Home
Na­vi­ga­ti­on

Staat­li­che An­er­ken­nung als Huf­be­schlag­schmied oder Huf­be­schlag­schmie­din be­an­tra­gen

Ein Huf­schmied in Deutsch­land of­fi­zi­ell Huf­be­schlag­schmied ge­nannt, ist ein Spe­zia­list oder ei­ne Spe­zia­lis­tin für die Pfle­ge (das Aus­schnei­den) und das Be­schla­gen von Tier­hu­fen mit Huf­ei­sen oder an­de­ren Ma­te­ria­li­en. Die Huf­ei­sen und Huf­nä­gel stellt er tra­di­tio­nell auch selbst im Schmie­de­pro­zess her bzw. passt die Huf­ei­sen der Form des Hu­fes an. Die Ar­beit be­inhal­tet auch die Be­hand­lung ver­letz­ter und kran­ker Hu­fe.

Das Ge­setz stellt die Durch­füh­rung des Huf- und Klau­en­be­schlag un­ter ei­nen spe­zi­el­len Schutz. Der Huf- und Klau­en­be­schlag darf nur von Per­so­nen aus­ge­übt wer­den, die ge­prüf­te und staat­lich an­er­kann­te Huf­be­schlag­schmie­de sind.

Die Aus­bil­dung zum Huf­be­schlag­schmied be­steht aus fol­gen­den Ab­schnit­ten:

  • Ein vier­wö­chi­ger Ein­füh­rungs­lehr­gang an ei­ner staat­lich an­er­kann­ten Huf­be­schlag­schu­le vor Auf­nah­me der Be­schäf­ti­gung
  • ei­ne min­des­tens zwei­jäh­ri­ge so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge, haupt­be­ruf­li­che Be­schäf­ti­gung bei ei­nem – oder auf­ge­teilt bei ver­schie­de­nen – staat­lich an­er­kann­ten Huf­be­schlag­schmied (Be­richts­heft er­for­der­lich), der seit min­des­tens 3 Jah­ren nach An­er­ken­nung ein Ge­wer­be be­treibt
  • ein vier­mo­na­ti­ger Vor­be­rei­tungs­lehr­gang an ei­ner staat­lich an­er­kann­ten Huf­be­schlag­schu­le
  • Prü­fung zum Huf­be­schlag­schmied oder zur Huf­be­schlag­schmie­din

Au­ßer­halb Deutsch­lands er­wor­be­ne Prü­fungs­zeug­nis­se im Be­reich des Huf- und Klau­en­be­schlags kön­nen nach Ma­ß­ga­be der Huf­be­schlag-An­er­ken­nungs­ver­ord­nung gleich­ge­stellt wer­den. Die­se Ver­ord­nung re­gelt auch das Ver­fah­ren der staat­li­chen An­er­ken­nung für Per­so­nen mit gleich­ge­stell­ten Prü­fungs­zeug­nis­sen.

Wi­der­spruch (je nach Lan­des­recht kann der Wi­der­spruch aus­ge­schlos­sen sein), ver­wal­tungs­ge­richt­li­che Kla­ge

Bei ei­ner in Deutsch­land ab­sol­vier­ten Aus­bil­dung:

  • Aus­weis­do­ku­ment
  • Nach­weis über ei­ne ab­ge­schlos­se­ne Be­rufs­aus­bil­dung
  • Nach­weis über ei­ne zwei­jäh­ri­ge so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge, haupt­be­ruf­li­che Be­schäf­ti­gung (zum Bei­spiel Ar­beits­ver­trag mit min­des­tens 20 Std./Wo­che) bei ei­nem Huf­be­schlag­schmied/ei­ner Huf­be­schlag­schmie­din, der/die nach der staat­li­chen An­er­ken­nung als Huf­be­schlag­schmied/Huf­be­schlag­schmie­din seit min­des­tens drei Jah­ren ein Huf­be­schlag­ge­wer­be be­treibt
  • Nach­weis über die er­folg­reich be­stan­de­ne Prü­fung nach dem Be­such der er­for­der­li­chen Lehr­gän­ge
  • Nach­weis über die für die Aus­übung des Be­ru­fes er­for­der­li­che Zu­ver­läs­sig­keit (Er­wei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis)

Für Per­so­nen mit au­ßer­halb Deutsch­lands er­wor­be­nen Prü­fungs­zeug­nis­sen:

  • Aus­weis­do­ku­ment
  • gleich­ge­stell­tes Prü­fungs­zeug­nis,
  • ein Nach­weis über die zur Aus­übung des Be­rufs er­for­der­li­che Zu­ver­läs­sig­keit (Be­an­tra­gung ei­nes Füh­rungs­zeug­nis­ses oder Vor­la­ge ei­ner Be­stä­ti­gung des Lan­des, in dem das Prü­fungs­zeug­nis er­wor­ben wur­de, aus der er­sicht­lich ist, dass kei­ne Ver­stö­ße ge­gen den Tier­schutz be­gan­gen wur­den

Die staat­li­che An­er­ken­nung als Huf­be­schlag­schmied wird er­teilt, wenn

  • ei­ne ab­ge­schlos­se­ne Be­rufs­aus­bil­dung
  • ei­ne zwei­jäh­ri­ge so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge haupt­be­ruf­li­che prak­ti­sche Tä­tig­keit bei ei­nem Huf­be­schlag­schmied, der nach der staat­li­chen An­er­ken­nung als Huf­be­schlag­schmied seit min­des­tens drei Jah­ren ein Huf­be­schlag­ge­wer­be be­treibt
  • der Be­such der er­for­der­li­chen Lehr­gän­ge und ei­ne er­folg­reich be­stan­de­ne Prü­fung und
  • die zur Aus­übung des Be­ru­fes er­for­der­li­che Zu­ver­läs­sig­keit
    nach­ge­wie­sen wer­den.

Rich­tet sich nach der je­wei­li­gen Ver­wal­tungs­ge­büh­ren­ord­nung des Lan­des bzw. nach den Ge­büh­ren­sat­zun­gen der nach Lan­des­recht zu­stän­di­gen Stel­len.

Kos­ten wer­den nach Zeit­auf­wand er­ho­ben.

  • Sie rei­chen den An­trag inkl. der er­for­der­li­chen Nach­wei­se der der zu­stän­di­gen Stel­le ein
  • Die­se prüft, ob al­le Vor­aus­set­zun­gen für die staat­li­che An­er­ken­nung er­füllt sind
  • Bei po­si­ti­ver Prü­fung wird Ih­nen die staat­li­che An­er­ken­nung als Huf­be­schlag­schmied er­teilt

Wenn der An­trag auf An­er­ken­nung ge­stellt wur­de, wird die zu­stän­di­ge Stel­le zeit­nah hier­über ent­schei­den.

Für die An­trag­stel­lung müs­sen Sie kei­ne Fris­ten ein­hal­ten.

Wer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig oh­ne die vor­ge­schrie­be­ne staat­li­che An­er­ken­nung den Huf- und Klau­en­be­schlag als Huf­be­schlag­schmied oder die fach­be­zo­ge­ne Aus­bil­dung an Huf­be­schlag­schu­len als Huf­be­schlag­lehr­schmied aus­übt, han­delt ord­nungs­wid­rig (§ 9 Huf­Be­schlG).