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Na­vi­ga­ti­on

Ex­plo­si­ons­ge­fähr­li­che Stof­fe: Spren­gung an­zei­gen

Die Per­son, die für ei­ne Spren­gung mit ex­plo­si­ons­ge­fähr­li­chen Stof­fen ver­ant­wort­lich ist, hat die Spren­gung der zu­stän­di­gen Be­hör­de schrift­lich an­zu­zei­gen.

Die ver­ant­wort­li­che Per­son muss In­ha­ber ei­ner Er­laub­nis nach § 7 Spreng­stoff­ge­setz sein.

Von der An­zei­ge­pflicht aus­ge­nom­men sind Spren­gun­gen in An­la­gen, die nach § 4 des Bun­des-Im­mis­si­ons­schutz­ge­set­zes ge­neh­migt sind (z. B. in Stein­brü­chen).

Die An­zei­ge muss schrift­lich in dop­pel­ter Aus­fer­ti­gung er­fol­gen. In der An­zei­ge sind an­zu­ge­ben:

  • Ort, Tag und Zeit­punkt der Spren­gung (bei meh­re­ren Spren­gun­gen der Zeit­raum, in dem sie vor­ge­nom­men wer­den sol­len),
  • Na­me und An­schrift der für die Spren­gung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen so­wie
  • Num­mer, Da­tum und aus­stel­len­de Be­hör­de der gül­ti­gen Er­laub­nis nach § 7 oder § 27 des Spreng­stoff­ge­set­zes und des gül­ti­gen Be­fä­hi­gungs­scheins nach § 20 des Spreng­stoff­ge­set­zes.  

Au­ßer­dem sind fol­gen­de An­ga­ben bzw. Un­ter­la­gen bei­zu­fü­gen:

  • Be­schrei­bung der Spreng­ar­bei­ten nach
    • Art, Ver­fah­ren und Um­fang der Spren­gun­gen
  • spreng­tech­ni­sche Da­ten, wie
    • Art und Höchst­men­ge der je Spren­gung zu ver­wen­den­den Spreng­stof­fe und Zünd­mit­tel
  • Ent­fer­nung der Spreng­stel­len zu be­son­ders schutz­be­dürf­ti­gen Ge­bäu­den und An­la­gen in ei­nem Um­kreis von min­des­tens 1 000 m, ins­be­son­de­re zu
    • Kran­ken­häu­sern, Schu­len, Al­ten- und Kin­der­hei­men, Sport­an­la­gen und Spiel­plät­zen
  • Si­che­rungs­maß­nah­men, ins­be­son­de­re
    • De­ckungs­räu­me für Be­schäf­tig­te, Ab­sperr­maß­nah­men an Ver­kehrs­we­gen so­wie Vor­keh­run­gen zum Schutz be­nach­bar­ter Wohn- und Ar­beits­stät­ten ge­gen Stein­flug, Er­schüt­te­run­gen, Spreng­schwa­den und Lärm
  • maß­stäb­li­cher La­ge­plan (Ab­sperr­plan) oder Un­ter­la­gen mit An­ga­ben über die Ent­fer­nung der Spreng­stel­len von Ver­kehrs­we­gen, Wohn- und Ar­beits­stät­ten so­wie Ein­rich­tun­gen der öf­fent­li­chen Ver­sor­gung in ei­nem Um­kreis von min­des­tens 300 m
  • so­fern er­for­der­lich:
    • Be­rech­nungs- und Pla­nungs­un­ter­la­gen
    • Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten

Wird die An­zei­ge kor­rekt ge­stellt, fal­len kei­ne Ge­büh­ren an.

Zu­las­sung von Aus­nah­men von der Pflicht zur An­zei­ge oder An­zei­ge­frist: Ta­rif­stel­le 4.1 EUR 30,00 - 100,00.

Die An­zei­ge muss

  • min­des­tens vier Wo­chen vor Be­ginn der Spren­gun­gen vor­lie­gen, wenn meh­re­re gleich­ar­ti­ge Spren­gun­gen vor­ge­nom­men wer­den sol­len, und
  • min­des­tens ei­ne Wo­che vor je­der an­de­ren Spren­gung (Ein­zel­spren­gung).  

Sind nach Er­stat­tung der An­zei­ge Ver­än­de­run­gen ge­gen­über dem In­halt der An­zei­ge ein­ge­tre­ten, ist ei­ne Än­de­rungs­an­zei­ge eben­falls in dop­pel­ter Aus­fer­ti­gung not­wen­dig. Nicht recht­zei­ti­ge, un­voll­stän­di­ge, un­rich­ti­ge An­zei­gen sind ord­nungs­wid­rig im Sin­ne des Spreng­stoff­ge­set­zes.