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Na­vi­ga­ti­on

Zwei­te ju­ris­ti­sche Staats­prü­fung ab­sol­vie­ren

Mit der Ab­nah­me des zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­ex­amen en­det Ihr Ju­ris­ti­scher Vor­be­rei­tungs­dienst. Mit er­folg­rei­chem Be­stehen der Prü­fung er­wer­ben Sie die Be­fä­hi­gung zum Rich­ter­amt und sind be­rech­tigt, die Be­zeich­nung „As­ses­sor“ oder „As­ses­so­rin“ zu füh­ren.

Die Prü­fung be­steht aus 8 Auf­sichts­ar­bei­ten mit ei­ner Dau­er von 5 Zeit­stun­den und ei­ner münd­li­chen Prü­fung. Nach er­folg­rei­chem Ab­sol­vie­ren der Prü­fung wird durch das Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt ein Zeug­nis er­teilt.

Der ju­ris­ti­sche Vor­be­rei­tungs­dienst en­det mit der Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung. Das Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt er­teilt Ih­nen nach er­folg­rei­cher Prü­fung ein Zeug­nis mit der er­reich­ten Ge­samt­no­te und Ge­samt­punkt­zahl. Da­mit ha­ben Sie die Be­fä­hi­gung zum Rich­ter­amt er­wor­ben und dür­fen die Be­zeich­nung "As­ses­so­rin" oder "As­ses­sor" füh­ren. 

Die Zwei­te ju­ris­ti­sche Staats­prü­fung wird in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zwei Mal im Jahr durch­ge­führt. Die Prü­fung be­steht aus ei­nem schrift­li­chen und ei­nem münd­li­chen Teil. Im schrift­li­chen Teil sind acht Auf­sichts­ar­bei­ten mit ei­ner Be­ar­bei­tungs­zeit von je­weils fünf Stun­den zu fer­ti­gen. Da­von sind vier Auf­sichts­ar­bei­ten aus dem Zi­vil­recht, zwei aus dem Straf­recht und zwei aus dem Öf­fent­li­chen Recht. Der münd­li­che Teil der Prü­fung um­fasst ei­nen Ak­ten­vor­trag und je ei­nen Prü­fungs­ab­schnitt aus dem Zi­vil­recht, aus dem Straf­recht, auf dem Öf­fent­li­chen Recht und aus dem von Ih­nen ge­wähl­ten Schwer­punkt­be­reich. 

Kei­ne.

Hin­weis: Er­for­der­li­che Un­ter­la­gen müs­sen Sie be­reits bei der Ein­stel­lung in den Vor­be­rei­tungs­dienst vor­le­gen oder wäh­rend­des­sen er­wer­ben.

  • Sie ha­ben das ers­te ju­ris­ti­sche Staats­ex­amen und den ju­ris­ti­schen Vor­be­rei­tungs­dienst er­folg­reich ab­ge­schlos­sen

Die Zwei­te ju­ris­ti­sche Staats­prü­fung kön­nen Sie ab­le­gen, wenn Sie sich im ju­ris­ti­schen Vor­be­rei­tungs­dienst in Meck­len­burg-Vor­pom­mern be­fin­den. Sie wer­den von der Prä­si­den­tin oder dem Prä­si­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts dem Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt zur Prü­fung vor­ge­stellt. Ein ei­ge­ner An­trag an das Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt ist nicht er­for­der­lich. 

Ha­ben Sie die zwei­te ju­ris­ti­sche Staats­prü­fung bei erst­ma­li­gen Ab­le­gen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern be­stan­den, kön­nen Sie die Prü­fung zum Zwe­cke der No­ten­ver­bes­se­rung wie­der­ho­len. Die Prü­fung müs­sen Sie im nächst er­reich­ba­ren Prü­fungs­ter­min voll­stän­dig wie­der­ho­len. Sie er­hal­ten nach An­trag­stel­lung ei­ne Auf­for­de­rung zur Zah­lung der Ge­büh­ren für das No­ten­ver­bes­se­rungs­ver­fah­ren. Die­se müs­sen Sie frist­ge­recht über­wei­sen, um zum No­ten­ver­bes­se­rungs­ver­fah­ren zu­ge­las­sen zu wer­den. 

Für das erst­ma­li­ge Ab­le­gen der Prü­fung fal­len kei­ne Ge­büh­ren an.

Für das erst­ma­li­ge Ab­le­gen der Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung fal­len kei­ne Kos­ten an.

Für die Wie­der­ho­lung der Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung zum Zwe­cke der No­ten­ver­bes­se­rung müs­sen Sie in­ner­halb von zwei Wo­chen nach schrift­li­cher Auf­for­de­rung durch das Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt Ge­büh­ren in Hö­he von 450 Eu­ro zah­len. Die­se sind als Vor­schuss zu leis­ten. Die Ge­büh­ren er­mä­ßi­gen sich in be­stimm­ten Fäl­len, so zum Bei­spiel, wenn Sie nach dem Er­geb­nis der schrift­li­chen Prü­fung auf die wei­te­re Durch­füh­rung ver­zich­ten. 

Die Zu­las­sung zur Prü­fung er­folgt au­to­ma­tisch nach er­folg­rei­chem Durch­lau­fen der Aus­bil­dungs­sta­tio­nen, so dass ein ge­son­der­ter Zu­las­sungs­an­trag nicht not­wen­dig ist.

Je­der Prüf­ling wird durch das Prü­fungs­amt zur An­fer­ti­gung der Auf­sichts­ar­bei­ten ge­la­den. Die Auf­sichts­ar­bei­ten wer­den im 20. Aus­bil­dungs­mo­nat in ei­nem Zeit­raum von 2 Wo­chen an­ge­fer­tigt. Nach An­fer­ti­gung der Ar­bei­ten ab­sol­viert der Prüf­ling die Wahl­sta­ti­on des Vor­be­rei­tungs­diens­tes, wäh­rend die Auf­sichts­ar­bei­ten durch 2 Prü­fer / Prü­fe­rin­nen be­wer­tet wer­den. Hier­nach er­folgt ei­ne La­dung zur Prü­fung, wel­che zu Be­ginn des 25. Aus­bil­dungs­mo­nats statt­fin­det. Die­se be­steht aus ei­nem Ak­ten­vor­trag, und 5 Prü­fungs­ge­sprä­chen (Zi­vil­recht, Straf­recht, Öf­fent­li­ches Recht, An­walt und Schwer­punkt). Mit Be­stehen der Prü­fung ist der ju­ris­ti­sche Vor­be­rei­tungs­dienst ab­ge­schlos­sen.

Nach­dem Sie von der Prä­si­den­tin oder dem Prä­si­den­ten des Ober­lan­des­ge­richts zur Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung vor­ge­stellt wor­den sind, wer­den Sie zum schrift­li­chen Teil der Prü­fung ge­la­den. Der schrift­li­che Teil der Prü­fung fin­det im 21. Aus­bil­dungs­mo­nat in ei­nem Zeit­raum von et­wa zwei Wo­chen statt. Nach der schrift­li­chen Prü­fung set­zen Sie Ih­ren Vor­be­rei­tungs­dienst in der Wahl­sta­ti­on fort. Wenn Sie die schrift­li­che Prü­fung be­stan­den ha­ben, wer­den Sie zur münd­li­chen Prü­fung ge­la­den, die nach Ab­schluss der Wahl­sta­ti­on zu Be­ginn des 25. Aus­bil­dungs­mo­nats durch­ge­führt wird. 

Wäh­rend des No­ten­ver­bes­se­rungs­ver­fah­rens be­fin­den Sie sich nicht mehr im Vor­be­rei­tungs­dienst. Nach Ein­rei­chung des An­trags wird die­ser ge­prüft. Im An­schluss wer­den Sie zur Zah­lung der Ge­büh­ren auf­ge­for­dert. Wenn Sie frist­ge­recht ge­zahlt ha­ben, wer­den Sie zur schrift­li­chen Prü­fung ge­la­den. 

Das Prü­fungs­ver­fah­ren dau­ert knapp 6 Mo­na­te.

Kei­ne.

Den An­trag auf No­ten­ver­bes­se­rung müs­sen Sie spä­tes­tens 2 Wo­chen vor dem ge­wünsch­ten Prü­fungs­ter­min beim Prü­fungs­amt be­an­tra­gen. In­ner­halb die­ser Frist müs­sen Sie auch die Prü­fungs­ge­bühr ent­rich­ten. So­weit zwi­schen der ers­ten münd­li­chen Prü­fung und dem nächs­ten Prü­fungs­ter­min ein kür­ze­rer Zeit­raum liegt, kön­nen Sie die Wie­der­ho­lung zur No­ten­ver­bes­se­rung noch im drit­ten auf die münd­li­che Prü­fung fol­gen­den Prü­fungs­ter­min ab­sol­vie­ren.

Für das erst­ma­li­ge Ab­le­gen der Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung müs­sen Sie kei­nen An­trag stel­len und da­her kei­ne An­trags­fris­ten be­ach­ten. 

Für die Wie­der­ho­lung der Zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung zum Zwe­cke der No­ten­ver­bes­se­rung müs­sen Sie in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach Ab­le­gen der münd­li­chen Prü­fung ei­nen An­trag beim Lan­des­jus­tiz­prü­fungs­amt stel­len.