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Na­vi­ga­ti­on

Erd­auf­schluss: Er­laub­nis be­an­tra­gen

Bohr­ar­bei­ten, die so tief in den Bo­den hin­ein­rei­chen, dass sie die Be­we­gun­gen oder die Be­schaf­fen­heit des Grund­was­sers be­ein­flus­sen kön­nen, wer­den als „Erd­auf­schlüs­se" be­zeich­net. Wenn Sie ei­nen sol­chen Erd­auf­schluss für ei­ne geo­ther­mi­sche Nut­zung mit ver­ti­ka­ler Erd­wär­me­son­de pla­nen, müs­sen Sie dies bei der zu­stän­di­gen Was­ser­be­hör­de be­an­tra­gen.

Je­de Boh­rung lie­fert Da­ten für die Be­wer­tung des Un­ter­grun­des am je­wei­li­gen Stand­ort. Die An­zei­ge er­mög­licht es den zu­stän­di­gen Be­hör­den, sich vor Ort ei­nen Ein­druck vom Bohr­vor­ha­ben und vom her­vor­ge­brach­ten Bohr­gut zu ver­schaf­fen. Die Be­hör­den kön­nen er­gän­zen­de Mes­sun­gen vor­neh­men und die Qua­li­tät der Bohr­ergeb­nis­se si­chern. Das ver­hin­dert kost­spie­li­ge Fehl­ent­schei­dun­gen bei der un­ter­ir­di­schen Raum­pla­nung.

Spe­zi­el­le Hin­wei­se für -

Die Er­rich­tung ei­ner Erd­wär­me­son­de stellt als Erd­auf­schluss im recht­li­chen Sin­ne ei­ne „Be­nut­zung“ dar und ist grund­sätz­lich er­laub­nis­pflich­tig.

Aus­nah­me stellt die Er­rich­tung ei­nes Erd­wär­me­kol­lek­tors dar. Die­se ist der un­te­ren Was­ser­be­hör­de in­ner­halb ei­nes Mo­nats vor Be­ginn an­zu­zei­gen.


Bei ei­ner End­teu­fe von mehr als 100 m wird durch die un­te­re Was­ser­be­hör­de der Geo­lo­gi­sche Dienst des Lan­des­am­tes für Um­welt, Na­tur­schutz und Geo­lo­gie be­tei­ligt.

Für Boh­run­gen gilt nach § 127 Bun­des­berg­ge­setz zu­sätz­lich ei­ne An­zei­ge­pflicht beim Berg­amt Meck­len­burg-Vor­pom­mern (https://​www.​bergamt-​mv.​de), die durch den An­trag­stel­ler selbst wahr­zu­neh­men ist.

Wi­der­spruch

Ge­gen was­ser­be­hörd­li­che An­ord­nun­gen, Auf­la­gen oder Un­ter­sa­gungs­ver­fü­gun­gen so­wie auch ge­gen die Nicht­er­tei­lung ei­ner be­an­trag­ten was­ser­recht­li­chen Er­laub­nis kann Wi­der­spruch in­ner­halb von ei­nem Mo­nat nach Be­kannt­ga­be ein­ge­legt wer­den (§ 68 Vw­GO).

  • Art und Form der Un­ter­la­gen wer­den durch die je­weils zu­stän­di­ge Be­hör­de fest­ge­legt
  • Bei­zu­brin­gen sind u. a.:
    • Hy­dro­geo­lo­gi­sches Gut­ach­ten
    • Was­ser­recht­li­cher Fach­bei­trag
Spe­zi­el­le Hin­wei­se für -
  • An­trag

Durch den Erd­auf­schluss oder die Boh­rung darf kei­ne nach­tei­li­ge Ver­än­de­rung der Grund­was­ser­be­schaf­fen­heit ein­tre­ten oder zu be­sor­gen sein. Die Was­ser­be­hör­de kann Maß­nah­men zum Schutz des Grund­was­sers an­ord­nen (Auf­la­gen). An­de­re An­for­de­run­gen nach öf­fent­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten müs­sen er­füllt wer­den.
 

Soll­ten Sie ei­ne Boh­rung oder ei­nen Erd­auf­schluss pla­nen, die in das Grund­was­ser ein­dringt, sind fol­gen­de Ver­fah­rens­schrit­te not­wen­dig:

  • Re­cher­che der lo­kal zu­stän­di­gen un­te­ren Was­ser­be­hör­de 
  • Ab­fra­ge bei der zu­stän­di­gen Was­ser­be­hör­de über ein­zu­rei­chen­de Un­ter­la­gen be­züg­lich der was­ser­recht­li­chen Er­laub­nis
  • Bohr­an­zei­ge (sie­he An­zei­ge Erd­auf­schluss)
  • Ein­rei­chen ei­nes An­tra­ges auf was­ser­recht­li­che Er­laub­nis mit den zu­vor ab­ge­spro­che­nen Un­ter­la­gen
  • Ab­war­ten des ent­spre­chen­den Be­schei­des über die was­ser­recht­li­che Er­laub­nis
  • Rea­li­sie­rung des Pro­jek­tes

In der Re­gel ein Mo­nat.

Die Er­laub­nis müs­sen Sie vor Be­ginn der Ar­bei­ten be­an­tra­gen.  

Sie kön­nen mit Ih­rem Vor­ha­ben erst be­gin­nen, wenn Ih­re zu­stän­di­ge Be­hör­de die Er­laub­nis er­teilt hat.