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Na­vi­ga­ti­on

Grund­buch: Ver­merk von Grund­stücks­ei­gen­tü­mer­rech­ten

Wenn Sie als Grund­stücks­ei­gen­tü­mer Rech­te an ei­nem wei­te­ren Grund­stück (die­nen­des Grund­stück) be­sit­zen (z.B. ein Not­we­ge­recht), kön­nen Sie dies in dem Grund­buch Ih­res Grund­stücks (herr­schen­des Grund­stück) ver­mer­ken las­sen.

Der Ver­merk von Grund­stücks­ei­gen­tü­mer­rech­ten im Grund­buch des herr­schen­den Grund­stücks (sog. Ak­tiv­ver­merk) be­wirkt, dass zur Lö­schung des Rechts oder zur Ein­tra­gung der In­halts­än­de­rung oder Ran­g­än­de­rung die­ses Rechts auch die Be­wil­li­gung des In­ha­bers des sub­jek­tiv-ding­li­chen Rechts er­for­der­lich ist, § 21 GBO, denn sub­jek­tiv-ding­li­che Rech­te gel­ten ge­mäß § 96 BGB we­sent­li­cher Be­stand­teil des herr­schen­den Grund­stücks.

Schrift­li­cher An­trag mit Be­zeich­nung des Rechts, der An­ga­be des herr­schen­den Grund­stücks und des die­nen­den Grund­stücks

  • Schrift­li­cher An­trag des Ei­gen­tü­mers des herr­schen­den Grund­stücks oder je­der, dem an dem herr­schen­den Grund­stück ein ding­li­ches Recht zu­steht

Sie kön­nen nur bei fol­gen­den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer­rech­ten den Ver­merk in das Grund­buch des herr­schen­den Grund­stücks ein­tra­gen las­sen:

  • Grund­dienst­bar­keit ge­mäß § 1018 BGB
  • Sub­jek­tiv-ding­li­ches Vor­kaufs­recht ge­mäß § 1094 BGB
  • Sub­jek­tiv-ding­li­che Re­al­last ge­mäß § 1105 BGB
  • Erb­bau­zins ge­mäß § 9 Erb­bauRG
  • Über­bau­ren­te ge­mäß § 914 BGB
  • Not­weg­ren­te ge­mäß § 917 BGB. 

Das Recht muss auf dem die­nen­den Grund­stück vor­her oder gleich­zei­tig ein­ge­tra­gen sein.

Für die Ein­tra­gung des Ver­merks: 50,00 € ge­mäß KV Nr. 14160 An­la­ge 1 GNotKG

Der Ver­merk wird im Be­stands­ver­zeich­nis des Grund­buchs des herr­schen­den Grund­stücks ein­ge­tra­gen. Auf dem Grund­buch­blatt des die­nen­den Grund­stücks wird ein Hin­weis über den Ver­merk ein­ge­tra­gen.