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Na­vi­ga­ti­on

Grund­buch: Ein­tra­gung

 Ei­gen­tü­me­rin oder neu­er Ei­gen­tü­mer, nach­dem

  • Sie sich mit dem Ver­käu­fer be­zie­hungs­wei­se der Ver­käu­fe­rin über den Ei­gen­tums­wech­sel ge­ei­nigt ha­ben ("Auf­las­sung des Grund­stücks") und
  • die neu­en Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se im Grund­buch ein­ge­tra­gen sind.

Da­bei muss die Ei­ni­gung über den Ei­gen­tums­über­gang vor ei­nem No­tar er­klärt wer­den. Sie kann auch in ei­nem ge­richt­li­chen Ver­gleich oder in ei­nem rechts­kräf­tig be­stä­tig­ten In­sol­venz­plan er­klärt wer­den.

Die Ein­tra­gung im Grund­buch ist auch bei an­de­ren For­men der Ei­gen­tums­über­tra­gung er­for­der­lich (z.B. beim Er­ben ei­nes Grund­stücks).

Auch Las­ten und Be­schrän­kun­gen, die auf dem Grund­stück lie­gen, wie z.B. Grund­dienst­bar­kei­ten, Auf­las­sungs­vor­mer­kun­gen, Grund­pfand­rech­te, Grund­schul­den oder Hy­po­the­ken müs­sen im Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den.

Die Ein­tra­gung ver­an­lasst der No­tar.

Das Grund­buch gibt Aus­kunft über die Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se an ei­nem Grund­stück und die Las­ten, die even­tu­ell auf dem Grund­stück lie­gen (z.B. Grund­pfand­rech­te, Grund­dienst­bar­kei­ten).

Be­schwer­de ge­gen Ent­schei­dun­gen des Grund­buch­am­tes ge­mäß § 71 GBO

  • Per­so­nal­aus­weis oder Rei­se­pass
  • Vor­la­ge der Ein­tra­gungs­un­ter­la­gen als öf­fent­li­che oder öf­fent­lich be­glau­big­te Ur­kun­den

Vor­aus­set­zun­gen der Ein­tra­gung sind nor­ma­ler­wei­se:

  • An­trag auf Ein­tra­gung
  • An­trags­be­rech­ti­gung (je­der, zu des­sen Guns­ten die Ein­tra­gung er­fol­gen soll oder des­sen Recht durch die Ein­tra­gung be­trof­fen wird)
  • Ein­tra­gungs­be­wil­li­gung
  • Be­wil­li­gungs­be­fug­nis (der­je­ni­ge, des­sen Recht von der Ein­tra­gung be­trof­fen wird)
  • Bei Grund­stücks­über­eig­nung - Auf­las­sung
  • die Ein­hal­tung be­son­de­rer Form­vor­schrif­ten

Je nach Ein­zel­fall

  • sind zu­sätz­li­che Un­ter­la­gen er­for­der­lich (z.B. Erb­nach­weis, Ge­neh­mi­gun­gen, Vor­kaufs­rechts­zeug­nis­se, steu­er­li­che Un­be­denk­lich­keits­be­schei­ni­gung) oder
  • muss das Grund­buch vor der be­an­trag­ten Ein­tra­gung erst be­rich­tigt wer­den (z.B. durch Ein­tra­gung der Er­ben ei­nes ver­stor­be­nen Ei­gen­tü­mers).

Für die Tä­tig­keit des No­tars und den Grund­buch­ein­trag fal­len Kos­ten an. Die Hö­he der Kos­ten be­misst sich grö­ß­ten­teils nach der Hö­he des Kauf­prei­ses.
- Ge­schäfts­wert ge­mäß KV Nr. 14110 ff. der An­la­ge 1  zu § 34 Ge­richts- und No­tar­kos­ten­ge­setz

Den An­trag auf Ein­tra­gung in das Grund­buch müs­sen Sie beim Grund­buch­amt be­an­tra­gen. Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­tra­gung vor, nimmt das Grund­buch­amt die Ein­tra­gung vor.

Ist die Ein­tra­gung er­folgt, be­nach­rich­tigt das Grund­buch­amt den an­trags­ein­rei­chen­den No­tar, den An­trag­stel­ler, den ein­ge­tra­ge­nen Ei­gen­tü­mer so­wie al­le aus dem Grund­buch er­sicht­li­chen Per­so­nen, zu de­ren Guns­ten die Ein­tra­gung er­folgt oder de­ren Recht durch sie be­trof­fen wird.

In­for­mie­ren Sie sich da­zu bei ei­nem No­tar oder ei­ner No­ta­rin. Die­se wer­den Ih­nen auf Ih­re Si­tua­ti­on ab­ge­stimm­te Hin­wei­se zum Ver­fah­ren und den von Ih­nen be­nö­tig­ten Un­ter­la­gen ge­ben.

in­di­vi­du­ell, ab­hän­gig von der Be­las­tungs­si­tua­ti­on des zu­stän­di­gen Grund­buch­am­tes so­wie dem Zeit­punkt, wann al­le er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen form­ge­recht dem Grund­buch­amt vor­lie­gen