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Na­vi­ga­ti­on

Häus­li­che Pfle­ge bei Ver­hin­de­rung der Pfle­ge­per­son Kos­ten­über­nah­me

Wenn Sie ei­nen An­ge­hö­ri­gen pfle­gen und durch Ur­laub, Krank­heit oder aus an­de­ren Grün­den vor­über­ge­hend aus­fal­len, kön­nen Sie ei­ne Er­satz­pfle­ge be­an­tra­gen. Die­se Leis­tun­gen der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ste­hen Pfle­ge­be­dürf­ti­gen der Pfle­ge­gra­de 2 bis 5 zu, die zu Hau­se ver­sorgt wer­den.

Ver­hin­de­rungs­pfle­ge wird nicht ge­währt, wenn die pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son – be­vor der Ver­tre­tungs­fall ein­ge­tre­ten ist – aus­schlie­ß­lich über ei­nen Pfle­ge­dienst be­treut wur­de.

Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann ein am­bu­lan­ter Pfle­ge­dienst über­neh­men, oder ei­ne ver­trau­te Per­son (An­ge­hö­ri­ge, Freun­de, Nach­barn). Auch die Un­ter­brin­gung in ei­ner sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tung ist mög­lich.

Wird die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge von Per­so­nen über­nom­men, die nicht mit der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son bis zum zwei­ten Grad ver­wandt oder ver­schwä­gert sind, und nicht mit ihr in häus­li­cher Ge­mein­schaft le­ben, trägt die Pfle­ge­kas­se die Kos­ten bis 1.612 Eu­ro je Ka­len­der­jahr.

Über­neh­men na­he An­ge­hö­ri­ge, die nicht mit im Haus­halt le­ben, die Er­satz­pfle­ge, darf der Be­trag, den die Pfle­ge­kas­se über­nimmt, das 1,5-fa­che des ei­gent­li­chen Pfle­ge­gel­des nicht über­schrei­ten.   

Kom­men not­wen­di­ge Auf­wen­dun­gen der Er­satz-Pfle­ge­per­son (zum Bei­spiel Fahr­kos­ten oder Ver­dienst­aus­fall) hin­zu (Nach­weis not­wen­dig), kann die Leis­tung auf bis zu ins­ge­samt 1.612 Eu­ro auf­ge­stockt wer­den.

Zu­sätz­lich zur Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kön­nen bis zu 50 Pro­zent des ei­gent­lich für Kurz­zeit­pfle­ge ge­dach­ten Be­tra­ges (bis zu 806 Eu­ro im Ka­len­der­jahr) für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ge­nutzt wer­den. Da­mit ste­hen bis zu 2.418 Eu­ro im Ka­len­der­jahr für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge zur Ver­fü­gung.

Pfle­ge­be­dürf­ti­ge mit den Pfle­ge­gra­den 2 bis 5 kön­nen pro Ka­len­der­jahr Ver­hin­de­rungs­pfle­ge für 6 Wo­chen be­an­tra­gen.

  • Es muss min­des­tens der Pfle­ge­grad 2 vor­lie­gen.
  • Pfle­ge­be­dürf­ti­ge müs­sen zu Hau­se durch ei­ne pri­va­te Pfle­ge­per­son (An­ge­hö­ri­ge, Freun­de) min­des­tens 6 Mo­na­te zu­vor be­treut wor­den sein

Die An­trags­stel­lung ist ge­büh­ren­frei.