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Na­vi­ga­ti­on

För­de­rung von Schuld­ner-/Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tungs­stel­len in Meck­len­burg-Vor­pom­mern Be­an­tra­gung

Die Schuld­ner- und Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tung um­fasst die Be­ra­tun­gen und Hilfs­an­ge­bo­te von an­er­kann­ten Schuld­ner- und Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tungs­stel­len für Fa­mi­li­en und Ein­zel­per­so­nen mit Ver- oder Über­schul­dungs­pro­ble­men ein­schlie­ß­lich der Vor­be­rei­tung auf ein Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­ren und ei­ne Rest­schuld­be­frei­ung. Das schlie­ßt so­wohl ge­eig­ne­te fi­nan­zi­el­le als auch so­zi­al­päd­ago­gi­sche Be­ra­tung und die Er­mitt­lung er­for­der­li­cher wei­ter­füh­ren­der Be­ra­tung und so­zia­ler Hil­fen eben­so wie Maß­nah­men im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tung ein.

Die Be­ra­tung be­inhal­tet ins­be­son­de­re:

  • die Klä­rung der per­sön­li­chen/fa­mi­liä­ren, be­ruf­li­chen und wirt­schaft­li­chen Si­tua­ti­on der Rat­su­chen­den so­wie Fest­stel­lung der Schul­den­si­tua­ti­on,
  • die Über­prü­fung der ge­gen­über ei­ner Schuld­ne­rin/ei­nem Schuld­ner gel­tend ge­mach­ten For­de­run­gen so­wie Prü­fung von Kre­dit­ver­trä­gen,
  • die Pfän­dungs­schutz-Kon­to-Be­ra­tung inkl. Be­schei­ni­gung,
  • die Ver­hand­lun­gen über Schul­den­nach­läs­se mit Gläu­bi­gern,
  • die An­lei­tung zum wirt­schaft­li­chen Ver­hal­ten wie z. B. Bud­get­be­ra­tung, um ei­ne an­hal­ten­de wirt­schaft­li­che Selbst­be­wäl­ti­gungs­kom­pe­tenz der Rat­su­chen­den wie­der­her­zu­stel­len oder zu fes­ti­gen,
  • Öf­fent­lich­keits- und Prä­ven­ti­ons­ar­beit,
  • das Auf­zei­gen von ge­eig­ne­ten Maß­nah­men zur Un­ter­stüt­zung der Exis­tenz­si­che­rung (in­klu­si­ve Kri­sen­in­ter­ven­ti­on),
  • die Ein­lei­tung von ge­eig­ne­ten struk­tu­rel­len Maß­nah­men, die zur wirt­schaft­li­chen Kon­so­li­die­rung der Rat­su­chen­den bei­tra­gen,
  • die au­ßer­ge­richt­li­che Ei­ni­gung mit den Gläu­bi­gern auf der Grund­la­ge ei­nes Schul­den­be­rei­ni­gungs­plans nach den Vor­schrif­ten der In­sol­venz­ord­nung,
  • die Ein­lei­tung er­for­der­li­cher Maß­nah­men, die der Schuld­ne­rin/dem Schuld­ner die Mög­lich­keit er­öff­nen, das Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­ren und das Rest­schuld-be­frei­ungs­ver­fah­ren ent­spre­chend der In­sol­venz­ord­nung in An­spruch neh­men zu kön­nen.

Zur Leis­tungs­er­brin­gung kom­men fol­gen­de Me­tho­den zum Ein­satz:

  • In­for­ma­ti­ons­ge­sprä­che,
  • pri­mä­re Kri­sen­in­ter­ven­ti­on,
  • Kurz­be­ra­tung,
  • psy­cho­so­zia­le Pro­blem­ex­plo­ra­ti­on,

              --> Be­glei­tung des ge­sam­ten Ent­schul­dungs­pro­zes­ses im Sin­ne ganz­heit­li­chen Han­delns,

              --> Er­schlie­ßen der Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten (Res­sour­cen) der Schuld­ne­rin/des Schuld­ners und Hil­fe zur Selbst­hil­fe.

  • An­trags­for­mu­lar
  • Fi­nan­zie­rungs­plan
  • Be­darfs­be­stä­ti­gung des je­wei­li­gen Land­krei­ses bzw. der kreis­frei­en Stadt oder Ge­mein­de

Wel­che Un­ter­la­gen im Wei­te­ren er­for­der­lich sind, kann dem An­trags­for­mu­lar ent­nom­men wer­den.

Wei­te­re Un­ter­la­gen kön­nen von der Be­wil­li­gungs­be­hör­de zur Be­ur­tei­lung und Prü­fung des Vor­ha­bens an­ge­for­dert wer­den.

  • Die Be­ra­tungs­stel­le muss als ge­eig­ne­te Stel­le im Sin­ne des § 305 Ab­satz 1 Num­mer der In­sol­venz­ord­nung an­er­kannt sein und in Meck­len­burg-Vor­pom­mern Schuld­ner-/Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tung durch­füh­ren,
  • Die für die Schuld­ner- und Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tung ein­ge­setz­ten Fach­kräf­te müs­sen die Vor­aus­set­zun­gen ge­mäß § 3 des In­sol­venzaus­füh­rungs­ge­set­zes und § 2 der In­sol­ven­z­an­er­ken­nungs­ver­ord­nung er­fül­len,
  • Es ist si­cher­zu­stel­len, dass je­de rat- und hil­fe­su­chen­de Fa­mi­lie und Ein­zel­per­son un­ent­gelt­lich und ge­büh­ren­frei be­ra­ten wird,
  • die Trä­ger der Be­ra­tungs­stel­le müs­sen er­klä­ren, dass sie

             --> in­halt­lich und or­ga­ni­sa­to­risch eng mit so­zia­len Diens­ten zu­sam­men­ar­bei­ten,

             --> die Frei­wil­lig­keit der Be­ra­tung und den Per­sön­lich­keits­schutz so­wie die Schwei­ge­pflicht nach § 203 StGB und den Da­ten­schutz ge­währ­leis­ten,

  • die Trä­ger er­brin­gen grund­sätz­lich ei­nen an­ge­mes­se­nen Ei­gen­bei­trag, der min­des­tens 5 vom Hun­dert der zu­wen­dungs­fä­hi­gen Ge­samt­aus­ga­ben be­tra­gen soll. Zu­dem ist Zu­wen­dungs­vor­aus­set­zung die För­de­rung von min­des­tens 45 vom Hun­dert der zu­wen­dungs­fä­hi­gen Ge­samt­aus­ga­ben durch die Land­krei­se oder kreis­frei­en Städ­te,
  • Zu­wen­dun­gen wer­den höchs­tens bis zu ei­nem Ver­sor­gungs­schlüs­sel von ei­ner voll­zeit­be­schäf­tig­ten Fach­kraft auf je 25.000 Ein­woh­ner im je­wei­li­gen Land­kreis oder der je­wei­li­gen kreis­frei­en Stadt (Be­völ­ke­rungs­stand zum 31. De­zem­ber des je­wei­li­gen Vor­jah­res) ge­währt,
  • die Trä­ger le­gen dem Mi­nis­te­ri­um für So­zia­les, In­te­gra­ti­on und Gleich­stel­lung Meck­len­burg­Vor­pom­mern und dem Lan­des­amt für Ge­sund­heit und So­zia­les Meck­len­burg-Vor­pom­mern bis zum 28. Fe­bru­ar des dem För­der­jahr fol­gen­den Jah­res ei­ne lan­des­ein­heit­li­che Sta­tis­tik und ei­ne ver­ba­le Ein­schät­zung zur Über­schul­dungs­si­tua­ti­on vor­zu­le­gen so­wie die Be­tei­li­gung an der ein­schlä­gi­gen Bun­des­sta­tis­tik si­cher­zu­stel­len,
  • der Zu­gang zu den Be­ra­tungs­stel­len soll bar­rie­re­frei im Sin­ne von § 6 Lan­des­be­hin­der­ten­gleich­stel­lungs­ge­setz er­fol­gen.
  • die Sprech­zei­ten der Be­ra­tungs­stel­len sind öf­fent­lich be­kannt zu ge­ben. Sie sind so ein­zu­rich­ten, dass auch Er­werbs­tä­ti­gen die Mög­lich­keit ei­ner In­an­spruch­nah­me er­mög­licht wird,
  • un­ter den in § 12 Ab­satz 3 des Wohl­fahrts­fi­nan­zie­rungs- und -trans­pa­renz­ge­set­zes ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen ist ei­ne Ein­tra­gung in der Trans­pa­renz­da­ten­bank des Lan­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern er­for­der­lich.
  • An­trä­ge auf ei­ne Zu­wen­dung für das kom­men­de Jahr sind schrift­lich un­ter Ver­wen­dung ei­nes be­reit­ge­stell­ten An­trags­for­mu­lars an das Lan­des­amt für Ge­sund­heit und So­zia­les zu rich­ten.
  • Die Be­wil­li­gung er­folgt mit­tels Zu­wen­dungs­be­scheid; Be­wil­li­gungs­be­hör­de ist das Lan­des­amt für Ge­sund­heit und So­zia­les.

An­trags­frist: 31. Ok­to­ber des dem Be­wil­li­gungs­jahr vor­an­ge­hen­den Jah­res

Lan­des­amt für Ge­sund­heit und So­zia­les