Home
Na­vi­ga­ti­on

Er­laub­nis zum Füh­ren der Be­rufs­be­zeich­nung als Ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­sche As­sis­tenz­kraft be­an­tra­gen

Wer die Be­rufs­be­zeich­nung "Ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­sche As­sis­ten­tin" oder "Ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­scher As­sis­tent" füh­ren will, be­nö­tigt ei­ne ge­son­der­te Er­laub­nis nach dem Ge­setz über tech­ni­sche As­sis­ten­ten in der Me­di­zin (MTA-Ge­setz). Ge­mäß § 9 und § 10 MTA-Ge­setz dür­fen be­stimm­te Tä­tig­kei­ten nur von be­stimm­ten Per­so­nen aus­ge­führt wer­den (vor­be­hal­te­ne Tä­tig­kei­ten). Die Grund­la­ge für die Aus­übung des Be­ru­fes als Ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­sche(r) As­sis­ten­tin/ -as­sis­tent ist die Ab­leis­tung der vor­ge­schrie­be­nen Aus­bil­dung und das Be­stehen der staat­li­chen Prü­fung ge­mäß Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung für tech­ni­sche As­sis­ten­ten in der Me­di­zin (MTA-APrV). Au­ßer­halb des Gel­tungs­be­rei­ches des MTA-Ge­set­zes ab­ge­schlos­se­ne Be­rufs­aus­bil­dun­gen kön­nen un­ter den im MTA-Ge­setz be­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen als gleich­wer­tig an­er­kannt wer­den. Bei aus­län­di­schen Be­rufs­ab­schlüs­sen ist ge­ge­be­nen­falls ei­ne Eig­nungs­prü­fung zu er­brin­gen oder ein An­pas­sungs­lehr­gang (EU, EWG) oder ei­ne Kennt­nis­prü­fung ab­zu­le­gen oder ei­ne An­pas­sungs­lehr­gang mit Prü­fung (Dritt­saa­ten) zu ab­sol­vie­ren. Die Vor­aus­set­zun­gen für die Er­tei­lung der Er­laub­nis zum Füh­ren der Be­rufs­be­zeich­nung sind im MTA-Ge­setz fest­ge­legt. 
Bei Per­so­nen aus den Mit­glieds­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on, ei­nes an­de­ren Ver­trags­staa­tes des Ab­kom­mens über den Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum oder der Schweiz, die ei­ne Aus­bil­dung im Be­reich der ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­sche As­sis­tenz ab­ge­schlos­sen ha­ben, kann auf An­trag ein par­ti­el­ler Zu­gang zum Be­ruf des ve­te­ri­när­me­di­zi­nisch-tech­ni­sche As­sis­ten­ten be­stä­tigt wer­den. 
Dienst­leis­tungs­er­brin­ger im Sin­ne des Ar­ti­kels 50 des EG-Ver­tra­ges kön­nen bei Er­fül­lung der im MTA-Ge­setz be­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen vor­über­ge­hend und ge­le­gent­lich ih­ren Be­ruf im Gel­tungs­be­reich des MTA-Ge­set­zes aus­üben. Dies ist der zu­stän­di­gen Be­hör­de vor­her zu mel­den.

Er­for­der­lich sind Un­ter­la­gen, mit de­nen die Er­fül­lung der Vor­aus­set­zun­gen für die Er­tei­lung der Er­laub­nis ge­mäß § 2 des MTA-Ge­set­zes nach­ge­wie­sen wird: 

  • Zeug­nis über die er­folg­reich be­stan­de­ne Prü­fung ge­mäß MTA-APrV oder ein als der Prü­fung ge­mäß MTA-APrV gleich­wer­tig an­er­kann­ter Aus­bil­dungs­nach­weis,
  • amt­li­ches Füh­rungs­zeug­nis, nicht äl­ter als drei Mo­na­te,
  • ei­ge­ne Er­klä­rung, dass ge­gen den An­trag­stel­ler/ die An­trag­stel­le­rin kein be­rufs­recht­li­ches Straf­ver­fah­ren und kein staats­an­walt­li­ches Er­mitt­lungs­ver­fah­ren an­hän­gig ist,
  • ärzt­li­che Be­schei­ni­gung, aus der her­vor­geht, dass der An­trag­stel­ler/ die An­trag­stel­le­rin aus ge­sund­heit­li­cher Sicht zur Aus­übung des Be­rufs nicht un­ge­eig­net ist, nicht äl­ter als drei Mo­na­te,
  • Nach­weis, dass der An­trag­stel­ler/ die An­trag­stel­le­rin über die für die Aus­übung der Be­rufs­tä­tig­keit er­for­der­li­chen Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che ver­fügt. *
  • Dar­über hin­aus sind ggf. fol­gen­de Un­ter­la­gen er­for­der­lich:
  • Per­so­nal­aus­weis bzw. Rei­se­pass mit ak­tu­el­ler Mel­de­be­stä­ti­gung,
  • kur­zer Le­bens­lauf,
  • Bei An­trag­stel­lern/ An­trag­stel­le­rin­nen, de­ren Aus­bil­dungs­nach­weis nicht als gleich­wer­tig an­er­kann­te Prü­fung ge­mäß MTA-APrV an­er­kannt wird:
    a) Bei Aus­bil­dungs­nach­wei­sen aus der EU oder EWR: Be­schei­ni­gung über die be­stan­de­ne Eig­nungs­prü­fung oder die Be­schei­ni­gung über die Ab­leis­tung des An­pas­sungs­lehr­gan­ges;
    b) Bei Aus­bil­dungs­nach­wei­sen aus Dritt­staa­ten: Be­schei­ni­gung über die be­stan­de­ne Kennt­nis­prü­fung oder Be­schei­ni­gung über den er­folg­rei­chen Ab­schluss des An­pas­sungs­lehr­gan­ges. 

* In Meck­len­burg-Vor­pom­mern ist der Nach­weis über die für die Aus­übung der Be­rufs­tä­tig­keit er­for­der­li­chen Sprach­kennt­nis­se im Rah­men ei­nes per­sön­li­chen Ge­sprächs zu er­brin­gen.

Ge­mäß § 2 MTA-Ge­setz ist die Er­laub­nis auf An­trag zu er­tei­len, wenn der An­trags­stel­ler/ die An­trag­stel­le­rin:

  • die vor­ge­schrie­be­ne Aus­bil­dung ab­ge­leis­tet und die staat­li­che Prü­fung be­stan­den hat (§ 4),
  • sich nicht ei­nes Ver­hal­tens schul­dig ge­macht hat, aus dem sich die Un­zu­ver­läs­sig­keit zur Aus­übung des Be­rufs er­gibt,
  • nicht in ge­sund­heit­li­cher Hin­sicht zur Aus­übung des Be­rufs un­ge­eig­net ist und
  • über die für die Aus­übung der Be­rufs­tä­tig­keit er­for­der­li­chen Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che ver­fügt.

Nach Auf­wand gem. Ve­te­ri­när­ver­wal­tungs­kos­ten­ver­ord­nung (Vet­Kost­VO M-V).

  • An­trag­stel­lung und Ein­rei­chung der er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen durch den An­trag­stel­ler/ die An­trag­stel­le­rin.
  • Prü­fung und Be­ar­bei­tung durch die zu­stän­di­ge Be­hör­de (ggf. An­for­de­rung wei­te­rer Un­ter­la­gen/ Klä­rung be­son­de­rer Fra­ge­stel­lun­gen).
  • Be­scheid über die Er­tei­lung der Er­laub­nis/ Be­scheid über die Ab­leh­nung des An­trags auf Er­tei­lung der Er­laub­nis oder Be­scheid über die Ab­leh­nung der Fest­stel­lung der Gleich­wer­tig­keit des ein­ge­reich­ten Aus­bil­dungs­nach­wei­ses mit der Prü­fung ge­mäß MTA-APrV.

In Ab­hän­gig­keit des je­wei­li­gen Falls und in Ab­hän­gig­keit der Voll­stän­dig­keit der An­trags­un­ter­la­gen meh­re­re Wo­chen.

Die er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen/ Nach­wei­se sind in Ur­schrift, in amt­lich be­glau­big­ter Ab­schrift oder amt­lich be­glau­big­ter Ab­lich­tung vor­zu­le­gen. So­weit die Un­ter­la­gen/ Nach­wei­se nicht in deut­scher Schrift aus­ge­stellt sind, sind sie zu­sätz­lich in amt­lich an­er­kann­ter Über­set­zung vor­zu­le­gen.

Mi­nis­te­ri­um für Kli­ma­schutz, Land­wirt­schaft, länd­li­che Räu­me und Um­welt M-V
Ab­tei­lung 5, Re­fe­rat 540