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Na­vi­ga­ti­on

Sa­nie­rungs­ge­neh­mi­gung

Da­mit die für das fest­ge­setz­te Sa­nie­rungs­ge­biet an­ge­streb­ten städ­te­bau­li­chen Zie­le zur Be­he­bung oder Ab­min­de­rung städ­te­bau­li­cher Miss­stän­de von der Ge­mein­de auch er­reicht wer­den kön­nen, hat der Ge­setz­ge­ber zu­guns­ten der Ge­mein­de für be­stimm­te Vor­ha­ben und Rechts­vor­gän­ge, die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer in dem Sa­nie­rungs­ge­biet vor­neh­men kön­nen, ei­ne Ge­neh­mi­gungs­pflicht ein­ge­führt.

In § 144 Ab­satz 1 und 2 BauGB sind da­her die Vor­ha­ben und Rechts­vor­gän­ge ab­schlie­ßend auf­ge­führt, die ei­ner Ge­neh­mi­gung un­ter­lie­gen (sie­he da­zu un­ter Vor­aus­set­zun­gen).

§ 144 Ab­satz 5  BauGB zählt die Vor­ha­ben und Rechts­vor­gän­ge auf, die kei­ner Ge­neh­mi­gung be­dür­fen.

§ 144 Ab­satz 3 und § 145 BauGB ent­hal­ten Re­ge­lung zur Er­tei­lung der Ge­neh­mi­gung. 

Sie müs­sen die Un­ter­la­gen zur Ver­fü­gung stel­len, an­hand de­rer fest­ge­stellt wer­den kann, ob es sich um ein ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ges Vor­ha­ben oder Rechts­ge­schäft i.S.v. § 145 Ab­satz 1 und 2 BauGB han­delt (sie­he da­zu un­ter Vor­aus­set­zun­gen).

§ 144 Ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ge Vor­ha­ben und Rechts­vor­gän­ge

(1) Im förm­lich fest­ge­leg­ten Sa­nie­rungs­ge­biet be­dür­fen der schrift­li­chen Ge­neh­mi­gung der Ge­mein­de

1. die in § 14 Abs. 1 be­zeich­ne­ten Vor­ha­ben und sons­ti­gen Maß­nah­men;

2. Ver­ein­ba­run­gen, durch die ein schuld­recht­li­ches Ver­trags­ver­hält­nis über den Ge­brauch oder die Nut­zung ei­nes Grund­stücks, Ge­bäu­des oder Ge­bäu­de­teils auf be­stimm­te Zeit von mehr als ei­nem Jahr ein­ge­gan­gen oder ver­län­gert wird.

(2) Im förm­lich fest­ge­leg­ten Sa­nie­rungs­ge­biet be­dür­fen der schrift­li­chen Ge­neh­mi­gung der Ge­mein­de

1. die rechts­ge­schäft­li­che Ver­äu­ße­rung ei­nes Grund­stücks und die Be­stel­lung und Ver­äu­ße­rung ei­nes Erb­bau­rechts;

2. die Be­stel­lung ei­nes das Grund­stück be­las­ten­den Rechts; dies gilt nicht für die Be­stel­lung ei­nes Rechts, das mit der Durch­füh­rung von Bau­maß­nah­men im Sin­ne des § 148 Abs. 2 im Zu­sam­men­hang steht;

3. ein schuld­recht­li­cher Ver­trag, durch den ei­ne Ver­pflich­tung zu ei­nem der in Num­mer 1 oder 2 ge­nann­ten Rechts­ge­schäf­te be­grün­det wird; ist der schuld­recht­li­che Ver­trag ge­neh­migt wor­den, gilt auch das in Aus­füh­rung die­ses Ver­trags vor­ge­nom­me­ne ding­li­che Rechts­ge­schäft als ge­neh­migt;

4. die Be­grün­dung, Än­de­rung oder Auf­he­bung ei­ner Bau­last;

5. die Tei­lung ei­nes Grund­stücks.

Da die Ge­mein­de die Ge­neh­mi­gung er­teilt, legt die­se auch fest, in wel­cher Hö­he Kos­ten (Ge­büh­ren, Aus­la­gen etc.) an­fal­len.

Der Ver­fah­rens­ab­lauf ob­liegt der Ge­mein­de. Fra­gen zu die­sem Punkt gilt es an die Ge­mein­de zu rich­ten.

Spe­zi­el­le Hin­wei­se für -
Aus tech­ni­schen und aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den kann ein di­gi­ta­les Ver­fah­ren nicht durch­ge­führt wer­den. Die Ein­rei­chung von An­trä­gen, An­zei­gen und Un­ter­la­gen kann nur in Pa­pier­form er­fol­gen.

Dies hängt von der Art und dem Um­fang des Vor­ha­bens ab. Es wird emp­foh­len, auch da­zu sich bei der zu­stän­di­gen Ge­mein­de selbst zu er­kun­di­gen.

Es gibt kei­ne Be­an­tra­gungs­fris­ten für Sie.

So­weit die Mo­der­ni­sie­rung und In­stand­set­zung von Ge­bäu­den pri­va­ter Bau­her­ren (Ein­zel­maß­nah­men) be­gehrt wird, kann dies von den Städ­ten und Ge­mein­den mit Hil­fe von Städ­te­bau­för­der­mit­teln in Form von Dar­le­hen und/oder Zu­schüs­sen un­ter­stützt wer­den. Pri­va­te Bau­her­ren stel­len ih­re An­trä­ge un­mit­tel­bar an die Kom­mu­ne bzw. de­ren Sa­nie­rungs­trä­ger.