­frei­be­trag ent­spricht dem Ein­kom­men vor der Ge­burt und be­trägt höchs­tens 300 Eu­ro.

Bei der Fest­stel­lung von Un­ter­halts­an­sprü­chen wird das El­tern­geld in Hö­he des Min­dest­be­trags (300 Eu­ro mo­nat­lich) nicht an­ge­rech­net.