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Eu­ro­päi­sche Tech­ni­sche Be­wer­tung (ETA) be­an­tra­gen

Die Eu­ro­päi­sche Tech­ni­sche Be­wer­tung ist ein Pro­dukt­leis­tungs­nach­weis. Sie weist nach, dass Ihr Pro­dukt die An­for­de­run­gen der Eu­ro­päi­schen Uni­on er­füllt. Die ETA er­mög­licht Ih­nen, Bau­pro­duk­te auch dann eu­ro­pa­weit zu ver­mark­ten, wenn sie nicht oder nicht voll­stän­dig von ei­ner har­mo­ni­sier­ten Norm er­fasst sind. Wenn Ihr Pro­dukt ei­ner Norm ent­spricht, kann kein Pro­dukt­leis­tungs­nach­weis über ei­ne ETA ge­führt wer­den.

Das Re­sul­tat der ETA ist die Leis­tungs­er­klä­rung und die CE-Kenn­zeich­nung. Da­mit kön­nen Sie Ihr Pro­dukt im ge­sam­ten Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum, der Schweiz und der Tür­kei ver­trei­ben.

Ei­ne ETA kön­nen Sie für je­des Bau­pro­dukt be­an­tra­gen, das nicht oder nicht voll­stän­dig von ei­ner har­mo­ni­sier­ten Norm er­fasst ist.

Bau­pro­duk­te sind Pro­duk­te, die dau­er­haft in Bau­wer­ke ein­ge­baut wer­den. Das kön­nen zum Bei­spiel Stahl, Fens­ter, Trä­ger, Wär­me­dämm­stof­fe oder Ab­dich­tun­gen sein. Ein­bau­schrän­ke hin­ge­gen sind kei­ne Bau­pro­duk­te.

Das Pro­dukt darf al­ler­dings nur dann in ein Bau­werk ein­ge­baut wer­den, wenn es ins­be­son­de­re den im Lan­des­bau­ord­nungs­recht an Bau­wer­ke ge­stell­ten An­for­de­run­gen ge­nügt.

  • Tech­ni­sches Dos­sier des Her­stel­lers
  • Es sind Un­ter­la­gen vor­zu­le­gen, de­nen ent­nom­men wer­den kann, dass ein Eu­ro­päi­sches Be­wer­tungs­do­ku­ment (EAD) als Grund­la­ge für die Er­mitt­lung der Pro­dukt­leis­tung her­an­ge­zo­gen wer­den kann, oder die es er­mög­li­chen, ein sol­ches Be­wer­tungs­do­ku­ment zu er­ar­bei­ten.

Die Er­mitt­lung der Pro­dukt­leis­tung be­ruht auf den im EAD nie­der­ge­leg­ten Be­wer­tungs­ver­fah­ren und den dort ge­ge­be­nen­falls ent­hal­te­nen An­nah­men, un­ter de­nen die Pro­dukt­leis­tung er­reicht wer­den kann. Liegt kein EAD vor, wird von der Be­wer­tungs­stel­le zu­nächst ein sol­ches er­ar­bei­tet.

Je nach Kom­ple­xi­tät des Pro­dukts zwi­schen et­wa EUR 2.000 und EUR 30.000

Ei­ne ETA müs­sen Sie schrift­lich be­an­tra­gen:

  • Fül­len Sie das Form­blatt zur Be­an­tra­gung der Aus­stel­lung ei­ner ETA voll­stän­dig aus.
  • Sen­den Sie es zu­sam­men mit den er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen an das DIBt.
  • Das DIBt prüft die Voll­stän­dig­keit Ih­rer Un­ter­la­gen und klärt, ob es für Ihr Bau­pro­dukt be­reits ei­ne Be­wer­tungs­grund­la­ge in Ge­stalt ei­nes Eu­ro­päi­schen Be­wer­tungs­do­ku­ments gibt.
  • Wenn kein (voll­stän­dig) zu­tref­fen­des Be­wer­tungs­do­ku­ment vor­liegt, muss ei­ne Ver­ein­ba­rung über den Schutz des Ge­schäfts­ge­heim­nis­ses und der Ver­trau­lich­keit so­wie ein Ver­trag zur Aus­stel­lung der Eu­ro­päi­schen Tech­ni­schen Be­wer­tung ab­ge­schlos­sen wer­den.
  • An­schlie­ßend wird ein Prüf­plan er­stellt und Sie er­hal­ten ei­ne Emp­feh­lung für ein ge­eig­ne­tes Prü­fungs­in­sti­tut.
  • Sie er­stel­len bei ei­nem In­sti­tut Ih­rer Wahl die not­wen­di­gen Prüf­be­rich­te.
  • Ab­schlie­ßend be­wer­tet das DIBt die Prüf­be­rich­te und stellt die ETA aus.
  • Das DIBt emp­fiehlt ei­ne re­gel­mä­ßi­ge tech­ni­sche Über­prü­fung der ETA und ge­ge­be­nen­falls ei­ne An­pas­sung an den Stand der Tech­nik.

In der Re­gel we­ni­ge Mo­na­te, ab­hän­gig von der Kom­ple­xi­tät des Pro­dukts, dem Prü­fungs­auf­wand und den Ka­pa­zi­tä­ten der ein­zu­schal­ten­den Prüf­stel­le

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